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Indiens Kabinett bewilligt 2.814 Crore Rupien Subvention für Lithium- und Nickelverarbeitung

Indiens Unionskabinett hat am Mittwoch ein Programm über 2.814 Crore Rupien genehmigt. Vier Verarbeitungsanlagen für Lithium und Nickel erhalten eine Kapitalsubvention von 30 Prozent. Neu-Delhi will damit eigene Verarbeitungskapazität aufbauen und die Abhängigkeit von China verringern.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 15
Indiens Kabinett bewilligt 2.814 Crore Rupien Subvention für Lithium- und Nickelverarbeitung

Was das Kabinett beschlossen hat

Das Unionskabinett hat am Mittwoch ein Programm über 2.814 Crore Rupien genehmigt, das vier Verarbeitungsanlagen für Lithium und Nickel mit 30 Prozent Kapitalsubvention unterstützt, berichtete der Indian Express. Das Programm soll ein Ökosystem für die Verarbeitung von Lithium und Nickel schaffen und Indiens inländische Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe stärken. Zwei Anlagen verarbeiten Lithium mit einer Mindestkapazität von je 30 Kilotonnen, zwei weitere Nickel mit je 50 Kilotonnen. Die Förderung knüpft an die Investitionsausgaben, nicht an Produktion oder Absatz. Das Programm gilt für Verarbeitungsanlagen, nicht für den Bergbau.

Jeder Lithium-Empfänger kann höchstens 500 Crore Rupien erhalten, jeder Nickel-Empfänger höchstens 900 Crore Rupien. Bei diesen Obergrenzen kämen die vier Zuschläge auf 2.800 Crore Rupien zusammen, also fast auf die gesamte Ausstattung und 14 Crore Rupien weniger als die Programmsumme. Die Obergrenzen sind Höchstbeträge, keine garantierten Zuschläge. Nickelanlagen haben eine höhere Mindestkapazität und eine höhere Obergrenze als Lithiumanlagen; die Nickel-Obergrenze liegt 80 Prozent höher. Die Lithium-Obergrenze entspricht 56 Prozent der Nickel-Obergrenze.

Das Programm soll laut dem Bericht Elektromobilität, Batteriespeichersysteme, Elektronik, Verteidigung und Spezialstahl unterstützen.

Warum Indien zahlt

Indien hat kaum Verarbeitungskapazität für kritische Rohstoffe und ist bei einigen wichtigen Mineralien fast 100 Prozent von Importen abhängig, darunter Kobalt, Lithium, Nickel, Seltene Erden und Silizium. China kontrolliert 90 Prozent der weltweiten Verarbeitung kritischer Rohstoffe und nutzt diese Position häufig bei Handelsspannungen, berichtete der Indian Express. Indien bleibt anfällig für Lieferunterbrechungen, und das Programm soll diese Anfälligkeit beheben. Die Importabhängigkeit spiegelt Indiens begrenzte Verarbeitungskapazität.

Das Ganze hat globale Dimensionen. Carbon Copy berichtete, dass der Handel mit kritischen Rohstoffen 2023 2.500.000.000.000 Dollar wert war, dass die Nachfrage nach mehreren Mineralien in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich auf das Vierfache steigen wird und dass nicht allein die Vorkommen, sondern die Verarbeitungskapazität entscheidet, wer Wert aus dem Handel zieht. Damit ist die Verarbeitung der Engpass zwischen Lagerstätten und Fertigwaren.

Raffinieren allein hat Grenzen. Foreign Affairs berichtete, dass Raffinerien eine stetige Versorgung mit Roherz brauchen, dass der Bau einer Mine rund 20 Jahre dauert und dass Investitionen in die Raffination nötig, aber ohne neue Minen nicht ausreichend sind. Zudem habe Japan seine Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden nach 15 Jahren Investition und nach Chinas Exportblockade von 2010 von etwa 90 Prozent auf 65 bis 70 Prozent gesenkt. Das Beispiel Japan zeigt, wie lange es dauert, Lieferketten zu verschieben, selbst mit dauerhaften Investitionen.

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Quellen

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  1. 01Critical Mineral push: Cabinet approves Rs 2,814 crore capex support scheme to boost lithium, nickel processingEN
  2. 02Securing The Supply Chain: A Survey Of Contrasting Global Approaches To Critical Minerals Strategic ReservesEN
  3. 03The Missing Critical Minerals InvestmentEN
  4. 04CXO Take: Trade Policy Is Reshaping Critical Mineral Supply ChainsEN
  5. 05COP31: Critical Mineral-Rich Nations Seek A Bigger Stake In The Clean Energy EconomyEN
  6. 06Developing a Domestic Supply of Critical Minerals and Materials - Department of Energy (.gov)EN
  7. 07Blue Wave Not Climate Related, But Critical To Clean Energy & Electric VehiclesEN
  8. 08Sovereignty in the supply chain: The new critical minerals disputes frontier and approaches in Canada and the UKEN
  9. 09Critical Rails Flaw Lets Attackers Write Server Files via Crafted ImageMagick UploadsEN
  10. 10Google Issues Patches for Critical Android Flaw That Could Allow RCE Without User InteractionEN
  11. 11Attackers Exploit Critical Siemens IoT2050 Flaw to Plant Remote Command BackdoorsEN
  12. 12In Memory of Fukuda Diplomacy: Peace, History, and Japan’s Foreign PolicyEN
  13. 13Critical Langflow Flaws Could Let Unauthenticated Attackers Run Code on ServersEN
  14. 14ESI supplying solar array components to missile defense programsEN
  15. 15Hackers Actively Exploit Highly Critical Drupal Commerce Core Authorization Bypass FlawEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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