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Großbritannien sanktioniert 15 sudanesische Kommandeure wegen möglicher Gräueltaten in El Fasher

Großbritannien hat am 4. November 15 hochrangige Kommandeure der sudanesischen Rapid Support Forces und der Sudanesischen Streitkräfte wegen mutmaßlicher Gräueltaten beim Fall von El Fasher sanktioniert, darunter konfliktbezogene sexuelle Gewalt. Die Maßnahmen umfassen Reiseverbote und Vermögenssperren.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 12
Großbritannien sanktioniert 15 sudanesische Kommandeure wegen möglicher Gräueltaten in El Fasher

Die Sanktionen

Zwei der genannten Kommandeure sind Hussein Abu Jalak, ein Oberst der RSF, der mit Gräueltaten während der Belagerung in Verbindung gebracht wird, und Al-Nour Ahmed Adam, bekannt als Al-Qubba. Laut britischen Angaben war Al-Qubba vor Ort und spielte eine herausgehobene Rolle bei der Belagerung und dem Angriff auf die Stadt.

Die Sanktionen betreffen die RSF und die Sudanesischen Streitkräfte. Für die 15 Personen gelten Reiseverbote und Vermögenssperren. McNeill sagte, sie sollten Rechenschaft sichern und Überlebenden helfen, ihr Leben wieder aufzubauen. Nach britischer Darstellung soll die Maßnahme die Gewalt während der Belagerung von El Fasher sichtbar machen.

Großbritannien erklärte, seine Maßnahme folge von London unterstützten Untersuchungen. Diese hätten Kampagnen gezielter Aushungerung und sexueller Gewalt durch alle Konfliktparteien festgestellt. Die 15.000.000 Pfund (20.200.000 Dollar) sind für Überlebende konfliktbezogener sexueller Gewalt und die weitere humanitäre Hilfe bestimmt.

McNeill sagte, der Sudan stehe weit oben auf der Prioritätenliste Großbritanniens, und bezeichnete das Land als die größte humanitäre Krise der Welt. Hilfsmaßnahmen brauchten Geld, Zugang, die Achtung des humanitären Völkerrechts und die Bereitschaft, Rechte zu schützen und Leben zu retten. Die Kämpfe zwischen SAF und RSF begannen nach Angaben der Vereinten Nationen am 15. April 2023.

Der Angriff auf El Fasher

Die RSF überrannten El Fasher, die Hauptstadt von Nord-Darfur, am 26. Oktober 2025 nach einer 18 Monate dauernden Belagerung. Das UN-Menschenrechtsbüro teilte mit, in nur etwas mehr als drei Tagen der letzten Offensive seien mehr als 6.000 Menschen getötet worden. Sein Bericht nennt mindestens 4.400 Tote in der Stadt zwischen dem 25. und 27. Oktober, weitere mehr als 1.600 Menschen starben auf der Flucht.

Das Büro stützt die Zahlen auf Gespräche mit 140 Opfern und Zeugen, abgeglichen mit Satellitenbildern und Videoaufnahmen. Es warnte, das wahre Ausmaß liege zweifellos deutlich höher. Dem Bericht zufolge schossen RSF-Kämpfer am 26. Oktober mit schweren Waffen auf 1.000 Menschen, die im Rashid-Wohnheim der Universität El Fasher Schutz gesucht hatten, und töteten rund 500 von ihnen. Etwa 600 Menschen seien an diesem Tag in Einrichtungen der Universität hingerichtet worden, darunter 50 Kinder.

Nach Darstellung des UN-Menschenrechtsbüros umfasste die Offensive Massentötungen, Standgerichte, sexuelle Gewalt, Entführungen gegen Lösegeld, Folter und Haft. In vielen Fällen seien die Angriffe ethnisch motiviert gewesen.

Amnesty International kam in einem Bericht zu dem Schluss, die RSF habe in El Fasher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen begangen. Die Organisation stützte sich auf Gespräche mit 247 Menschen. Eine unabhängige UN-Mission erklärte im Februar, der Angriff trage die "Merkmale eines Völkermords".

Die RSF hat wiederholt bestritten, in El Fasher gezielt Zivilisten anzugreifen, räumte aber ein, dass einzelne Kämpfer Übergriffe begangen haben.

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Quellen

12
  1. 01UK Sanctions Sudan Commanders Over El Fasher AtrocitiesEN
  2. 02At least 6,000 killed over 3 days during RSF attack on Sudan's el-Fasher, UN saysEN
  3. 03RSF committed crimes against humanity in Sudan's el-Fasher, Amnesty saysEN
  4. 04Sudan paramilitary deliberately targeted hospitals during el-Fasher siege: ReportEN
  5. 05UN documents at least 1,013 civilian deaths in Zamzam campEN
  6. 06A year after the fall of El Fasher, Sudan's war has left a ghost town in its wakeEN
  7. 07Sudan's El Fasher Remains a Ghost Town a Year After RSF TakeoverEN
  8. 08Sudan appeals to SA, international community over El Fasher humanitarian crisisEN
  9. 09Sudan Marks El Fasher Anniversary as Kenya Trade and Flight Links Near RevivalEN
  10. 10El-Obeid under siege by RSF: Could this be Sudan’s next el-Fasher?EN
  11. 11Sudan army ends two-year siege of key cityEN
  12. 12Responsible GenAI Use During Active Armed Conflict: Evidence from Sudan's Emergency Response RoomsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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