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Anglo American hält Kupferprognose für 2026 trotz 5 Prozent Quartalsrückgang

Anglo American meldete am 20. Oktober einen Rückgang der Kupferproduktion im dritten Quartal um 5 Prozent auf 174.900 Tonnen. Die Prognose für 2026 bleibt bei 700.000 bis 760.000 Tonnen. Die Fusion mit Teck Resources braucht noch die chinesische Kartellfreigabe.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 14
Anglo American hält Kupferprognose für 2026 trotz 5 Prozent Quartalsrückgang

Im Vorjahr waren es noch 183.500 Tonnen gewesen. Laut Produktionsbericht geht der Rückgang auf rekordhohe Schneefälle und die damit verbundenen Wartungsarbeiten in Chile zurück. Dazu kam die Verarbeitung von Haldenmaterial mit geringerem Gehalt bei Collahuasi. In den ersten neun Monaten von 2026 förderte Anglo 519.000 Tonnen Kupfer, 1 Prozent weniger als die 526.000 Tonnen im Vorjahr. Die Vorgabe für die Stückkosten der Peru-Einheit senkte das Unternehmen von 65 auf 50 US-Cent pro Pfund.

Fusion wartet auf Chinas Freigabe

Die Fusion mit Teck wurde im September 2025 angekündigt und von BNamericas mit 54.000.000.000 US-Dollar bewertet. Sie würde mehr als 70 Prozent des gemeinsamen Portfolios auf Kupfer konzentrieren. Die Aktionäre beider Unternehmen haben zugestimmt, die Kartellbehörden in Südkorea, Kanada und Chile haben grünes Licht gegeben, teilten die Unternehmen mit. Die Kartellfreigabe in China ist laut BNamericas die letzte offene Bedingung. Der Abschluss wird bis März 2027 erwartet, innerhalb des ursprünglich genannten Zeitfensters von September 2026 bis März 2027. Kalkine Media merkte an, dass sich chinesische Prüfungen bei grenzüberschreitenden Bergbaugeschäften mitunter länger hinziehen als zunächst angenommen. Nach dem Vollzug sollen die Aktionäre von Anglo American eine Sonderdividende von 4.500.000.000 US-Dollar erhalten, berichtete BNamericas.

BofA Securities stufte Anglo American auf Kaufen hoch. Der Wert sei nach einem Rücksetzer wieder sichtbar, und der Teck-Deal würde ein kupferfokussiertes Unternehmen schaffen. Das Kursziel liegt bei 4.700 Pence je Aktie, verglichen mit 3.895 Pence am 21. Oktober. BofA nannte die chinesische Freigabe ein erhebliches Risiko. Erzwungene Verkäufe von Vermögenswerten würden den Abschluss erschweren, erklärte die Bank. Sie schätzt, dass die gemeinsamen Aktien beim geschätzten Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA für 2027 und 2028 unter dem 7-Fachen handeln würden, gegenüber dem 8- bis 15-Fachen bei Kupferwettbewerbern. Reuters berichtete, eine mehrjährige Abnahmevereinbarung könnte ausreichen, um Chinas kartellrechtliche Bedenken zu zerstreuen.

Gemeinsames Kupferportfolio

BofA rechnet für die nahe Zukunft mit einer gemeinsamen Kupferproduktion von etwa 945.000 Tonnen pro Jahr. Das liegt über der eigenständigen Prognose von Anglo für 2026 von 700.000 bis 760.000 Tonnen. Collahuasi in Chile, zu 44 Prozent in Anglo-Besitz, fördert rund 570.000 Tonnen pro Jahr und zählt zu den größten Kupferminen der Welt. Rechnet man Quebrada Blanca II hinzu, etwa 240.000 Tonnen pro Jahr und zu 60 Prozent in Teck-Besitz, sowie betriebliche Synergien, könnte der gemeinsame Standort auf rund 1.000.000 Tonnen pro Jahr kommen. Der Eigenanteil von Anglo Teck läge bei etwa 50 Prozent.

Diese Synergien sollen das EBITDA jährlich um 1.400.000.000 US-Dollar erhöhen, weil dann zusätzlich 175.000 Tonnen Kupfer pro Jahr gefördert werden könnten, meldete BNamericas. Der Kupferbereich von Anglo erzielte 2025 ein bereinigtes EBITDA von 4.000.000.000 US-Dollar.

Verkäufe von Beteiligungen und Führung

Anglo stößt Randgeschäfte ab. BofA zufolge sind die Verkäufe von Kokskohle und Nickel vereinbart, wobei Nickel noch der Kartellfreigabe bedarf. Der Verkauf von De Beers läuft noch und wird durch die Preisentwicklung erschwert. Der Verkauf der australischen Stahlkohlesparte an Dhilmar könnte bis zu 3.875.000.000 US-Dollar einbringen und soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, teilte Anglo mit.

Das künftige Führungsteam wurde im Juli benannt. Duncan Wanblad wird nach dem Vollzug der Fusion CEO von Anglo Teck, Jonathan Price sein Stellvertreter. Sheila Murray, derzeit Vorsitzende des Teck-Verwaltungsrats, übernimmt den Vorsitz des gemeinsamen Gremiums. Jedes Unternehmen benennt die Hälfte der Direktoren.

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Quellen

14
  1. 01All eyes on copper: what’s next for mining M&A in Chile and Argentina in 2027 - BNamericasEN
  2. 02BofA upgrades Anglo American as Teck merger boosts copper growth - Yahoo FinanceEN
  3. 03Anglo American prepares to close merger with Teck between 2026 and 2027 - BNamericasEN
  4. 04Anglo American maintains copper guidance: what it means for Anglo American stockEN
  5. 05Teck and Anglo American announce future Anglo Teck Executive Leadership TeamEN
  6. 06Anglo American (LSE:AAL) Copper Output and Teck Merger Put Portfolio Overhaul in FocusEN
  7. 07What Is Holding Up The Teck Merger At Anglo American (LSE:AAL) And Why Is The Stock In Focus Today?EN
  8. 08Latin America EV Sales Report: With Over 200,000 Units Sold in Q3, EVs Now Stand at 12% Market Share!EN
  9. 09 Trump declares 'American space superiority for all eternity' in election night proclamation EN
  10. 10$150 Billion More Paid by Americans for Gas This Year Than LastEN
  11. 11“Everything Trump Touches Dies” — A Warning For AmericaEN
  12. 12Here's how much Trump's Iran war has added to Americans' fuel costsEN
  13. 13‘The Indian Question’: The Rise of Anti-Indian Hate in AmericaEN
  14. 14FCC moves to knock down copper network retirement roadblocks in CaliforniaEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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