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Flocks Notfall-Drohnen verbreiten sich in US-Städten, während Regulierer und Datenschutzaktivisten widersprechen

Flocks System Drones-as-First-Responder, das ferngesteuerte Drohnen von Dachplattformen aus auf 911-Rufe startet, wird laut einem Bericht von Tom's Hardware vom 2. Oktober in mindestens fünf US-Städten getestet oder vertraglich vereinbart.

TechnologieErklärtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 2. Oktober 20265 Min. LesezeitQuellen 9
Flocks Notfall-Drohnen verbreiten sich in US-Städten, während Regulierer und Datenschutzaktivisten widersprechen

Flocks System Drones-as-First-Responder (DFR) wird laut einem Bericht von Tom's Hardware vom 2. Oktober in mindestens fünf US-Städten getestet oder vertraglich vereinbart. Das System startet ferngesteuerte Drohnen von Dachplattformen und integriert sie in die Notfallzentralen. So können sie auf 911-Rufe, Kfz-Kennzeichen-Erkennungen oder Schussalarme reagieren. Im Flug übermitteln die Drohnen Live-Bilder an Disponenten und Beamte vor Ort.

Fort Worth berichtete, dass die Drohne während eines zweimonatigen Pilots auf 162 Notfall-911-Rufe ausgerückt wurde. Die durchschnittliche Reaktionszeit betrug 112 Sekunden. Sie war bei 76 dieser Einsätze die erste am Ort und erlaubte den Behörden, 11 Fälle ohne den Einsatz von Beamten zu lösen. Die Stadt betonte, dass die Drohnen nur auf Rufe reagieren und nicht patrouillieren. Ihre Kameras sind bis zum Erreichen des Einsatzorts auf den Horizont gerichtet. Die Liste der Städte, die das System prüfen, testen oder beauftragen, umfasst laut Tom's Hardware Fort Worth (Texas), Castle Rock (Colorado), Dunwoody (Georgia), Fulton County (Georgia) und Middletown (Connecticut).

Flock erhielt die Drohnenkompetenz durch die Übernahme von Aerodome, das Drohnen mit HD-Video, Thermalkameras und anderen Bordsensoren verkauft. Tom's Hardware merkte auch an, dass mindestens ein Startup eine mit Starlink verbundene Notfall-Drohne bewirbt, die außerhalb des Abdeckungsbereichs ihrer Basisstation arbeiten kann. Das Unternehmen sei kürzlich von Kontroversen umgeben, hieß es im Bericht, ohne im verfügbaren Auszug weitere Details zu nennen.

Regulierung hinkt hinterher

Die Ausbreitung von DFR-Systemen kommt, während Regulierer auf beiden Seiten des Atlantiks versuchen herauszufinden, wie autonome und ferngesteuerte Luftfahrzeuge in die bestehenden Luftraumregeln passen. In Europa bleibt die Kollision zwischen KI und U-space, dem europäischen Rahmen für die Verwaltung des unbemannten Flugverkehrs, laut einer Schlagzeile von Unmanned airspace vom 28. September ungelöst. Derselbe Verlag berichtete am 30. September, dass Katar seine Luftraumverwaltung mit einem umfassenden neuen Satz von Drohnenvorschriften modernisiert habe. Am 28. September hieß es zudem, dass Estland seinen Drohnen-Roadmap in die Tat umgesetzt habe.

In den USA testete das Department of Homeland Security Anti-Drohnen-Technologie mit staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden, berichtete Dronelife am 2. Oktober. Das FBI gab am 30. September eine strenge Warnung vor Drohnen-Verbotszonen für die Albuquerque International Balloon Fiesta 2026 heraus, so ladailypost.com. Und Northglenn (Colorado) plant die ersten Lieferdrohnen-Regelungen in der Denver-Metropolregion, berichtete Westword am 29. September.

Der Berliner Flughafen in Deutschland setzte ein Drohnerkennungssystem inmitten von Luftraumstörungen ein, berichtete streamlinefeed.co.ke am 30. September. Der Markt für Anti-Drohnen-Systeme soll laut einem Marktbericht vom 29. September von 4.800.000.000 US-Dollar in 2026 auf 12.600.000.000 US-Dollar bis 2036 wachsen.

Patentstreit und ein Markt von 150.000.000.000 US-Dollar

Unterhalb des regulatorischen Ringens verschärft sich der industrielle Wettbewerb um die Dronentechnologie. Chinesische Unternehmen stellten 2024 für 44 Prozent der weltweit eingereichten Drohnenpatente, während amerikanische Firmen bei 17 Prozent lagen. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie von LexisNexis, über die der South China Morning Post am 1. Oktober berichtete. Nach Wert gemessen waren US-Drohnenpatente jedoch mit denen Chinas auf Augenhöhe. Das macht die beiden Länder im globalen Gesamtwert der Patentvermögen nahezu gleichwertig, so LexisNexis.

DJI, der Marktführer aus Shenzhen, hält laut der Studie nur noch 4 Prozent der gesamten Patentvermögen der Branche. Das ist knapp vor US-Firmen wie Boeing und Amazon. Zum Vergleich: Ende 2018 lag der Anteil bei rund 24 Prozent. Damals besaß DJI mehr Patente als alle anderen Top-10-Firmen zusammen. Der Markt für zivile unbemannte Luftfahrtsysteme soll laut dem SCMP-Bericht zwischen 2023 und 2032 auf 150.000.000.000 US-Dollar anwachsen.

Parallele Kämpfe: Sensoren, Stablecoins, Gaskraftwerke

Die Regulierung formt auch das automotivische Sensing um, das Lieferketten und Frequenzbänder mit Dronensystemen teilt. Auf der AutoSens und InCabin Europe 2026 in Barcelona versammelten sich laut EE Times am 2. Oktober mehr als 1.000 Ingenieure, Manager und Halbleiter-Experten. Sie prüften, wie Sicherheits- und Wahrnehmungsregeln das Sensordesign beeinflussen. Die Euro NCAP 2026-Protokolle Europas legen mehr Wert auf die Überwachung von Fahrern und Insassen. Dazu gehören die Erkennung von Kindern und Beeinträchtigungen. Das zwingt Zulieferer, Kameras mit RF-Sensing wie UWB und mmWave-Radar zu kombinieren.

Calterah demonstrierte seinen Dubhe CAL1106AQ SoC. Das Unternehmen bezeichnete ihn als erste Implementierung des IEEE 802.15.4ab-Sensings in einem FiRa 4.0-zertifizierten 2T4R UWB-Chip. Er ist in der Lage, winzige Bewegungen wie die Brust eines atemenden Säuglings ohne eine separate mmWave-Einheit zu erkennen, so EE Times. Infineon zeigte seine XENSIV 60 GHz Radar-Evaluationsmodule. OmniVision demonstrierte den OX05C1S GS HDR-Sensor mit einem um 30 Prozent kleineren Gehäuse. Aptiv erklärte, dass seine kamerabasierte Software für die fortgeschrittene Insassenklassifizierung 100 Prozent Genauigkeit in den Tests nach dem Federal Motor Vehicle Safety Standard 208 erreichte.

Unterdessen forderte der Federal Reserve Board am 24. September öffentliche Kommentare zu zwei Vorschlägen für den Aufbau eines Regulierungsrahmens. Dieser soll Payment-Stablecoin-Ausgeber unter der Aufsicht des Boards regeln, basierend auf dem GENIUS Act. Der erste Vorschlag würde eine vollständige Deckung mit zulässigen Reservenvermögen wie kurzfristigen Schatzanweisungen verlangen. Er legt auch Kapital- und Risikomanagementstandards fest. Der zweite würde einen maßgeschneiderten Antragsprozess für Banken schaffen, die Stablecoins ausgeben möchten. Die Kommentierungsfrist endet 60 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register.

Und in North Carolina lehnte die staatliche Utilities Commission am 21. September den Antrag von Duke Energy auf ein 255-Megawatt-Gaskraftwerk im Richmond County ab. Die Anlage soll geschätzte 584.000.000 US-Dollar kosten und teilweise der Nachfrage von Rechenzentren dienen, berichtete Canary Media. Die 23-seitige Anordnung erklärte, der erwartete Lastzuwachs sei nicht zuverlässig genug, um eine Genehmigung jetzt zu rechtfertigen. Sie wies Duke an darzulegen, wie neue Erzeugungskapazitäten mit dem White House Ratepayer Protection Pledge vereinbar seien. Die Entscheidung fiel, während New York und Texas einige Rechenzentrumsprojekte pausierten. Der Gouverneur von Pennsylvania unterzeichnete eine Executive Order zu Rechenzentrumsanforderungen. Der Gouverneur von Virginia stellte Verbraucher- und Umweltvorschläge vor.

Für Dronenbetreiber ist der rote Faden derselbe: Die Hardware und die Software kommen schneller, als die Regeln, die festlegen, wo sie fliegen dürfen, wer die Aufnahmen sehen darf und wer zahlt, wenn etwas schiefgeht.

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Quellen

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  1. 01Flock drones with cameras deployed as first responders in some US cities amid privacy concernsEN
  2. 02China leads drone patent volume but US matches quality as start-ups drive innovation: studyEN
  3. 03AutoSens 2026: Regulation Drives Automotive Sensing ArchitecturesEN
  4. 04Federal Reserve Board requests public comment on two proposals related to establishing a regulatory framework for Board-supervised payment stablecoin issuers unEN
  5. 05Duke Energy wants to build a new gas plant. Regulators said not so fast.EN
  6. 06Designing Layered Drone Defenses for Data CentersEN
  7. 07US regulators back multi-cancer blood test – but Hong Kong doctors remain cautiousEN
  8. 08Four forces set to reshape technology in 2027 – OmdiaEN
  9. 09DeepSeek effect? How China's quant funds thrive amid tight regulatory scrutinyEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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