USA danken Trinidad und Tobago für erstes Nein zur Kuba-Resolution der UN
Die Vereinigten Staaten haben Trinidad und Tobago am 1. November dafür gedankt, dass das Land gegen die UN-Resolution zum Kuba-Embargo gestimmt hat. Port of Spain hatte vier Tage zuvor mit mehr als drei Jahrzehnten Unterstützung für den Text gebrochen.

Washington dankt Port of Spain
Der US-Staatssekretär Christopher Landau veröffentlichte den Dank auf X.
Landau schrieb, Washington "anerkenne und danke" der Regierung von Premierministerin Kamla Persad-Bissessar. Die Abstimmung vom 28. Oktober sei ein Zeichen der Unterstützung für "einen demokratischen Übergang in Kuba bei den Vereinten Nationen in diesem Jahr". Die USA seien "stolz, an der Seite von Trinidad und Tobago und anderen Demokratien der Region zu stehen, die das repressive kubanische Regime verurteilen". Landau fragte außerdem, wie Länder für eine Regierung stimmen könnten, die "es dem eigenen Volk seit fast 68 Jahren nicht erlaubt hat, zu wählen".
Persad-Bissessar antwortete, ihre Regierung verteidige Demokratie, Freiheit, Menschenwürde und das Recht aller Bürger, auch der Kubaner, ihre politische Zukunft selbst zu bestimmen.
Trinidad und Tobago stimmte am 28. Oktober ab. Das Land schloss sich Washington und 15 weiteren Staaten an, die gegen die Resolution votierten.
Warum die Abstimmung zählt
Die Resolution ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Das Embargo beruht auf US-Recht, darunter der Helms-Burton Act von 1996. An den US-Regeln für Reisen, Handel und Sanktionen gegenüber Kuba ändert die Abstimmung nichts. Der Text trägt den Titel "Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade".
Politisch hat sich das Stimmverhältnis verschoben. Die Generalversammlung nahm die Resolution zum 34. Mal in Folge an, mit 130 Ja-Stimmen gegenüber 165 im Jahr 2025. 17 Länder stimmten dagegen, 25 enthielten sich, nach sieben und zwölf ein Jahr zuvor. Trinidad und Tobago war den meisten Berichten zufolge das einzige CARICOM-Mitglied mit einem Nein. Jamaika, Guyana und Haiti enthielten sich, der Rest des Blocks stimmte zu oder blieb fern.
Ein Bruch mit 33 Jahren
Als die Resolution 1992 erstmals eingebracht wurde, enthielt sich Trinidad und Tobago. Von 1993 bis 2025 stimmte das Land dann jedes Jahr dafür. In diesem Jahr votierte es zum ersten Mal dagegen. Es war eines von zwölf Ländern, die 2025 mit Ja und 2026 mit Nein stimmten.
Im Jahr 2024 erhielt die Resolution 187 Ja-Stimmen und zwei Gegenstimmen.
Auf den Listen wurden die Bahamas, Belize, Grenada, St. Vincent und die Grenadinen, St. Kitts und Nevis sowie Suriname zu den Befürwortern des Textes gezählt. Antigua und Barbuda, Dominica und St. Lucia fehlten im Saal. Bei Barbados weichen die Berichte voneinander ab: Eine Liste führt das Land bei den Nein-Stimmen, eine andere bei den Ja-Stimmen.
Persad-Bissessars Verteidigung
Am 28. Oktober sagte die Premierministerin, der United National Congress "unterstütze das kubanische Volk", aber keine "Militärdiktatur". "Das kubanische Volk verdient Demokratie", schrieb sie.
Sie schloss sich dem Argument von US-Außenminister Marco Rubio an, Kuba brauche politische Reformen, bevor es aufblühen könne. Außerdem warf sie der kubanischen Führung und deren Familien vor, im Luxus zu leben, während gewöhnliche Kubaner unter Mangel leiden.
Zu Hause gab es Widerspruch. Der frühere Premierminister Keith Rowley nannte die Abstimmung "beschämend". Der frühere Außenminister Amery Browne nannte sie "schändlich". Elf ehemalige Regierungschefs der CARICOM hatten einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die Mitgliedstaaten aufforderten, die Resolution zu unterstützen. Persad-Bissessar warf den Unterzeichnern Heuchelei vor und sagte, sie würden dasselbe System zu Hause nicht akzeptieren.
Was die Abstimmung nicht klärt
Die Regierung hat nicht gesagt, ob die Vereinigten Staaten den Kurswechsel verlangt haben. Der Außenminister hatte die Entscheidung nicht erklärt. Ob der Bruch die Abstimmung im nächsten Jahr übersteht und ob andere karibische Regierungen folgen, ist offen.
Quellen
14- 01CARICOM Divided: Trinidad and Tobago votes against removing US embargo on CubaEN
- 02CARICOM divided as Trinidad votes against UN resolution on Cuba embargoEN
- 03"We are proud": The U.S. celebrates Trinidad and Tobago's shift in favor of democratic changes in CubaEN
- 04Trinidad PM defends vote against UN resolution on Cuba embargoEN
- 05U.S. Praises Trinidad and Tobago's Support for Democratic Reforms in CubaEN
- 06T&T – Votes Against UN Resolution to End US Embargo on Cuba for First Time in 33 YearsEN
- 07T&T – PM Defends UN Vote Supporting US Embargo on CubaEN
- 08Trinidad and Tobago's Prime Minister Defends Vote Against UN Resolution on CubaEN
- 09Prime Minister of Trinidad and Tobago after the UN vote: "We do not support a military dictatorship" in CubaEN
- 10T&T breaks with 30+ year record, votes against Cuba embargo resolutionEN
- 11130 Nations Back Cuba as Trinidad Says NoEN
- 12Antigua and Barbuda records no vote on Cuba embargo despite past solidarity - Antigua Observer NewspaperEN
- 13UN: Morocco votes UN against Ending U.S. Embargo on Cuba, Supporter of Algeria-Backed Polisario Militias - The North Africa PostEN
- 14Thomas Denounces Regional Shifts in UN Cuba Vote - St Vincent TimesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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