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Pacific Fusion legt Grundstein für eine Milliarde Dollar teuren Fusionscampus in Albuquerque

Pacific Fusion hat am 25. August 2026 feierlich den Grundstein für einen Forschungs- und Fertigungscampus in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico gelegt, der eine Milliarde Dollar kostet. Dort will das Unternehmen bis 2030 den Nettoanlagengewinn nachweisen.

WissenschaftAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 33
Pacific Fusion legt Grundstein für eine Milliarde Dollar teuren Fusionscampus in Albuquerque

Auf dem Gelände Mesa del Sol entsteht das Demonstrationssystem von Pacific Fusion. Nettoanlagengewinn heißt, mehr Energie zu erzeugen, als die Anlage verbraucht. Das ist ein weitergehender Test als der wissenschaftliche Breakeven, bei dem nur der Fusionsertrag mit der ins Brennmaterial eingebrachten Energie verglichen wird. Kein Gerät hat diesen Test bisher bestanden, berichtete TechCrunch.

Pacific Fusion setzt auf gepulste Energie, auch Z-Pinch-Fusion genannt. Wie Heatmap berichtete, schickt das System schnelle Stromstöße durch ein Brennstoffziel von der Größe eines Radiergummis. Dabei entsteht ein Magnetfeld, das den Brennstoff zusammendrückt, bis die Atome verschmelzen. Das Demonstrationssystem soll einige Schüsse pro Tag abgeben, eine Anlage in voller Größe bräuchte einen Schuss pro Sekunde, sagte Mitgründer und Technikchef Keith LeChien zu TechCrunch.

Jeder Puls soll in der Größenordnung von 100 Megajoule Energie liefern, verglichen mit dem Rekord der National Ignition Facility (NIF) von 8,6 Megajoule, sagte LeChien. EnergyTech rechnete das auf knapp 28 Kilowattstunden pro Puls um. Die Maschine nutzt 156 Pulsermodule, jedes mit 32 kreisförmigen Stufen aus je 10 Bausteinen, und jeder Baustein trägt zwei Kondensatoren und einen Schalter, berichtete TechCrunch.

Anfang des Jahres testete Pacific Fusion ein Modul im Maßstab eins zu drei, das in 80 Nanosekunden eine Spitzenleistung von 440 Gigawatt freisetzte, berichtete TechCrunch. Das Ergebnis reichte aus, um den Campus in Albuquerque freizugeben. Hinter der Architektur steckt ein impedanzangepasster Marx-Generator, den LeChien gemeinsam mit dem LLNL-Forscher Bill Stygar entwickelt hat und der Wellen statt Spannungen stapelt. Ein vierstufiger Prototyp namens Sirius in Livermore übertraf 3.000 Schüsse, teilte das Unternehmen mit. Entworfen und gebaut wurde er am LLNL im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung für Forschung und Entwicklung mit Pacific Fusion. Jeder Schuss lieferte 60 Gigawatt an eine ohmsche Last in einem 100-Nanosekunden-Puls bei 95 Prozent Energieeffizienz.

Zielgewinn der NIF und Anlagengewinn

Die National Ignition Facility am Lawrence Livermore National Laboratory schoss am 7. April 2025 2,08 Megajoule in eine Brennstoffkapsel und erhielt 8,6 Megajoule zurück, ein Zielgewinn über vier, wie das LLNL mitteilte. Es war die achte Zündung des Labors. Die Bilanz der NIF endet am Target. Ihr Lasersystem arbeitet mit etwa 1 Prozent Wirkungsgrad, deshalb zieht die Anlage weit mehr Energie aus dem Netz, als die Reaktion liefert, berichtete Heatmap. Das LLNL erreichte 2022 erstmals den wissenschaftlichen Breakeven und hat ihn seither oft wiederholt; kein anderer Reaktor hat das Ergebnis nachvollzogen.

Pacific Fusion will rund zwei bis drei Mal mehr Strom liefern als die Z-Maschine der Sandia National Laboratories, die als Vorbild für den Entwurf diente, berichtete Heatmap. Die Maschine in Sandia ist ein einzelnes Forschungsgerät nach Maß; Pacific Fusion will die Kosten mit 156 identischen, in Serie fertigbaren Modulen senken, die sich verschicken, montieren und für Reparaturen austauschen lassen.

Finanzierung und Arbeit für die nationale Sicherheit

Pacific Fusion wurde 2023 gegründet. Heatmap bezifferte die Series A von 2024 auf eine Milliarde Dollar unter Führung von General Catalyst und berichtete, Mitgründerin und Betriebschefin Carrie von Muench habe gesagt, damit seien die vollen Kosten der Demonstrationsanlage gedeckt. TechCrunch beschrieb die an Meilensteine gebundene Runde als über eine Milliarde Dollar und berichtete, von Muench habe gesagt, die Struktur mache neue Finanzierungsrunden alle paar Jahre überflüssig.

Von Muench sagte außerdem zu TechCrunch, nach Kenntnis des Unternehmens werde im Land keine vergleichbare Anlage gebaut. Auf dem Campus sollen neben der Stromdemonstration auch Fusionsversuche mit hoher Ausbeute für die nationale Sicherheit laufen. LeChien sagte, China baue ähnliche Anlagen, und Pacific Fusion wolle als Erste liefern.

Wie es weitergeht

Pacific Fusion peilt den Nettoanlagengewinn für 2030 an und eine kommerzielle Anlage Mitte der 2030er Jahre, berichtete TechCrunch. Der kommerzielle Reaktor soll etwa fünf Mal mehr Energie erzeugen als das Demonstrationssystem, unter anderem um die zusätzlichen Anlagen eines Kraftwerks zu versorgen.

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Quellen

33
  1. 01Target Breakthrough Enabled Fusion Record at NIF - Lawrence Livermore National LaboratoryEN
  2. 02The Promise of Mesa del Sol: Nuclear Fusion Startup Plans New Mexico Demonstration Site by 2030 - EnergyTechEN
  3. 03Pacific Fusion Just Broke Ground on a $1 Billion Test Reactor - Heatmap NewsEN
  4. 04Lawrence Livermore-Pacific Fusion Collaboration Breaks New Record to Advance America's High-Gain Fusion CapabilityEN
  5. 05Pacific Fusion's next fusion machine could clear a key hurdle to commercial power - TechCrunchEN
  6. 06Race for the stars: will China be first to deliver fusion energy by 2035? - South China Morning PostEN
  7. 07General Fusion reaches technical magnetised heating milestone, verified by UKAEA - New Civil EngineerEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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