Met bringt El Último Sueño de Frida y Diego erstmals an ihr Haus
Die Metropolitan Opera zeigt diese Woche erstmals El Último Sueño de Frida y Diego. Sieben Vorstellungen stehen bis zum 5. Juni an, Isabel Leonard singt Kahlo, Yannick Nézet-Séguin dirigiert sechs davon.

Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor des Hauses, dirigiert sechs der sieben Vorstellungen, die erste am Donnerstag. Die Matinee am 30. Mai geht in HD in die Kinos weltweit. Isabel Leonard singt die Kahlo, Carlos Álvarez den Diego Rivera. Gabriella Reyes singt Catrina, die Wächterin der Unterwelt, Nils Wanderer den Leonardo, einen Geist, der Greta Garbo nachahmt.
Eine neue Produktion, zwei Jahrzehnte in Arbeit
Peter Gelb, Generalmanager der Met, holte Regisseur und Choreograf Deborah Colker und Bühnenbildner Jon Bausor, der 2024 an der Ainadamar des Hauses mitgearbeitet hatte. Bausor und Wilberth Gonzalez entwarfen gemeinsam die Kostüme. Kahlo habe sie inspiriert, sagte Bausor: Ihr Gemälde Baum der Hoffnung, bleib standhaft gab den Anstoß zu einem blutroten Baum, dessen Äste und Wurzeln wie Adern aussehen und die Welt der Lebenden oben mit der Welt der Toten unten verbinden. "Das richtet sich nicht gegen die ursprüngliche Produktion", sagte Gelb. "Aber wenn man ein so wichtiges und anziehendes Werk hat, gibt es keinen Grund, warum es nicht mehr als eine Produktion geben sollte. Das zeigt, dass es künstlerisch erfolgreich ist."
Ein Libretto, kein Biopic
Nilo Cruz schrieb das Libretto und sagte, ein Biopic habe ihn nicht interessiert. Die Oper spielt am Tag der Toten 1957, drei Jahre nach Kahlos Tod. Abgewandelt vom Orpheus-Mythos ruft Diego, des Lebens ohne sie müde, Frida aus der Unterwelt herauf. Sie steigt aus Mictlán auf, der Unterwelt der Azteken, um ihn von den Lebenden zurückzuholen, und wägt ab, ob die Rückkehr den Schmerz wert ist.
Gabriela Lena Frank komponierte die Partitur. Sie habe Melodien und Rhythmen gemieden, die traditionelle lateinamerikanische Musik zu deutlich nachahmen würden. "Was ich stattdessen vermitteln wollte, war etwas sehr Farbiges, etwas, das jenseitig klang, manchmal uralt", sagte sie. Die Marimba sei in fast jeder Szene zu hören und könne die Klarinettenlinie oder die Stimme abdecken. Gesungen wird auf Spanisch. Franks Partitur verlangt außerdem Mariachi-Trompeten neben dem Orchester.
Von San Diego an die Met
Die Idee reicht mehr als 20 Jahre zurück. Der inzwischen verstorbene Joel Revzen, damals Leiter der Arizona Opera, bat Frank um eine Oper über Kahlo. Die Uraufführung war wegen COVID verschoben und fand 2022 in San Diego statt; das Werk wurde ein großer Erfolg und ging danach nach Los Angeles, San Francisco, Chicago und andere Städte. Americas Quarterly lobte Bühnenbild und Partitur, nannte die Handlung aber "im besten Fall dünn und langsam, im schlimmsten Fall völlig verwirrend". Alex Ross vom New Yorker schrieb, "die Schwierigkeit, Biografie und Mythos zu vermischen, hätte einen weniger geschickten Komponisten womöglich besiegt".
Eine MoMA-Ausstellung parallel
Frida and Diego: The Last Dream läuft seit dem 21. März im MoMA und ist bis zum 12. September 2026 zu sehen, berichtete OperaWire. Die Ausstellung zeigt Werke aus der Sammlung des Hauses: sechs Gemälde und eine Zeichnung von Kahlo, über ein Dutzend Arbeiten von Rivera sowie fotografische Porträts beider Künstler aus der Hand von Fotografen wie Lola Álvarez Bravo und Leo Matiz. Das MoMA lud Bausor ein, eine theatrale Installation um die Werke zu bauen, gestützt auf seine Entwürfe und die Bildsprache von Kahlo und Rivera.
Der Rezensent von Hyperallergic schrieb, das MoMA folge damit dem Hinweis einer Kritikerin aus San Francisco, die 2023 vorgeschlagen hatte, die Tableaus der Oper gehörten ins Museum. Die Installation zeigt ein Miniaturmodell des Bühnenbilds im Foyer und spielt ein kurzes Werbevideo mit dem Produktionsteam. In den Galerien stehen ein hölzerner Bettrahmen und ein Spiegel an der Decke für Kahlos Zeit der Zurückgezogenheit nach ihren Operationen. Beide Häuser bezeichnen das als "erstmalige Zusammenarbeit dieser Art".
Quellen
19- 01Frida Kahlo's legacy lives on in new Metropolitan Opera production - New York PostEN
- 02Frida and Diego Get New Life in New York - Americas QuarterlyEN
- 03Museum of Modern Art & Met Opera Present 'Frida and Diego: The Last Dream' - OperaWireEN
- 04Frida-Mania Hits MoMA - HyperallergicEN
- 05Frida Kahlo and Diego Rivera reunite on Day of the Dead in new Met Opera production - NewsdayEN
- 06Frida Kahlo and Diego Rivera reunite on Day of the Dead in new Met Opera productionEN
- 07Frida Kahlo’s legacy lives on in new Metropolitan Opera productionEN
- 08Tokyo tests solar-powered hydrogen production at high-rise office complexEN
- 09Home Depot early Black Friday sale arrives, Fanttik USB-C pruning shears $80, WORX 9-in-1 leaf blower $91, moreEN
- 10New open-source benchmark reveals reasoning as the biggest bottleneck for AI in cloud operationsEN
- 11Agent Harness Awareness: Turning Verified Telemetry into Operational Control for Tool-Using AgentsEN
- 12Self-Supervised Learning of Universal Latent Spaces for Operator LearningEN
- 13MIGONet: a multiple-input graph neural operator with solver-free discrete manufactured-solution trainingEN
- 14 Nvidia tells data center operators to limit business from Chinese customers with new global restrictions, report claims EN
- 15CyberKord raises €2.7M to automate IT and cybersecurity operations with AIEN
- 16Rare Black Friday savings on MOD e-bikes: Easy 3 cruiser $2,199, EcoFlow DELTA 3 Ultra 440W solar bundle + FREE TRAIL 200, moreEN
- 17NVIDIA Updates Rubin GPU Specs as First Production Hardware ArrivesEN
- 18FCC clears drone operations in 800MHz bandEN
- 19Astranis Upgrades Falcon 9 Launch Contract to Dedicated Mission for Entire Block 4 Production Run of SatellitesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.