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HTX verlässt Großbritannien nach FCA-Beschluss zu Krypto-Werbung

Die FCA teilte am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, mit, dass HTX sich aus Großbritannien zurückgezogen hat. Huobi Global S.A. hat sich vor dem High Court verpflichtet, bis zum 21. Oktober 2031 wissentlich keine Krypto-Dienste zu bewerben, die gegen britisches Recht verstoßen.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20265 Min. LesezeitQuellen 24
HTX verlässt Großbritannien nach FCA-Beschluss zu Krypto-Werbung

Die Financial Conduct Authority teilte am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, mit, dass HTX in Großbritannien nicht mehr aktiv ist. Britische Nutzer können kein Geld mehr einzahlen, neue Kunden aus dem Land können sich nicht mehr anmelden. Die Börse werde britische Verbraucher nicht ansprechen, nicht umwerben und nicht aktiv suchen, erklärte die Aufsichtsbehörde.

Huobi Global S.A., die in Panama eingetragene Gesellschaft hinter HTX, hat sich vor dem High Court verpflichtet, bis zum 21. Oktober 2031 wissentlich keine Krypto-Dienste zu bewerben, die gegen britisches Recht verstoßen. Die Zusagen gelten für die Website der Börse, ihre Apps und ihre Social-Media-Konten. Die Bedingungen sind vertraulich. Nach Angaben der FCA ist die Vereinbarung kein Eingeständnis einer Haftung oder eines Fehlverhaltens von Huobi Global oder anderen.

Was die gerichtliche Anordnung bewirkt

Die Anordnung erging im Einvernehmen am 27. Oktober vor Deputy Master Holden. Es handelt sich um eine Tomlin Order. Sie setzt den Anspruch der FCA zu den vertraulichen Bedingungen aus, statt über ihn zu entscheiden. Die Anordnung enthält keine Kostenzuweisung und keine Entscheidung über die Vorwürfe der Behörde, berichtete Unchained.

Die Vereinbarung hinter der Anordnung ist auf den 16. Oktober datiert, elf Tage vor der Anordnung. Die Verpflichtungen enden am 21. Oktober 2031. Das sind sechs Jahre nachdem die FCA am 21. Oktober 2025 ihren Anspruch eingereicht hatte, und fünf Jahre nach der Vereinbarung vom 16. Oktober 2026.

Was britische Nutzer erwartet

HTX legte seine Regelungen für den Rückzug aus Großbritannien in einer Mitteilung vom 16. Oktober dar. Bestehende britische Konten konnten weder Geld einzahlen noch handeln oder Transaktionen durchführen. Berechtigte Privatnutzer, die noch Vermögenswerte halten, können den Kundensupport um ein einmaliges 48-Stunden-Fenster für Auszahlungen bitten. Das gilt vorbehaltlich Genehmigung und Compliance-Prüfungen.

Die Prüfungen umfassen Identität, Sanktionen, Geldwäschebekämpfung und Betrugscreening, heißt es in der Mitteilung. Auszahlungen hängen zudem von einer allgemeinen Lizenz für private Geldtransfers ab. Konten werden geschlossen, sobald alle Vermögenswerte abgezogen sind. Die FCA verwies verbliebene britische Nutzer auf die Website von HTX, wo Anweisungen zum Abziehen der Vermögenswerte stehen.

Warum die FCA den Fall aufnahm

Der Fall war die erste Maßnahme der FCA gegen ein Krypto-Unternehmen wegen Werbung, seit Krypto im Oktober 2023 unter die Regeln für Finanzwerbung fiel. Die FCA eröffnete das Verfahren am 21. Oktober 2025 und machte den Fall am 10. Februar 2026 öffentlich.

Die Behörde warf HTX vor, trotz einer Warnung im Oktober 2023 weiterhin bei britischen Verbrauchern geworben zu haben. HTX habe ihre Anfragen nicht beantwortet, erklärte die FCA. Als der Fall öffentlich wurde, bat die Behörde Social-Media-Unternehmen, die Konten von HTX für britische Nutzer zu sperren. Zudem forderte sie Apple und Google auf, die Apps aus ihren britischen Stores zu entfernen.

Steve Smart, Executive Director für Enforcement und Marktaufsicht bei der FCA, sagte, Krypto-Unternehmen sollten sich „keiner Illusion hingeben“, dass „ein Sitz im Ausland sie außerhalb der Reichweite des britischen Rechts bringt“. Er fügte hinzu, die Maßnahme bedeute, dass HTX Großbritannien verlasse und britische Verbraucher nicht mehr ansprechen könne.

Gerichtliche Schritte sind die Ausnahme. Die FCA erklärte, sie habe 2024 fast 20.000 Finanzwerbungen beanstandet, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Der Tracker von FM Intelligence für Bußgelder und Warnungen verzeichnete in den 30 Tagen bis zum 28. Oktober 240 britische Warnungen, berichtete FinanceMagnates.

Wie es weitergeht

Die FCA öffnete ihr Zulassungsfenster für Krypto-Unternehmen am 30. September 2026. Anträge, die bis zum 28. Februar 2027 eingehen, werden vor dem Start des neuen Regimes am 25. Oktober 2027 geprüft. Bestehende Registrierungen werden nicht automatisch in Zulassungen umgewandelt.

Um britische Nutzer wieder legal zu bedienen, müsste ein Unternehmen eine FCA-Prüfung bestehen, die die meisten Krypto-Antragsteller nicht geschafft haben. Unter dem derzeitigen Regime für Geldwäscheregistrierungen endeten 68 von 391 abgeschlossenen Krypto-Anträgen zwischen Januar 2020 und dem 1. August 2026 mit einer Registrierung, zeigen Daten von FM Intelligence. Weitere 263 wurden zurückgezogen. Das ergibt eine Quote von 17% über den gesamten Zeitraum.

Die FCA erklärt, Krypto in Großbritannien bleibe bis zum Beginn des neuen Regimes weitgehend unreguliert, abgesehen von Geldwäschebekämpfung und den Regeln für Finanzwerbung. Die Verpflichtungen von HTX laufen bis zum 21. Oktober 2031. Jede Werbung in Großbritannien vor diesem Datum müsste diesen Bedingungen entsprechen.

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Quellen

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  2. 02HTX agrees to halt unlawful UK crypto promotions after FCA caseEN
  3. 03Crypto exchange HTX exits the UK after settling with the FCAEN
  4. 04HTX Agrees To Stop UK Promotions Following FCA SettlementEN
  5. 05HTX Gives the High Court a Five-Year Pledge on UK Crypto Promotions as FCA Case SettlesEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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