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Foundation for American Innovation reicht Amicus-Curiae-Schriftsatz für OpenAI im Urheberrechts-MDL ein

Die Foundation for American Innovation hat im konsolidierten Urheberrechtsverfahren einen vorgeschlagenen Amicus-Curiae-Schriftsatz zugunsten von OpenAI eingereicht. Darin argumentiert die Organisation, Gerichte sollten bei der Fair-Use-Prüfung auch den Nutzen für die Allgemeinheit abwägen, einschließlich der nationalen Sicherheit.

KI & ModelleNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 39
Foundation for American Innovation reicht Amicus-Curiae-Schriftsatz für OpenAI im Urheberrechts-MDL ein

FAI reicht vorgeschlagenen Schriftsatz für OpenAI ein

Die Foundation for American Innovation hat nach eigenen Angaben einen vorgeschlagenen Amicus-Curiae-Schriftsatz zugunsten von OpenAI in In re OpenAI Copyright Infringement Litigation eingereicht. Tim Hwang, General Counsel und Senior Fellow der Organisation, verfasste ihn mit Unterstützung des Research Fellow Sam Roland. Der Schriftsatz bittet das Gericht, den öffentlichen Nutzen zu berücksichtigen, den das Kopieren nach Google LLC v. Oracle America ermöglicht, und nicht allein entgangene Lizenzgebühren.

Die Eingabe verweist auf die Nutzung kommerzieller Frontier-Modelle durch Behörden für Geheimdienstanalyse, Cyberabwehr, operative Planung und Entscheidungsunterstützung. Eine Genehmigungspflicht für das beanstandete Training „könnte diese Vorteile beeinträchtigen, wenn sie den Zugang zu brauchbaren Trainingsdaten wesentlich einschränkt“, heißt es darin. Werden nützliche Quellen entfernt, so die Argumentation weiter, könnten Fähigkeiten nachgelagerter Systeme sinken, „zu denen auch die nationalen Sicherheitssysteme gehören können, die die Regierung beschafft und anpasst“.

Der Schriftsatz verbindet das Kopieren eines Zeitungsartikels über das Training mit Fähigkeiten der nationalen Sicherheit. „Im Pretraining erkennen Modelle gemeinsame Muster in einem breiten Korpus von Informationen“, heißt es darin, und das Erlernen dieser Muster helfe, Sprach-, Synthese-, Übersetzungs-, Programmier- und Denkfähigkeiten zu entwickeln. Nach Oracle gehörten diese öffentlichen Vorteile neben dem Marktschaden zum vierten Fair-Use-Faktor, argumentiert der Schriftsatz.

Hintergrund des Verfahrens

Die New York Times verklagte OpenAI und Microsoft im Dezember 2023. Ihr Fall ist Teil der konsolidierten In re OpenAI Copyright Infringement Litigation vor Richter Sidney Stein am Southern District of New York, in der 16 Urheberrechtsklagen zusammengeführt sind. Anfang September reichten die Times und die KI-Unternehmen wechselseitige Anträge auf ein Summary Judgment ein und baten Stein, vor der Hauptverhandlung zu entscheiden.

Microsoft schrieb in seinem Antrag, das Urheberrecht diene dazu, den gemeinsamen geistigen Reichtum der Gesellschaft zu mehren, nicht dazu, etablierte Geschäftsmodelle festzuschreiben. OpenAI schrieb, niemand besitze Fakten, so wie niemand Sprache, Grammatik oder Stil besitze.

Das Justizministerium reichte am 1. September 2026 eine Statement of Interest ein. Darin heißt es, das Training mit urheberrechtlich geschütztem Material sei für sich genommen keine Verletzung. Regeln, die die Entwicklung der KI-Industrie in den Vereinigten Staaten deutlich erschwerten, bedrohten die nationale Sicherheit und verschafften ausländischen Gegnern einen Wettbewerbsvorteil. Die Eingabe bindet Stein nicht. Graham James, ein Sprecher der Times, sagte, die Regierung stelle sich auf die Seite einer Handvoll „Billionen-Dollar-KI-Unternehmen“ und gehe damit auf Kosten amerikanischer Kreativer.

Was der Schriftsatz für das Verfahren bedeutet

Der FAI-Schriftsatz führt ebenfalls die nationale Sicherheit an, wie es das Justizministerium in seiner Statement of Interest getan hat. Er ist jedoch eine vorgeschlagene Amicus-Eingabe und kein Schriftsatz einer Partei. Stein wird ihn zusammen mit den Beweisen und Argumenten der Parteien abwägen, wenn er über die Anträge auf Summary Judgment entscheidet. Die Statement of Interest des Justizministeriums bindet nicht, und das Gericht kann ihr das Gewicht beimessen, das es für angemessen hält.

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Quellen

39
  1. 01Amicus Brief in In re OpenAI Copyright Infringement Litigation - The Foundation for American InnovationEN
  2. 02Hollywood backs New York Times in AI copyright battle against OpenAI, MicrosoftEN
  3. 03DOJ Backs OpenAI Fair Use Claim in AI Copyright Fight; Creators Must Try CongressEN
  4. 04DOJ Says Barring AI Training on Copyrighted Material Could 'Severely Hamper' Tech ProgressEN
  5. 05BC Professor Sues OpenAI and Microsoft Over Use Of Copyrighted TextbooksEN
  6. 06OpenAI Loses Privacy Gambit: 20 Million ChatGPT Logs Likely Headed to Copyright PlaintiffsEN
  7. 07OpenAI Risks Billions as Court Weighs Privilege in Copyright RowEN
  8. 08The Bartz v. Anthropic Settlement: Understanding America's Largest Copyright SettlementEN
  9. 09The AI Copyright Lawsuits Have Finally Produced an Actual PayoutEN
  10. 10Publishers accuse OpenAI and Microsoft of "unprecedented" copyright infringementEN
  11. 11ChatGPT violated copyright law by ‘learning’ from song lyrics, German court rules - The GuardianEN
  12. 12Jodi Picoult, other top authors sue OpenAI over copyrightsEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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