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Drax und Brookfield unterzeichnen Rahmenvertrag für 1-GW-Rechenzentrum am Standort Drax Power Station

Die Drax Group hat am 3. November eine Vereinbarung mit Brookfield und Radiant unterzeichnet. Am Kraftwerksstandort Drax Power Station in North Yorkshire soll ein Rechenzentrum mit mehr als 1 GW Leistung entstehen. Eine erste Phase von bis zu 100 MW soll Anfang 2028 in Betrieb gehen. Brookfield schätzt, dass die Gesamtinvestition 20.000.000.000 Pfund übersteigen könnte.

KI & ModelleAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Drax und Brookfield unterzeichnen Rahmenvertrag für 1-GW-Rechenzentrum am Standort Drax Power Station

Drax unterzeichnet einen 1-GW-Rahmenvertrag mit Brookfield und Radiant

Die Drax Group hat am 3. November eine Vereinbarung mit Brookfield und Radiant unterzeichnet. Am Kraftwerksstandort Drax Power Station in North Yorkshire soll ein Rechenzentrum entstehen. Die Partner streben mehr als 1 GW Kapazität an. Eine erste Phase von bis zu 100 MW soll ab dem ersten Quartal 2028 in Betrieb sein.

Brookfield schätzt die Gesamtinvestition auf möglicherweise mehr als 20.000.000.000 Pfund, einschließlich Chips und anderer Rechentechnik. Auf die erste Phase entfallen davon rund 2.500.000.000 Pfund. Der erste Abschnitt von 100 MW macht damit etwa ein Zehntel der späteren Gesamtkapazität und ein Achtel der genannten Gesamtsumme aus. Eine endgültige Investitionsentscheidung ist nicht bekannt. Die erste Phase braucht noch Genehmigungen für Bauplanung, Regulierung und Netzanschluss sowie Zusagen von Kunden.

Bei Anlegern kam das an. Die Drax-Aktie stieg bis 10.30 Uhr GMT am Dienstag um 8,59 Prozent auf 878,50 Pence.

Warum sich die Stromverträge ändern

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. In Northern Virginia dauert es nach Angaben der Internationalen Energieagentur etwa sieben Jahre, bis 100 MW ans Netz gehen.

Warteschlangen im Netz kosten Betreiber Geschäfte. Microsoft stieg als Ankermieter für das Rechenzentrum von Nscale in Loughton in England aus. Der örtliche Versorger hatte mitgeteilt, erst Anfang bis Mitte der 2030er Jahre genug Strom liefern zu können. Bis April dieses Jahres war die Hälfte aller Rechenzentrumsprojekte abgesagt oder verzögert, teils aus Mangel an Strom. Die Prognosen steigen weiter. Ein Bericht vom Juli 2026 sagte voraus, dass Rechenzentren bis 2035 20 Prozent des gesamten US-Stroms verbrauchen würden. Das ist ein Anstieg um 83 Prozent gegenüber derselben Prognose sieben Monate zuvor.

OpenAI erklärte, die US-Kapazität für Rechenzentren werde bis 2030 voraussichtlich 100 GW übersteigen. Am 3. November startete das Unternehmen sein unverbindliches Grid Protectors Program. Es soll die Nachfrage künftiger Standorte in belasteten Netzen senken und bietet bis zu 1 GW flexible Nachfragereaktion an.

Hinter dem Zähler und Stromerzeugung vor Ort

Spätere Phasen des Drax-Projekts sehen zwischen 2028 und 2031 etwa 500 MW vor. Diese Leistung soll hinter dem Zähler aus den Generatoren von Drax über langfristige Stromabnahmeverträge geliefert werden. Diese Lieferung müsste von der britischen Regierung und der Low Carbon Contracts Company genehmigt werden. Drax bezeichnet die Ausbaupläne als Ambitionen, nicht als verbindliche Vorhaben.

Die Politik bewegt sich in dieselbe Richtung. Der British Data Centre Covenant, am 28. Oktober von John Healey im Haushalt angekündigt, gibt kritischen Rechenzentren vorrangigen Netzzugang. Er erlaubt ihnen außerdem, eigene Erzeugung vor Ort zu bauen, während sie auf einen Anschluss warten. Im Gegenzug müssen die Entwickler in lokale Gemeinden investieren, Arbeitsplätze schaffen und die örtliche Wasserversorgung schützen.

Kosten, CO2 und die Verbindung zur Biomasse

In Drax ist die Stromfrage mit der Subvention verknüpft. Im November 2025 unterzeichnete das Unternehmen mit der britischen Regierung einen Contract for Difference für etwa 6 TWh Biomasseerzeugung pro Jahr von April 2027 bis März 2031. Er enthält einen Mechanismus, mit dem in diesem Zeitraum bis zu 500 MW einem Rechenzentrum zugeteilt werden können. Analysten von JPMorgan sagten, die Partnerschaft könnte die Erwartung stärken, dass das Kraftwerk auch nach dem Auslaufen des Programms im März 2031 weiterläuft. Die Beteiligung von Brookfield verleihe dem Glaubwürdigkeit, berichtete Investing.com.

Die Erzeugung vor Ort hat eigene Kosten. Umgebaute Strahltriebwerke, die manche Rechenzentren inzwischen nutzen, sind weniger effizient und verursachen mehr Schadstoffe als Turbinen für konventionelle Gaskraftwerke, berichtet die New York Times. xAI hat in Mississippi acht umgebaute Strahltriebwerke installiert. Die Genehmigungen erlauben einen um 25 Prozent höheren Grenzwert für flüchtige organische Verbindungen, und das Southern Environmental Law Center hat die Genehmigung angefochten.

Wie es weitergeht

Ein Bauantrag für die erste Phase wird vorbereitet. Die öffentliche Anhörung soll im November 2026 beginnen. Der kommerzielle Betrieb der ersten 100 MW ist für Anfang 2028 geplant, vorbehaltlich der Genehmigungen und der Sicherung eines Mieters.

Die zweite Phase mit etwa 500 MW ist für 2028 bis 2031 vorgesehen. Eine dritte würde nach 2031 geprüft.

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Quellen

28
  1. 01Drax Power Station could host a £20 billion AI data centre under a new Brookfield and Radiant deal - MarketScaleEN
  2. 02Drax inks deal with Brookfield for potential £20bn AI data centre project - Sharecast.comEN
  3. 03Data centers are turning to old jet engines as the wait for power growsEN
  4. 04xAI installs eight converted jet engines to power Mississippi data centerEN
  5. 05OpenAI launches 'Grid Protectors Program' to reduce data center electricity demand when the US grid is under strainEN
  6. 06Budget 2026: Healey unveils data centre deal in bid to keep Britain's AI data in the UK - City AMEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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