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SiriusXM zahlt 726 Millionen Dollar Tantiemen und streitet mit der KI über den Streaming-Topf

SiriusXM hat im dritten Quartal 2026 nach eigenen am 29. Oktober veröffentlichten Zahlen 726 Millionen Dollar für Umsatzbeteiligungen und Tantiemen verbucht, das sind 33,7% des Gesamtumsatzes. In derselben Woche erklärten Universal Music Group, Sony Music Entertainment und DistroKid vor einem Gericht in Manhattan, sie stritten weiter über Daten zu KI-generierten Titeln.

KulturErklärtIngrid BauerVeröffentlicht: 4. November 20266 Min. LesezeitQuellen 11
SiriusXM zahlt 726 Millionen Dollar Tantiemen und streitet mit der KI über den Streaming-Topf

SiriusXMs Tantiemenrechnung frisst ein Drittel des Umsatzes

Die Kosten für Umsatzbeteiligungen und Tantiemen bei SiriusXM stiegen im dritten Quartal um 5 Millionen Dollar auf 726 Millionen Dollar. Das entspricht 33,7% des Gesamtumsatzes, nach 33,4% im Vorjahr, wie aus den am 29. Oktober veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Music Business Worldwide berichtete am 2. November über die Zahlen.

Wer ein Abo bezahlt, finanziert eine Aufteilung zwischen Plattform, Labels, Verlagen und Künstlern. Die Anteile verschieben sich mit den Abonnentenzahlen. Einen festen Satz pro Stream sieht kein Hörer, denn die Plattformen sammeln Abo- und Werbegeld ein und teilen es nach Höranteil auf. Offen bleibt, wie stark KI-generierte Musik diesen Topf verwässert.

Die Aufteilung innerhalb der Rechnung ist wichtig. Auf das Segment Satellit und Streaming von SiriusXM entfielen 392 Millionen Dollar, 2% mehr als im Vorjahr, während das Segment Pandora und Off-platform 334 Millionen Dollar zahlte, 1% weniger. Die Zuhörerschaft von Pandora schrumpft unter diesen Zahlungen. Der Dienst beendete den September mit 38,81 Millionen monatlich aktiven Nutzern, 6,6% weniger als die 41,56 Millionen ein Jahr zuvor, ein Rückgang um 2,75 Millionen. Die Zahl der Selbstzahler-Abonnenten von Pandora Plus und Premium betrug 5,51 Millionen, 177.000 weniger, und die werbefinanzierten Hörstunden sanken um 10% auf 2,25 Milliarden. Weniger Hörer, weniger zahlende Kunden, und eine Tantiemenrechnung, die trotzdem wuchs.

Der konsolidierte Umsatz sank von 2,159 Milliarden Dollar auf 2,153 Milliarden Dollar. Das Unternehmen machte einen Rückgang der Hardware-Erlöse um 16% dafür verantwortlich und brachte ihn mit den gestiegenen Kosten für Speicherbausteine in seinen Radiogeräten in Verbindung, während der Nettogewinn um 7% auf 317 Millionen Dollar stieg.

Der Satellitendienst selbst hielt sich. Er gewann im Quartal rund 5.000 Selbstzahler-Abonnenten, nach einem Nettoverlust von 40.000 im Vorjahr. Ende September zählte er 32,85 Millionen Abonnenten insgesamt, davon 31,26 Millionen Selbstzahler, bei einem durchschnittlichen Monatsumsatz pro Nutzer von 15,18 Dollar gegenüber 15,19 Dollar.

Die Seite der Labels wächst weiter

Universal Music Group meldete am 29. Oktober einen Umsatz von 3,394 Milliarden Euro für das dritte Quartal, 12,3% mehr als im Vorjahr. Die Erlöse aus bezahlten Konten im Tonträgergeschäft stiegen um 19,2%, werbefinanziertes Streaming legte um 4,7% zu, und der physische Verkauf stieg zu konstanten Wechselkursen um 17,4%. Den Großteil der Arbeit leisteten die bezahlten Abos.

Das Unternehmen führte das Ergebnis bei den bezahlten Abos auf höhere Großhandelspreise und stetiges Abonnentenwachstum zurück. Preis plus Menge: das ist der Motor.

Der IFPI Global Music Report 2026, veröffentlicht am 18. März 2026, bezifferte den Umsatz der Musikindustrie für 2025 auf 31,7 Milliarden Dollar, 6,4% mehr und das elfte Wachstumsjahr in Folge. Streaming trug mehr als 22 Milliarden Dollar bei, also 69,6% des Gesamten. Für bezahlte Dienste wurde ein Wachstum von 8,8% und ein Marktanteil von 52,4% prognostiziert, bei 837 Millionen Abonnenten weltweit. Zwei Drittel des Geschäfts laufen inzwischen durch eine einzige Leitung.

Wie aus einem Stream eine Zahlung wird

Die Dokumentation von Spotify für Künstler nennt zwei getrennte Tantiemen pro Anhören. Die Aufnahme-Tantiemen gehen an den Rechteinhaber der Aufnahme, meist ein Label oder einen Vertrieb. Die Verlags-Tantiemen gehen an den Songwriter und Komponisten und decken Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte ab.

Der Sänger ist nicht immer der Songwriter, und der Songwriter ist nicht immer der Rechteinhaber der Aufnahme. Spotify erklärt außerdem, dass es keinen festen Betrag pro Anhören zahlt, sondern über einen Streamshare-Mechanismus das eingenommene Geld aufteilt. Einen festen Satz pro Stream gibt es nicht.

Der Direktverkauf zeigt, wie groß die Lücke sein kann. Bandcamp verlangt eine Umsatzbeteiligung von 15% auf digitale Verkäufe, die nach 5.000 Dollar kumulierten Umsatzes auf 10% sinkt, und 10% auf physische Waren. Die Zahlungsabwicklung kommt mit 4% bis 6% pro Transaktion hinzu, sodass die Gesamtabzüge bei einem digitalen Verkauf vor dieser Schwelle bei etwa 19% bis 21% liegen. Ones To Watch schätzt, dass ein verkauftes Album für 10 Dollar ungefähr so viel einbringt wie 2.000 bis 3.000 Spotify-Streams.

Die kollektive Lizenzierung hat ihre eigene Rechnung. COSOTA, die Urheberrechtsgesellschaft Tansanias, gibt an, 70% der eingenommenen Lizenzgebühren an die Rechteinhaber auszuschütten und 30% für Verwaltungskosten zu verwenden. Sie nennt drei Verteilungsklassen: Rundfunk und öffentlicher Empfang von Sendungen, öffentliche Aufführungen einschließlich Musik in Geschäftsräumen sowie Filmvorführung und gewerbliche Vermietung von Videoaufzeichnungen.

Der KI-Streit darüber, wer im Topf mitgezählt wird

Universal Music Group, Sony Music Entertainment und DistroKid erklärten vor einem Bundesgericht in Manhattan, sie "arbeiten an einer Lösung" in ihrem Streit über die KI-Musikdaten von DistroKid. Der gemeinsame Schriftsatz wurde am 28. Oktober vom US-Bezirksrichter Arun Subramanian genehmigt. Der Schriftsatz sagt nicht, was eine Lösung umfassen würde.

Die Labels wollen Zahlen darüber, wie viele der Titel, die DistroKid an Streamingdienste liefert, als KI-generiert gekennzeichnet sind. Sie wollen außerdem die Streams und Tantiemen, die diese Titel eingebracht haben, und wie viele davon Suno zugeschrieben werden. Sie nutzen die Daten als Beweismittel gegen Suno.

In ihrem Antrag erklärten die Labels, DistroKid "weigert sich, auch nur ein einziges Dokument vorzulegen". Sie nannten das Unternehmen "einen der wichtigsten Kanäle, durch die der Streamingmarkt mit KI-generierten Aufnahmen überschwemmt wird". DistroKid gibt an, 30% bis 40% aller neuen Musik weltweit zu vertreiben. Digital Music News berichtete, dass die Frist für die Antwort vom 4. auf den 6. November verschoben wurde. Die Frist verschob sich um zwei Tage.

Der Einsatz im zugrunde liegenden Verfahren ist hoch. Die Klage gegen Suno, erstmals im Juni 2024 eingereicht, umfasst 560 Aufnahmen und verlangt bis zu 150.000 Dollar pro Werk, ein theoretisches Maximum von etwa 84 Millionen Dollar. Eine zweite Klage vom September umfasst weitere 60.202 Aufnahmen. Warner Music Group, ursprünglich Mitklägerin, einigte sich im November 2025 mit Suno.

Suno setzt auch Apple unter Druck. Das Unternehmen reichte am 27. Oktober einen Antrag ein, um Apples Versuch zu widersprechen, eine Vorladung zur Zeugenaussage zu blockieren, nachdem Apple am 13. Oktober ein kalifornisches Gericht gebeten hatte, diese zu blockieren. Suno hat eine schriftliche eidesstattliche Erklärung zu fünf von neun Themen akzeptiert und verlangt weiterhin eine mündliche Aussage zu vier Themen, darunter Apples Lizenzgespräche mit den beiden Labels.

Was als Nächstes passiert

Das Gericht in Manhattan hat noch nicht über den von den Labels vorgeschlagenen Beschluss entschieden. Die Labels hatten beantragt, DistroKid zu verpflichten, die Dokumente bis zum 30. Oktober herauszugeben.

SiriusXM hob die Prognose für das Gesamtjahr 2026 zum zweiten Quartal in Folge an. Das Unternehmen erhöhte die Erwartungen für Umsatz, bereinigtes EBITDA und freien Cashflow jeweils um 25 Millionen Dollar und rechnet nun mit einem Umsatz von etwa 8,55 Milliarden Dollar. Finanzvorstand Zac Coughlin führte das auf ein effizienteres Betriebsmodell und sinkende Investitionen in Satellitenkapital zurück. Das versetze das Unternehmen in die Lage, 2027 die Aktienrückkäufe auszuweiten.

Das 10-Q, das am selben Tag wie die Ergebnisse veröffentlicht wurde, behandelt eine Klage des Mechanical Licensing Collective von Februar 2024. Das Collective wirft Pandora vor, mechanische Tantiemen für seine kostenlose, werbefinanzierte Stufe zu niedrig gezahlt zu haben, die es als interaktiven Dienst einstuft. Diese Definition entscheidet, wer bezahlt wird.

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Quellen

11
  1. 01Pandora's monthly user base fell by 2.75m YoY in Q3, while SiriusXM's total revenue share and royalty costs rose to $726MEN
  2. 02When streaming becomes a 'gold mine' for the music industryEN
  3. 03UMG, Sony, and DistroKid tell court they are 'working on a resolution' in dispute over AI music data for Suno caseEN
  4. 04Suno fights to make Apple testify on whether Apple Music could survive without UMG and SonyEN
  5. 05DistroKid to Respond to UMG Subpoena Demand by November 6thEN
  6. 06Hit Songs, Empty Pockets? The Debate Over Music Royalties in TanzaniaEN
  7. 07Best Platforms for Independent Music Careers in 2026EN
  8. 08Chip Industry Technical Paper Roundup: Nov. 3EN
  9. 09What Europe Can Learn From China If It Wants To Save Its IndustryEN
  10. 10AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
  11. 11ASRock Industrial AI Box-A395 Review: Taking Strix Halo to WorkEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Ingrid Bauer

Ingrid Bauer

Kultur, Küche und Lebensstil

Ingrid Bauer schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Archivdokumente, historische Kochbücher und Gespräche mit Zeitzeugen. Bei Rezepten und Ernährungsratgebern prüft sie Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herkunftsbezeichnungen gegen offizielle Register. Für ihre Kulturbeiträge vergleicht sie Spielpläne, Ausstellungskataloge und Marktpreise und wartet auf die Saisonberichte der Landwirtschaftskammern. Ihr eigenes Brot backt sie im Holzofen, kauft auf Wochenmärkten und sammelt alte Kochbücher, was ihre Geschichten über regionale Küche und Handwerk prägt. Sie veröffentlicht keine unbelegten Zahlen und keine Rezepte ohne getestete Mengenangaben.

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