Zum Inhalt
WeltzeitEU--:--UK--:--USA--:--CN--:--PLDEFRIT中文EN

portal über KI und Technologieereignisse · analysen · interviews · technischer hintergrund

Suche
LIVE
›

Barcelona schafft bis 2028 über 10.000 Lizenzen für Kurzzeitvermietung ab

Barcelona will nach Angaben von Euro Weekly News vom Oktober 2025 innerhalb von drei Jahren mehr als 10.000 Lizenzen für Ferienwohnungen auslaufen lassen und ab 2028 keine Wohnungen mehr an Touristen vermieten, um „den Einwohnern den Wohnraum zurückzugeben“.

ReisenErklärtJonas WeberVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 12
Barcelona schafft bis 2028 über 10.000 Lizenzen für Kurzzeitvermietung ab

Wozu sich Barcelona verpflichtet hat

Barcelona hat Airbnb und anderen Vermietungsplattformen mitgeteilt, dass Lizenzen nach ihrem Ablauf nicht verlängert werden, berichtete Euro Weekly News. Wer nach 2028 ohne Genehmigung vermietet, muss mit Bußgeldern rechnen oder verliert das Vermietungsrecht für die Immobilie. Die Stadt lässt in den kommenden drei Jahren mehr als 10.000 Lizenzen für Ferienwohnungen auslaufen. Ab 2028 dürfen diese Wohnungen dann nicht mehr an Touristen vermietet werden.

Collboni sagte, Barcelona könne nicht weiter Wohnungen an den Tourismus verlieren, während junge Menschen und Familien verdrängt werden. Die Straits Times berichtete, Barcelona habe bereits angekündigt, bis 2028 sämtliche Kurzzeitvermietungen zu verbieten.

Was wirtschaftlich auf dem Spiel steht

Ferienwohnungen bringen der Wirtschaft Barcelonas 1.900.000.000 € ein, rund 1,9 Prozent des BIP, und sichern mehr als 40.000 Arbeitsplätze, heißt es in einem PwC-Bericht, den Euro Weekly News zitiert. PwC beziffert den Anteil auf 331.000.000 € für Restaurants, 181.000.000 € für den Einzelhandel und 134.000.000 € für Freizeit und Kultur. Barcelona und die umliegende Region empfingen 2025 nach Angaben des Barcelona Tourism Observatory, über die Fox News Digital berichtete, 26.100.000 Besucher, die schätzungsweise 15.400.000.000 $ direkt im Tourismus ausgaben.

Senken Verbote die Mieten?

Derselbe PwC-Bericht stellt infrage, ob Ferienwohnungen die Mieten treiben. Die durchschnittlichen Mieten in Barcelona stiegen zwischen 2014 und 2023 um 72 Prozent, während die Zahl der Ferienwohnungen nur um 2,2 Prozent wuchs, berichtete Euro Weekly News. Die Stadt hatte neue Lizenzen bereits eingefroren, deshalb bewegte sich die Zahl kaum.

Das Bruno-Leoni-Institut hat zehn Jahre Einschränkungen von Berlin bis New York ausgewertet. Es stellte fest, dass Verbote „fast immer die Zahl der Inserate senken“, teils drastisch, aber „nur selten“ Immobilien zurück auf den regulären Markt bringen, berichtete Il Sole 24 Ore. Wo sich ein Effekt auf die Mieten zeigt, ist er minimal. In Berlin erhöhte ein Verbot von 2016 das Angebot an regulären Mietwohnungen weniger als erwartet. Jedes zusätzliche gewerbliche Inserat verringerte das Wohnungsangebot um 0,23 bis 0,37 Einheiten.

The Conversation berichtete, dass strenge Kontrollen in New York City die Kurzzeitinserate um 90 Prozent senkten. Das Verbot neuer Registrierungen von 2014 in Barcelona führte nach Schätzungen von Forschern zu 9.000 Airbnb-Inseraten weniger, als es sonst gegeben hätte. Dadurch wurden schätzungsweise 3 Prozent der Mietverhältnisse daran gehindert, zu Kurzzeitvermietungen zu werden.

EU-Regeln und nächste Schritte

Die Europäische Kommission hat ein Gesetz für bezahlbaren Wohnraum vorgeschlagen. Reuters berichtete, ein Entwurf solle EU-weite Kriterien für „Wohnungsnot“ festlegen und Behörden eine rechtliche Grundlage für gezielte Maßnahmen geben. POLITICO berichtete, die Kommission wolle das Gesetz in jener Woche billigen, und Wohnungskommissar Dan Jørgensen habe ihm gesagt: „Kurzzeitvermietungen sind nicht die Ursache der Wohnungskrise in Europa“, aber in einigen großen Städten „verschärfen sie das Problem“.

Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, müssen die EU-Länder und das Europäische Parlament noch darüber beraten, berichtete Reuters. Barcelonas Ausstieg soll 2028 abgeschlossen sein.

Kommentare 0

Quellen

12
  1. 01Furious crowds protest sky-high housing costs and mass tourism in major cityEN
  2. 02Barcelona bans Airbnb rentals by 2028EN
  3. 03Barcelona doubles tourism tax to one of highest in Europe to fund housingEN
  4. 04Short-term lettings, from New York to Barcelona: here's the impact of city-wide bansEN
  5. 05Can tighter rules on short-stay rentals help the long-term market?EN
  6. 06EU to crack down on short-term rentals in bid to slash housing pricesEN
  7. 07Proposed EU rules would curb Airbnb, short-term rental homes, draft showsEN
  8. 08Denmark boss Brian Riemer opens up on Andreas Christensen injury absence as Barcelona star misses Nations League squad - LiveScoreEN
  9. 09Tottenham Hotspur make decision on star’s future amid Barcelona interest - Yahoo SportsEN
  10. 10Transfer news LIVE: Arsenal eye Brazil star; Man Utd in Barcelona swap; Chelsea, Liverpool latest - AOL.comEN
  11. 11Fermin Lopez insists he wants Barcelona “for the long term” as Manchester United keep tabs - SporticosEN
  12. 12Ugo Valenti (Smart City Expo): “The best indicator of a smart city is that you don’t want to leave it" - The New Barcelona PostEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

Redaktion →

Kommentare

0
  1. Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.

Kommentar schreiben

Kommentare sind öffentlich sichtbar. Wir veröffentlichen keine Beleidigungen, Werbung oder Spam.