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Französische Marine entert den sanktionierten Tanker DF Peak südlich von Réunion

Die französische Marine hat am 12. Oktober 2026 den Rohöltanker DF Peak im Indischen Ozean geentert, mehr als 450 Seemeilen (833 km) südlich von Réunion. Grund ist eine mutmaßliche Falschflagge. Ob Frankreich das Schiff oder seine Ladung beschlagnahmt, haben die Behörden nicht mitgeteilt.

WeltNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 14
Französische Marine entert den sanktionierten Tanker DF Peak südlich von Réunion

Was am 12. Oktober geschah

Präsident Emmanuel Macron erklärte auf X, die Marine habe die DF Peak geentert. Das Schiff stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren und am illegalen Treibstofftransport beteiligt zu sein, schrieb er und veröffentlichte ein Video, das Soldaten beim Abseilen auf das Schiff zeigen soll. „Frankreich ist entschlossen, die Schattenflotte zu bekämpfen, überall in der Welt“, fügte er hinzu. Verteidigungsministerin Catherine Vautrin gratulierte den beteiligten Kräften. Das Militär eskortiere den Tanker für weitere Kontrollen, sagte sie. Die Präfektur von Réunion erklärte nach Angaben von Le Monde, der Einsatz habe am frühen Montag in internationalen Gewässern stattgefunden. Die Prüfung der Dokumente bestätigte die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Flagge. Das Schiff wurde zu einem Ankerplatz vor Réunion umgeleitet, wo unter Aufsicht des Präfekten weitere Kontrollen folgen.

Die französischen Behörden vermuten, dass die Registrierung in Benin ungültig ist oder unrechtmäßig verwendet wird. Die Kyiv Post weist darauf hin, dass Entern und Eskorte für sich genommen noch keine endgültige Beschlagnahme sind und keine strafrechtliche Verantwortung begründen. Maßnahmen der EU erlauben es Mitgliedstaaten unter bestimmten Umständen, Öl oder andere Ladung zu verkaufen, die von sanktionierten Schiffen beschlagnahmt wurde.

Das Schiff und seine Flagge

Die DF Peak mit der IMO-Nummer 9341067 fuhr früher als NS Captain und Kaliningrad und beansprucht derzeit eine Registrierung in Benin. Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes wurde sie 2006 gebaut. Das Portal War & Sanctions der Ukraine führt sie als Schiff, das russisches Rohöl und Erdölprodukte befördert, und verzeichnet Fälle, in denen das automatische Identifikationssystem abgeschaltet wurde. Es listet zudem frühere Anläufe in den russischen Häfen Primorsk und Ust-Luga auf.

Die USA sanktionierten das Schiff im Februar 2024, die EU nahm es im Juni 2024 in ihre Liste auf, danach folgten die Schweiz, Kanada, das Vereinigte Königreich, die Ukraine und Japan. Es gehört zu rund 700 Schiffen, die von EU-Sanktionen gegen Schiffe erfasst sind, denen der Transport russischen Öls vorgeworfen wird.

Westliche Regierungen sagen, Moskau stütze sich zunehmend auf ausländische Flaggen, verschachtelte Eigentümerstrukturen und wechselnde Schiffsnamen, um den Ölfluss aufrechtzuerhalten. Die DF Peak passt in dieses Muster: Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes fuhr sie unter mehreren Flaggen. Der Dienst bringt den Tanker mit Sovcomflot in Verbindung, der staatlich kontrollierten russischen Reederei.

Moskau nennt es Piraterie

Präsident Wladimir Putin hat Versuche, russisch verbundene Schiffe und ihre Ladungen zu beschlagnahmen oder zu behindern, als „Piraterie und Banditentum“ bezeichnet. Die russische Botschaft in Paris sagte der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, Frankreich verletze das Völkerrecht, indem es Handelsschiffe auf hoher See festhalte. Paris versuche, „Piraterie zu verschleiern, indem es sich auf die Bestimmungen der UN-Konvention beruft“. Macron sagte, der Einsatz sei im Einklang mit dem internationalen Seerecht erfolgt. Vautrin schrieb auf X: „Das Völkerrecht ist keine Option.“

Wie es weitergeht

Eine Entscheidung über die Beschlagnahme des Schiffes oder seiner Ladung wurde nicht bekannt gegeben. Die 21 Besatzungsmitglieder, die mehrere Staatsangehörigkeiten haben, blieben unter Aufsicht französischer Militärangehöriger an Bord.

Frankreich hat in diesem Jahr ähnliche Einsätze näher an der eigenen Küste durchgeführt. Im Juni fingen seine Kräfte den Tanker Tagor im Atlantik ab, wegen dessen angegebener kamerunischer Registrierung. Später im selben Monat enterten sie den Tanker Deliver nahe Sizilien. Das Entern vor Réunion fand weit entfernt von europäischen Gewässern statt, im Indischen Ozean.

Das Centre for Research on Energy and Clean Air berichtete am 25. September, Festsetzungen hätten die Zahl der Schattenflotten-Schiffe unter falscher Flagge zwischen dem vergangenen Oktober und Juni 2026 um mehr als die Hälfte verringert. Die EU hat die Beschränkungen für Schiffe schrittweise ausgeweitet, denen vorgeworfen wird, Russland beim Umgehen der Embargos und der Preisobergrenze für russisches Öl zu helfen.

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Quellen

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  1. 01French Navy Boards Russian Shadow Fleet Tanker 450 Miles South of Réunion IslandEN
  2. 02France intercepts oil tanker suspected of sailing under false flagEN
  3. 03France intercepts Russian 'shadow fleet' tanker in operation off Réunion IslandEN
  4. 04French navy intercepts and boards 'shadow fleet' ship, Macron saysEN
  5. 05French navy intercepts and boards 'shadow fleet' ship - VIDEOEN
  6. 06French Navy intercepts Russian shadow fleet tanker in Indian OceanEN
  7. 07France Boards Russian 'Shadow Fleet' Tanker Near Reunion IslandEN
  8. 08France Seizes Russian 'Shadow Fleet' Tanker Amid Oil Sanctions - Global Banking & Finance ReviewEN
  9. 09Russia and US seek to block plan for binding rules on autonomous weaponsEN
  10. 10October 2026 good for PV Production in Europe, but South of France and Ukraine missoutEN
  11. 11Ukraine’s drone strikes spur hasty Russian plans for underground data centersEN
  12. 12Cyberattack disrupts blood storage refrigeration systems in FranceEN
  13. 13Russian Police Arrest 3 Suspected VasyGrek Hackers, Dismantle Criminal InfrastructureEN
  14. 14Russia-Aligned Gorbag Hackers Exploit WinRAR Flaw to Deploy Data-Stealing MalwareEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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