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Raytheons SM-6-Auftrag über 24,4 Milliarden Dollar legt die Produktionsrate der Navy für Jahre fest

Raytheon hat einen Fünfjahresvertrag über SM-6-Abfangraketen für die US Navy im Wert von bis zu 24,4 Milliarden Dollar, mit zwei Optionsjahren [11]. scanx.trade meldete die Vergabe am 5. November [11].

WirtschaftErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 20
Raytheons SM-6-Auftrag über 24,4 Milliarden Dollar legt die Produktionsrate der Navy für Jahre fest

Der Auftrag legt die Produktionsrate für den wichtigsten Mehrzweck-Abfangflugkörper der Navy bis zum Ende des Jahrzehnts fest. Diese Rate entscheidet, wie schnell die Flotte ihre Magazine wieder auffüllt, die durch Kampfeinsätze im Jahr 2026 geleert wurden. Sie sichert Raytheon zudem für Jahre als Lieferanten ab [6][11]. Eines ist noch offen: der finanzierte Wert. Der Vertrag braucht Mittelbewilligungen, die der Kongress nicht verabschiedet hat [6].

Maritime Executive meldete die Vergabe vom 1. Oktober mit bis zu 25 Milliarden Dollar. Die beiden Angaben zum genannten Wert weichen voneinander ab [6][11].

Was die Navy kauft

Die SM-6 deckt Luftverteidigung, Bekämpfung von Seezielen und Abwehr ballistischer Raketen ab. Sie wird von Schiffen der Navy und von landgestützten Startvorrichtungen abgefeuert [11]. Raytheon bezeichnet sie als die einzige kampferprobte Waffe, die alle drei Aufgaben erfüllt [11].

Die Haushaltsanforderung für das Fiskaljahr 2025 veranschlagte eine SM-6 mit rund 6 Millionen Dollar allein für die Beschaffung. Das Congressional Budget Office schätzt 4 Millionen Dollar [6]. Nach beiden Zahlen ergibt sich aus der Vergabe eine Produktionsrate, die um ein Vielfaches über den früheren Verträgen von 125 Einheiten pro Jahr liegt, berichtete Maritime Executive [6]. Weder Raytheon noch die Navy haben gesagt, wie viele Raketen die 24,4 Milliarden Dollar umfassen [11].

Admiral Daryl Caudle, Chief of Naval Operations, wertete den Abschluss als Nachfragesignal. "Dieser SM-6-Auftrag gibt der Industrie das Nachfragesignal und die Stabilität, die Produktion auszuweiten", sagte er in einer Erklärung [6].

Die Vergabe baut auf früheren Vereinbarungen von Raytheon mit dem Department of War auf, berichtete scanx.trade [11].

Die Rechnung hinter dem Auftrag

Der Auftrag reagiert auf eine konkrete Lücke. Das CBO schätzte die Kosten der Operationen gegen den Iran bis zum 1. August auf etwa 38 Milliarden Dollar, darunter 21,7 Milliarden Dollar für den Ersatz verbrauchter Munition [7]. Davon entfielen 13,1 Milliarden Dollar auf Abfangraketen der Raketenabwehr: Patriot, THAAD, SM-3 und SM-6. Weitere 7,3 Milliarden Dollar entfielen auf Marschflugkörper für Angriffe auf Landziele, darunter Tomahawks [7].

Das CBO schätzte außerdem, dass die USA seit Juni 2025 wahrscheinlich zwischen der Hälfte und zwei Dritteln ihres Bestands dieser hochwertigen Abfangraketen verbraucht haben [6]. Eine Einschätzung des Center for Strategic and International Studies vom Juli bezifferte die Patriot-Bestände auf unter 1.000 Abfangraketen und THAAD auf etwa 250 [7]. Diese Forscher warnten, geleerte Bestände könnten die Bereitschaft der USA in einer Konfrontation mit China gefährden [7]. Die Mehrjahresstruktur soll das Defizit beheben. Sie gibt den Auftragnehmern langfristige Planungssicherheit, um die Produktion hochzufahren [6].

Was Raytheon bekommt

RTX meldete am 20. Oktober einen unternehmensweiten Auftragsbestand von 340 Milliarden Dollar, ein Rekordwert, darunter 164 Milliarden Dollar an Verteidigungsaufträgen [7]. Die Raytheon-Sparte erzielte Quartalsumsätze von 8 Milliarden Dollar, ein Plus von 14 Prozent, und einen Betriebsgewinn von 1,13 Milliarden Dollar, ein Plus von 32 Prozent [7].

Die Unterlagen von Northrop Grumman zeigten, dass von einem Auftragsbestand von 109,6 Milliarden Dollar etwa 50,1 Milliarden Dollar finanziert waren. Das erinnert daran, dass ein Auftragsbestand in der Überschrift nicht automatisch gelieferte Hardware bedeutet [7].

Der SM-6-Abschluss reiht sich in eine Serie großer Vergaben ein. Raytheon gewann im September einen AMRAAM-Vertrag im Wert von bis zu 20,7 Milliarden Dollar, im August eine Tomahawk-Vergabe im Wert von bis zu 22,9 Milliarden Dollar sowie 1,28 Milliarden Dollar für SM-3 Block IIA und TOW-Systeme [11]. Die drei größten zusammen übersteigen 68 Milliarden Dollar. Allein der SM-6-Vertrag entspricht etwa 27,7 Prozent des Umsatzes von RTX im Jahr 2025 von mehr als 88 Milliarden Dollar [11].

Raytheon hält zudem einen separaten Vertrag über die SM-3 Block IB: fünf Jahre plus zwei Optionen, bis zu 6,3 Milliarden Dollar, mit Arbeiten vor allem in Tucson, Arizona, und Huntsville, Alabama [1].

Phil Jasper, Präsident von Raytheon, sagte, die Mehrzweckfähigkeit der Rakete sei "entscheidend für unseren Kunden", und das Unternehmen sei "mit aller Kraft darauf konzentriert, die Nachfrage zu erfüllen" [11].

Wie es weitergeht

Nichts davon ist bisher Bargeld. Der Kongress muss den Vertrag noch über Mittelbewilligungen finanzieren. Eine Übergangsfinanzierung dürfte mindestens bis Anfang Dezember reichen, ohne einen vollständigen Verteidigungshaushalt für das Fiskaljahr 2027 [6].

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Quellen

20
  1. 01RTX secures $24.4B multi-year contract for SM-6 interceptorsEN
  2. 02U.S. Navy Orders $25 Billion Worth of Missile InterceptorsEN
  3. 03Defense giants post record backlogs as Iran war drains America's missile stockpilesEN
  4. 04Raytheon awarded $6.3 billion multi-year contract for SM-3 IB interceptorsEN
  5. 05$3.7 Billion: Estimated Cost of Epic Fury’s First 100 Hours - CSIS | Center for Strategic and International StudiesEN
  6. 06Trump Orders the Navy to Return to an Older System of Launching Jets off Aircraft Carriers - Military.comEN
  7. 07Golden Dome budget plan gets $10B plus-up to accelerate space capabilities - DefenseScoopEN
  8. 08Space Force Awards First Contracts for Golden Dome’s Space-Based Interceptors - Air & Space Forces MagazineEN
  9. 09 Nvidia can only fulfill 1% of China’s massive $70 billion GPU order for AI chips, report claims — supply constraints choke export-friendly RTX Pro 5500 deliverEN
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  19. 19ESI supplying solar array components to missile defense programsEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

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Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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