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BYD-Berater: Drei Montagewerke und eine Batteriefabrik in Europa nötig

BYD braucht langfristig drei Fahrzeugmontagewerke und eine Batteriefabrik in Europa, um den Absatz zu stützen und die EU-Regeln zu erfüllen. Das sagte der Europa-Berater Alfredo Altavilla am Mittwoch. Der zweite Standort soll bis Jahresende feststehen.

AutoErklärtSven AlbrechtVeröffentlicht: 6. November 20263 Min. LesezeitQuellen 37
BYD-Berater: Drei Montagewerke und eine Batteriefabrik in Europa nötig

Altavilla, früher Manager bei Fiat Chrysler, sprach am späten Mittwochabend in Turin mit Journalisten, bei der Eröffnung eines Denza-Showrooms, wie Bloomberg und Reuters berichteten. BYD will bis Ende dieses Jahres über den zweiten europäischen Montagestandort entscheiden. Der Konzern bevorzugt dabei den Kauf und die Sanierung einer bestehenden Fabrik gegenüber einem Neubau, sagte Altavilla.

Spanien und Frankreich gehören zu den bevorzugten Standorten. Gegenüber Reuters nannte Altavilla sie die "am besten umsetzbaren" Optionen, weil sie "entschieden einfachere Situationen" böten. Italien bleibt im Rennen, dürfte aber seltener gewählt werden. "Italien bleibt Plan B", sagte er, weil Stellantis, der einzige große Autohersteller des Landes, keine Werke verkaufen will. "Ich kann nichts kaufen, was nicht zum Verkauf steht", sagte er. BYD verhandelt zudem mit europäischen Herstellern und Regierungen über die Übernahme unterausgelasteter Autofabriken.

Szeged ist das erste von drei Werken

Das Werk in Szeged ist das erste der drei Montagewerke, die Altavilla beschrieb, und BYDs erste europäische Pkw-Fabrik. Die Probeproduktion begann am 29. Januar, 960 Menschen wurden eingestellt, wie Electric Vehicles berichtete. Stella Li, Executive Vice President von BYD, sagte am 9. Juni zu Reuters, die Fahrzeugmontage solle im vierten Quartal 2026 starten. Szeged sollte den Dolphin Surf eigentlich bis Ende 2025 bauen. Der Produktionsstart hat sich damit um mindestens ein Jahr verzögert. Der Atto 2 SUV soll folgen.

Geplant sind 200.000 Fahrzeuge pro Jahr bei voller Auslastung, wobei Autopro von einem langfristigen Ziel von 300.000 berichtete. BYD hat erklärt, mindestens zwei Jahre deutlich darunter zu bleiben. Die Anadolu Agency berichtete, das Projekt umfasse etwa 3.000.000.000 Dollar und solle bis zu 10.000 Arbeitsplätze schaffen. Außerdem habe BYD seine Europazentrale nach Budapest verlegt. Autopro berichtete, BYD habe 800 ungarische Beschäftigte genannt, und DEKRA habe begonnen, 1.000 Arbeiter zu schulen.

Politische Prüfung und Bodenfall

Die ungarische Regierung prüft Investitions- und Fördervereinbarungen mit chinesischen Unternehmen unter Viktor Orbán, darunter die Bedingungen von BYDs Investition in Szeged, wie Nikkei berichtete. Ministerpräsident Péter Magyar, dessen Partei Tisza Orbán im April besiegte und im Mai die Regierung übernahm, sagte am 20. Juli, seine Regierung werde alle Entscheidungen, Verhandlungen und staatlichen Zusagen des früheren Außenministers Péter Szijjártó zur BYD-Investition untersuchen, wie die Associated Press berichtete. Szijjártó, der das Werk im Dezember 2023 ankündigte, kam im Juli als Direktor für Außenbeziehungen zu BYD. Diese globale Rolle liegt außerhalb der ungarischen Geschäftsführung.

Die Kreisverwaltung von Csongrád-Csanád stellte im Februar fest, dass BYD auf etwa 20 Hektar Ackerland Oberboden ohne die nötigen Tests abgetragen hatte. Ein Zehntel davon war mit Alkylbenzolen belastet. Die Behörde reichte im Mai eine Anzeige bei der Polizei ein. Tests zwischen April und Juni ergaben keine Belastung mehr über den gesetzlichen Grenzwerten. Am 24. Juni schloss die Behörde ihr Verfahren mit einer Geldbuße von 10.000.000 Forint und der Auflage, dass jeder weitere Bodenabtrag vorab geprüft und genehmigt werden muss. Die polizeiliche Ermittlung, am 19. Mai eröffnet, läuft getrennt und ist laut Berichten nicht abgeschlossen. Li wies die Vorwürfe im Juni zurück: "Das ist eine falsche Behauptung."

Die Höhe der staatlichen Förderung für das Projekt wurde nie bekannt gegeben, wie Electric Vehicles berichtete. Die Europäische Kommission eröffnete im März 2025 eine vorläufige Untersuchung nach der Verordnung über ausländische Subventionen und hat formelle Auskunftsersuchen an die ungarische Regierung geschickt. Ein Ergebnis hat sie nicht mitgeteilt.

Auslandsabsatz und EU-Regeln

Der europäische Ausbau soll BYDs Auslandsabsatz stützen. Der Auslandsabsatz von BYD stieg in den ersten acht Monaten 2026 um 85,72 Prozent im Jahresvergleich auf 1.162.260 Fahrzeuge, nach Daten von CnEVPost. Der August erreichte mit 189.466 Fahrzeugen einen Rekord, 134,45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 43,03 Prozent von BYDs Monatsgesamt. Die Zahlen umfassen alle Auslandsmärkte, nicht nur Europa. Der Auslandsumsatz übertraf im ersten Halbjahr 2026 erstmals den Inlandsumsatz und lag bei 53 Prozent des Gesamtumsatzes, wie Electric Vehicles berichtete.

Die Deutsche Bank schrieb in einer Studie vom 7. September, das Management habe seine Absatzprognose für 2026 im Ausland auf 1.900.000 bis 2.000.000 Fahrzeuge angehoben und peile 2027 mehr als 2.500.000 an. Electric Vehicles berichtete am 22. September, das Ziel für 2026 sei im März von 1.500.000 angehoben worden. Die Achtmonatszahl liegt bei etwa 58 bis 61 Prozent der Zielspanne für 2026.

Der Ausbau fällt in eine Zeit, in der die EU zusätzliche Zölle auf in China gebaute batterieelektrische Fahrzeuge verhängt hat. Reuters berichtete, Brüssel arbeite an "Made in Europe"-Regeln, die Mindestanteile lokaler Wertschöpfung für in der Union verkaufte Elektrofahrzeuge festschreiben sollen, möglicherweise schon im nächsten Jahr. Die Financial Times berichtete am 17. September, die EU suche eine ausgehandelte Obergrenze für Importe in China gebauter Hybridfahrzeuge und könnte die Zölle erhöhen, falls keine Einigung zustande kommt.

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Quellen

37
  1. 01BYD needs 3 assembly plants and 1 battery factory for long-term European expansion, adviser saysEN
  2. 02Chinese automakers scour Europe for factories ahead of EU local content rules, says BYD adviserEN
  3. 03Hungary's former foreign minister denies allegations related to Chinese automaker BYDEN
  4. 04EU tariffs push BYD into Hungary, with 3 more European factories plannedEN
  5. 05BYD stock rises as exports and Hungary plant plans shape outlookEN
  6. 06Strict environmental oversight and political shift delay CATL and BYD production in Hungary - CarNewsChina.comEN
  7. 07Could the opening of the BYD plant in Szeged be delayed further? - Autopro.huEN
  8. 08BYD’s Hungary Plant Faces New Scrutiny From Local Government: ReportEN
  9. 09BYD Outruns Tesla in Europe as Xi'an Hiring Spree and Hungarian Plant Test Its Global AmbitionsEN
  10. 10U.S. startup secures $9 million to scale production of 22.33%-efficient perovskite solar modulesEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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