Waymo führt Robotaxi-Index an; ASI und SoftBank gründen Joint Venture
Waymo steht mit 86,7 Punkten an der Spitze des Road to Autonomy Robotaxi Index, ein Plus von 2,7, in einer vor 12 Stunden veröffentlichten Momentaufnahme. Eine Studie von Cox Automotive aus dieser Woche zeigt: 55 Prozent der Amerikaner würden in ein Robotaxi einsteigen, aber nur 18 Prozent haben es bisher getan.

Der vor 12 Stunden aktualisierte Road to Autonomy Robotaxi Index setzt Waymo auf 86,7, ein Plus von 2,7 im Wochenvergleich. Dahinter folgen Baidu Apollo Go mit 80,9 und WeRide mit 75,3. Der zusammengesetzte Robotaxi Confidence Index liegt bei 57,5, ein Minus von 0,1.
Das ist die jüngste harte Zahl im Dossier, und sie rahmt alles andere in den Autonomie-Nachrichten dieser Woche. Es ist eine Rangliste eines externen Anbieters, keine geprüfte Finanzangabe. Die Platzierung ist Stimmung, nicht Umsatz. Die Spanne zählt: Zwischen dem ersten und dem letzten Platz der rund 40 Namen liegen 86,7 und 2,9.
Die Nachfrage wächst, die Nutzung nicht
Eine Studie von Cox Automotive, über die CBT News vor 12 Stunden berichtete, ergab: 55 Prozent der Amerikaner würden in ein Robotaxi einsteigen, aber nur 18 Prozent haben es getan. Die Bekanntheit liegt landesweit bei 70 Prozent und in Städten mit autonomen Diensten bei 89 Prozent. Dort steigt die Nutzung auf 33 Prozent, jeder dritte Einwohner ist also schon mitgefahren. Das Unbehagen über einen fehlenden menschlichen Fahrer ist für 61 Prozent der Nichtnutzer die größte Hürde, heißt es in der Studie. Dieselbe Untersuchung, die 2026 Cox Automotive Autonomous Vehicle Study, markiert zehn Jahre seit der ersten Messung der Einstellungen zu dieser Technologie.
Weitere Zahlen daraus: Der Besitz von Fahrzeugen der Stufen 2 und 3 hat sich in einem Jahrzehnt fast verdreifacht, von 12 auf 34 Prozent. Die Vertrautheit der Verbraucher mit autonomen Fahrzeugen stieg von 40 Prozent im Jahr 2016 auf heute 58 Prozent.
Das Interesse an einem vollständig fahrerlosen Fahrzeug der Stufe 5 fiel von 17 auf 10 Prozent. Stufe 4 bleibt mit 28 Prozent die attraktivste Option, nach 30 Prozent im Jahr 2016. Und 46 Prozent erwarten vollautonome Fahrzeuge zu ihren Lebzeiten, nach 37 Prozent im Jahr 2021.
Vanessa Ton, Senior Manager of Market and Customer Research bei Cox Automotive, sagt, Sicherheitsbedenken und viel beachtete Zwischenfälle hätten den Fortschritt gebremst. Die wachsende Akzeptanz von Robotaxis zeige zugleich, dass sich die Einstellungen ändern.
Achten Sie auf die Richtung. Derselbe Bericht, der eine steigende Vertrautheit zeigt, zeigt auch eine Abkühlung gegenüber der extremsten Form der Autonomie. Käufer wollen selbst fahren können, und das ist nicht das Angebot eines Robotaxi-Betreibers.
SoftBank steckt 225 Millionen Dollar in die Baubranche
Am Mittwoch meldete The Robot Report, dass Autonomous Solutions Inc., kurz ASI, und die SoftBank Group Corp. ein Joint Venture angekündigt haben, um markenunabhängige autonome Baumaschinen zu vermarkten. SoftBank hat ASI im Rahmen der Zusammenarbeit 225 Millionen Dollar an neuen Mitteln bereitgestellt. ASI wurde 2000 gegründet und sitzt in Mendon, Utah. Das Mobius-System des Unternehmens steuert gemischte Flotten aus Muldenkippern, Planierraupen, Radladern und Verdichtern. Nach Angaben des Unternehmens läuft es bereits im Produktivbetrieb im Schwerbau, in der Landwirtschaft, in der Logistik und im Landschaftsbau für Fortune-500-Kunden.
Mel Torrie, CEO von ASI, sagte gegenüber The Robot Report, große Infrastrukturprojekte entstünden in einem Tempo und einer Komplexität, mit denen traditionelle, arbeitsintensive Methoden kaum Schritt halten könnten. Qualifizierte Maschinenführer seien schwer zu finden.
"Dieses Joint Venture mit SoftBank positioniert ASI an der Spitze der autonomen Bauinnovation, gebaut für Skalierung, ausgelegt auf Langlebigkeit und offen für jede große Maschinenmarke auf der Baustelle", sagte Torrie.
Torrie soll am 20. Oktober auf der RoboBusiness 2026 sprechen. Der erklärte Schwerpunkt des Joint Ventures ist die Entwicklung und Vermarktung autonomer Baumaschinen für große Infrastrukturprojekte, das Geld soll den Ausbau des Geschäfts von ASI finanzieren. Das ist ein anderer Markt als Robotaxis, mit anderer Regulierung und Bauunternehmen statt Fahrgästen als Kunden. Nach den Belegen dieser Woche ist er auch leichter zu verkaufen.
AstroForge setzt dieselbe Wette im Orbit
SpaceNews berichtete am 30. September, das Bergbauunternehmen AstroForge wolle im nächsten Jahr eine Sonde fliegen lassen, um zu testen, ob sie mit künstlicher Intelligenz vollständig autonom arbeiten kann. Ein Startdatum nennt das Unternehmen nicht, nur 2027.
Blendet man den Schauplatz aus, ist das Muster vertraut: Ein Unternehmen, das nicht genug qualifizierte Bediener findet oder gar keinen Menschen einbinden kann, verlagert die Entscheidungen in die Software. Der Weltraum ist die reinste Form dieses Arguments, denn dort gibt es keinen Fahrersitz, über den man streiten könnte.
Die Verlierer des Index und die Politik
Zurück zum Index: Die Bewegungen über sieben Tage sind ungleichmäßig. Neolix gewann 10,5 Punkte auf 66,4, Momenta legte 8,0 auf 53,9 zu, Kodiak 6,1 auf 54,0. Der Zuwachs von Waymo um 2,7 ist prozentual klein, aber der höchste absolute Wert im Feld, mit 5,8 Punkten Vorsprung. Auf der anderen Seite fiel Didi Autonomous Driving um 8,1 auf 47,7, DoorDash Dot verlor 5,6 auf 48,5, Aurora gab 2,4 auf 51,5 nach, und Bot Auto rutschte um 2,5 auf 36,5. Tesla liegt bei 50,5, ein Plus von 1,7.
Die Indexseite listet außerdem kommerzielle Partnerschaften nach Plattform auf und trennt die Beziehungen zu Uber, Lyft, Grab und Bolt in exklusive, marktexklusive und nicht exklusive Kategorien. Welche Unternehmen welche halten, steht dort nicht, die Liste ist also als Systematik zu lesen, nicht als Bilanz der Deals.
Parallel wächst der regulatorische Druck. Zu den jüngsten Schlagzeilen, hier als Kontext und nicht als belegter Fakt vermerkt, gehören ein Vorschlag des Stadtrats von Minneapolis, menschliche Fahrer in Robotaxis vorzuschreiben, über den Minnesota Reformer am 30. September berichtete, und ein chinesischer Gesetzentwurf, der Autohersteller oder Importeure verpflichten würde, Verkehrsverstöße im vollautonomen Betrieb zu ahnden. Die Meldungen über Einsätze reißen nicht ab. Waymo bereitet Berichten zufolge Tests in Berlin vor einem Start 2027 vor sowie einen Start in München bis Ende 2027, laut der Kategorieseite für autonomes Fahren von EVMagz. Der Flughafen Zürich setzt mit WeRide zwei vollautomatische Elektro-Shuttles ein, ohne Fahrer oder Sicherheitspersonal an Bord. Wayve und Uber haben in London einen überwachten autonomen Fahrdienst gestartet. Kodiak AI peilt bis Ende 2026 einen unbeaufsichtigten fahrerlosen Fernverkehr zwischen Dallas und Houston an, und Aurora erwartet mehr als 30.000 selbstfahrende Lastwagen mit 5 Milliarden Dollar Umsatz bis 2030.
Wie viel davon Realität wird, ist die offene Frage. Die Daten von Cox legen nahe, dass nicht Neugier die Hürde ist, sondern Zugang: 55 Prozent sagen, sie würden mitfahren, und nur 18 Prozent hatten die Gelegenheit. Jede Stadt, die einen Dienst eröffnet, verschiebt die zweite Zahl. Die erste ist bereits gesichert.
Quellen
5- 01The Road to Autonomy Robotaxi IndexEN
- 02Robotaxi rides winning over autonomous vehicle skeptics, study findsEN
- 03Tackling construction labor shortages: ASI and SoftBank partner on autonomous fleetsEN
- 04AstroForge to test full spacecraft autonomy using AIEN
- 05Autonomous Driving News - Self-Driving EV Technology & Mobility UpdatesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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