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Neun Blockchain-Gruppen gründen Quantum Alliance für Sicherheitsstandards im Krypto-Bereich

Neun Blockchain-Organisationen haben am 15. Oktober in Lissabon die Quantum Alliance gegründet. Sie wollen gemeinsame Sicherheitsstandards für Krypto-Wallets schreiben. Die Allianz schätzt, dass bei 6.040.000 bis 6.400.000 Bitcoin die öffentlichen Schlüssel bereits offenliegen.

WissenschaftNachrichtHanna VogtVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 40
Neun Blockchain-Gruppen gründen Quantum Alliance für Sicherheitsstandards im Krypto-Bereich

Neun Organisationen, ein Standard

Die Gruppe ist nach dem Vorbild der Internet Engineering Task Force aufgebaut. Sie will öffentliche Standards veröffentlichen, mit denen sich beurteilen lässt, ob Netzwerke gegen Quantenangriffe gerüstet sind. Eine weitere Blockchain soll nicht entstehen, berichtete news.bitcoin.com.

Zu den namentlich genannten Mitwirkenden gehören Quantus, Keystone, Abelian, Hacken, Postquant Labs, American Fortress, Intmax, Midnight Foundation und The Vault. Die Arbeit reicht von Wallet-Schutz über Blockchain-Upgrades und Datenschutzsysteme bis zur Kompatibilität zwischen den Netzwerken, berichtete Analytics Insight. Die Koalition will gemeinsame Sicherheitsstandards etabliert haben, bevor leistungsfähige Quantencomputer die Signaturen knacken können, die Wallets schützen, berichtete news.bitcoin.com.

Sechs Millionen Coins bereits exponiert

Die Allianz schätzt, dass 6.040.000 bis 6.400.000 BTC bereits durch offengelegte öffentliche Schlüssel exponiert sind. Glassnode bezifferte separat 1.920.000 BTC in strukturell exponierten Adressen und weitere 4.120.000 BTC, die durch Wallet-Praktiken gefährdet sind. Zusammen sind das rund 6.040.000 oder 30,2% der geschürften Bitcoin. Geschätzte 1.100.000 BTC, die mit Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht werden, fallen in die breitere Diskussion.

Die Exposition ergibt sich daraus, wie Bitcoin Eigentum nachweist: Bestimmte Wallets legen öffentliche Schlüssel offen, die dann dauerhaft auf der Blockchain sichtbar bleiben. Frühe Pay-to-Public-Key-Ausgaben zeigen den Schlüssel direkt, mehrere spätere Formate verbergen ihn hinter einem Hash, bis die Mittel ausgegeben werden. Keine der beiden Schätzungen bedeutet, dass heute jemand diese Coins bewegen kann, denn es gibt keinen Quantencomputer, der die Schlüssel ausnutzen könnte. Unnötige Adresswiederverwendung zu vermeiden, verringert eine Form der Exposition, merkte Analytics Insight an. Mittel zu verschieben bringt jedoch nicht automatisch Quantenresistenz, weil die aktuellen Bitcoin-Signaturen prinzipiell angreifbar bleiben.

Die Doom Clock und der Streit um den Zeitpunkt

Die Quantum Doom Clock der Allianz zeigt auf März 2028 als frühestmögliches Fenster für eine Maschine, die bestehende Schutzmechanismen brechen kann. Ihr Modell setzt den Bedarf bei rund 856.000 physikalischen Qubits an. Das ist etwa das 1,7-Fache von Googles Schätzung vom März 2026 von weniger als 500.000 physikalischen Qubits unter bestimmten Hardware-Annahmen. Andere Forscher erwarten die Gefahr erst in den 2030er Jahren, berichtete Cryptonews.net.

Googles Analyse vom März 2026 schätzte, dass das Brechen von 256-Bit-Elliptic-Curve-Kryptografie weniger als 1.200 logische Qubits und 90.000.000 Toffoli-Gates mit einem vorgeschlagenen Schaltungsdesign erfordern könnte. Mit einem anderen Design wären es weniger als 1.450 logische Qubits und 70.000.000 solcher Gates. Das Datum März 2028 ist eine Projektion aus Qubit-Wachstumstrends, kein Beleg dafür, dass bis dahin eine leistungsfähige Maschine existiert. Hinter diesen Revisionen steht der Hardware-Fortschritt: Google erklärte am 15. Oktober, sein Willow-Prozessor habe Fehler in Magic States um etwa das 40-Fache gesenkt, wobei akzeptierte Zustände 99,99% Treue erreichten. Nur etwa 8% der Präparationsversuche bestanden die Prüfungen, und Willow hat 105 physikalische Qubits. Google schränkte ein, dass das Verfahren noch in größeren Maßstäben validiert werden muss, und nannte keinen Zeitplan für Systeme, die groß genug für kryptografische Angriffe sind.

Die Migration ist der schwierige Teil

Coinbase veröffentlichte am 13. Oktober eine eigene Einschätzung und erklärte, das Ersetzen bestehender Signaturalgorithmen sei nur ein Teil des Übergangs. Die Börse nannte BIP-360 und P2TRv2 als mögliche technische Ansätze. Sie führte institutionelle Verwahrungssysteme, begrenzte Blockchain-Kapazität, Wallet-Kompatibilität und ruhende Adressen als Komplikationen auf. Coinbase gibt an, rund 15% des Bitcoin-Angebots zu sichern.

Coins, die sich, in den Worten von Coinbase, "nicht bewegen können oder wollen", sind "ein separates Governance- und Engineering-Problem". Eigentümer brauchen gültige Schlüssel, um Bestände in aufgerüstete Wallets zu verschieben, und ruhenden Adressen fehlen diese möglicherweise.

Was noch ungeklärt ist

Die Schätzungen zu exponierten Coins unterscheiden sich je nach Methodik und reichen von 6.040.000 bis 6.900.000 BTC. Die Allianz will gemeinsame Tests veröffentlichen, berichtete news.bitcoin.com.

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Quellen

40
  1. 01Google's Quantum Error Breakthrough Sharpens Focus on Bitcoin's Long-Term SecurityEN
  2. 02Nine Blockchain Groups Unite as Quantum Threat Hangs Over BitcoinEN
  3. 03Google Willow Breakthrough: Could Quantum Computing Unlock Satoshi-Era Bitcoin Wallets?EN
  4. 04Google's Willow Quantum Breakthrough Raises Concerns Over Satoshi's BitcoinEN
  5. 05Google Touts 'Magic' Quantum Breakthrough as Bitcoin Q-Day Threat LoomsEN
  6. 06Google's Willow Quantum Chip Cuts Magic-State Errors 40-Fold in Bitcoin Risk TestEN
  7. 07Google cuts quantum errors 40-fold: Is Bitcoin at risk?EN
  8. 08Nine Blockchain Groups Unite as Quantum Threat Hangs Over BitcoinEN
  9. 09Google Touts 'Magic' Quantum Breakthrough as Bitcoin Q-Day Threat LoomsEN
  10. 10Google’s Willow Quantum Breakthrough Cuts Errors 40-Fold, Tightening Bitcoin Wallet Security Concerns - NewsCordEN
  11. 11Google Says Quantum Chip Willow Cut Error Rate by 40x, Raising Threat to Early Bitcoin WalletsEN
  12. 12What Is Q-Day? The Quantum Threat to Bitcoin ExplainedEN
  13. 13Google Says It Just Cracked One of Quantum Computing's Biggest BottlenecksEN
  14. 14Google verbessert KI-Videogenerator Gemini Omni auf Version 1.2 FlashEN
  15. 15Hackers Exploit BTCPay Server Flaw to Steal Bitcoin and Litecoin From Hot WalletsEN
  16. 16Could Quantum Computers Break Bitcoin Encryption? - ua-stena.infoEN
  17. 17Google: Schools can keep search while skipping Gemini, but AI search is non-negotiableEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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