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Apples Speicherwarnung trifft die Märkte, während Kühlschrank-Hacks und 1,3 Mrd. Euro an Deals eine nervöse Woche prägen

Apple hat Anleger am 3. November darüber informiert, dass die Preise für Speicherchips mit einer "beispiellosen" Geschwindigkeit steigen. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel, und europäische Technologiewerte gaben einen Tag nach Cyberangriffen nach, die von Belgien bis Irland die Temperaturen in Kühlschränken steigen ließen.

KonjunkturErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 3. November 20263 Min. LesezeitQuellen 11
Apples Speicherwarnung trifft die Märkte, während Kühlschrank-Hacks und 1,3 Mrd. Euro an Deals eine nervöse Woche prägen

Der Speicherengpass ist die eigentliche Geschichte. Apples neuer Vorstandsvorsitzender John Ternus sagte in einer Telefonkonferenz, "was wir derzeit bei den Speicherpreisen sehen, ist beispiellos". Er rechnete damit, dass die Speicherkosten im vierten Quartal höher ausfallen würden als in den drei Monaten zuvor, wie The Guardian am 3. November berichtete. Die Apple-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 2,75%, nachdem das Unternehmen gewarnt hatte, die Kosten würden die Margen belasten.

Hintergrund ist ein Nachfrageschub durch KI-Rechenzentren, den die Branche inzwischen "RAMageddon" nennt. Apple hat die Preise bereits erhöht, im Juni für iPads und MacBooks und im September für iPhones. Ternus sagte, diese Erhöhungen hätten dem Unternehmen "einen gewissen Ausgleich" verschafft. Für den Zeitraum Juli bis September meldete Apple einen Gewinn von 30.710.000.000 Dollar oder 2,10 Dollar je Aktie. Das waren 12% mehr als die 27.470.000.000 Dollar oder 1,85 Dollar je Aktie ein Jahr zuvor. Apple erklärte, im Gewinn seien fünf Cent je Aktie aus Zollrückerstattungen enthalten. Von FactSet befragte Analysten hatten 1,99 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 113.400.000.000 Dollar erwartet.

Was die Zahlen sagen und was nicht

Apples Ergebnisse seien "in Ordnung, wenn auch eher enttäuschend", sagte Ben Barringer, Leiter der Technologieforschung bei Quilter Cheviot, dem Guardian.

Der Umsatz stieg um 12%, getragen vom iPhone-Absatz und vom Mac Mini, wobei Barringer das Wachstum in China als stark bezeichnete. iPad und Wearables enttäuschten, und das Dienstleistungsgeschäft wuchs um 10%, unter dem Konzerndurchschnitt. Jacob Bourne von Emarketer nannte Apples "zurückhaltenden Ansatz" bei Investitionen in KI-Infrastruktur als Faktor dafür, dass der Cashflow erhalten blieb. Die Speicherwarnung trifft auf einen ohnehin nervösen Markt. Separate Berichte vermerken fallende europäische Aktien, weil Apples Margenwarnung eine globale Talfahrt der Techwerte auslöste. Diese Marktberichte sind Kontext und nicht der Aufhänger hier.

Der Inflationsdruck beschränkt sich nicht auf Unterhaltungselektronik. Am 3. November kündigten Bull und Schwarz Digits eine Absichtserklärung an, um ein europäisches Ökosystem für KI- und Cloud-Infrastruktur aufzubauen. Schwarz Digits bringt seine STACKIT-Cloud ein, und Bull will sein Werk in Angers für die KI-Produktion im Rack-Maßstab nutzen, wie HPCwire berichtete. Das Versprechen lautet Souveränität und Kontrolle über Daten. Die Ökonomie ist dieselbe, die die Speicherpreise treibt: ein Ringen um Rechenkapazität, die nicht billiger wird.

Der Kühlschrank-Angriff und die Warnung einer Cyberbehörde

Am Montag meldeten Supermärkte in Belgien, Estland, Irland, Finnland, Luxemburg, den Niederlanden und Schweden Probleme mit ihren Kühlsystemen. Die Temperaturen stiegen auf bis zu 50C (122F), wie The Guardian am 3. November berichtete.

Ahold Delhaize erklärte, Dutzende seiner Delhaize-Filialen in Belgien und Luxemburg seien betroffen gewesen, und Lebensmittel hätten entsorgt werden müssen. Die Colruyt Group sagte, fünf Spar-Filialen in Belgien seien Ziel von Angriffen gewesen. Carrefour teilte der BBC mit, 15 belgische Filialen seien angegriffen worden. Intermarché erklärte, 15 seiner 153 belgischen Filialen seien betroffen gewesen, wie CNBC am 3. November berichtete. IKEA sagte, ein Vorfall habe zwischen Sonntag und Montag Kühlschränke und Gefriertruhen in seiner Filiale in Mons betroffen. ICA in Schweden bestätigte einen Vorfall in einer begrenzten Zahl von Filialen, und zwar in Netzwerken außerhalb der zentralen Systeme.

Das britische National Cyber Security Centre erklärte, es arbeite mit den betroffenen Unternehmen zusammen, und die Auswirkungen auf nationaler Ebene seien minimal. Sein Vorstandsvorsitzender Richard Horne bezeichnete die Kühlschrank-Angriffe als die "Ausläufer" einer größeren Cyberbedrohung.

Xavier Bellekens, Vorstandsvorsitzender des Cyberabwehrunternehmens Lupovis, sagte dem Guardian, sein Unternehmen habe zwischen dem 20. Oktober und dem 30. Oktober 256 versuchte Angriffe aus 91 verschiedenen Quellen registriert. Die Angriffe richteten sich gegen Honeypot-Systeme, die Danfoss-Kühlschranksteuerungen nachahmten. Die meisten Authentifizierungsversuche nutzten die werkseitigen Standardzugangsdaten des Herstellers.

Das Geld floss weiter. Tech.eu berichtete am 3. November, das portugiesische Startup Granter habe 1.600.000 Euro eingesammelt, um seine KI-Plattform für Anträge auf öffentliche Förderung auszubauen. Am 2. November meldete Tech.eu, Roleo, gegründet vom Veriff-Mitgründer Janer Gorohhov, habe 2.900.000 Euro eingesammelt. Die wöchentliche Übersicht von Tech.eu vom 2. November zählte mehr als 60 Deals im Wert von über 1.300.000.000 Euro in ganz Europa in der vergangenen Woche. Auf KI entfielen davon 815.600.000 Euro und auf das Vereinigte Königreich 1.000.000.000 Euro. Billigere Hardware steht nicht auf dieser Liste.

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Quellen

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  1. 01Apple warns of 'unprecedented' rise in memory chip pricesEN
  2. 02Freezers of UK meat suppliers heat up after cyber-attacks in EuropeEN
  3. 03Supermarket fridges hit with cyberattacks across EuropeEN
  4. 04Supermarket freezers across Europe struck in second crippling cyberattackEN
  5. 05Bull and Schwarz Digits Sign MOU to Develop European AI InfrastructureEN
  6. 06Portuguese AI startup Granter bags €1.6M to expand across EuropeEN
  7. 07Veriff co-founder's Roleo raises €2.9M to expand AI career agent across EuropeEN
  8. 08European tech weekly recap: Over €1.3B invested across 60+ dealsEN
  9. 09Mercedes-Benz Is Giving Up On Its EV Charging Network In EuropeEN
  10. 10How Europe's battery passport could have a big impact on US e-bikesEN
  11. 11The ETS Investment Engine: Scaling Europe's Strategic E-fuel MarketEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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