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Paläontologen benennen gepanzerten Stamm-Amphibien, der als erster vollständig im Meer gelebt haben könnte

Paläontologen haben Gerrothorax maritimus benannt, einen 237 Jahre alten gepanzerten Stamm-Amphibien aus der Provinz Guizhou in China, der der erste bekannte Stamm-Amphibien sein könnte, der vollständig im Meer lebte. Die Arbeit erschien am 26. Oktober 2026 in Nature Ecology & Evolution.

WissenschaftNachrichtHanna VogtVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 22
Paläontologen benennen gepanzerten Stamm-Amphibien, der als erster vollständig im Meer gelebt haben könnte

Zwei nahezu vollständige Skelette aus der Provinz Guizhou in China bilden die Grundlage der neuen Art Gerrothorax maritimus. Die Forscher beschreiben einen abgeflachten Körper mit schwerer Knochenpanzerung, einen breiten flachen Kopf, ein weites Maul und gut entwickelte Kiemenbögen. Das besser erhaltene Exemplar misst entlang der erhaltenen Mittellinie mindestens 737 Millimeter (73,7 Zentimeter), einige Schwanzknochen fehlen.

Die Skelette aus Guizhou

Einheimische Bauern sammelten die beiden Skelette 2004 in der Provinz Guizhou, berichtete BBC Newsround. Sie stammen aus Gestein, das etwa 237 Millionen Jahre alt ist und zu den Guizhou Triassic Fossil Sites gehört, berichtete ScienceAlert. Beide Fossilien lagen mindestens 30 Kilometer von jeder möglichen Insel entfernt, etwa 18,6 Meilen.

Chemische Befunde stützen das marine Milieu. Die Strontium-Isotopenverhältnisse in den Knochen entsprachen der Signatur von Meerwasser aus der späten Trias und nicht der des umgebenden Gesteins, fand das Team. Gliedmaßen und Finger blieben intakt, was die Forscher als Hinweis darauf lesen, dass die Tiere nahe ihrem Lebensraum starben; treibende Kadaver trocknen in der Regel aus und verlieren Gliedmaßen, bevor sie absinken. Der Artname bedeutet im Lateinischen "des Meeres". Der nächste Verwandte, G. pulcherrimus, ist nicht dafür bekannt, im Meer gelebt zu haben.

Warum kein lebender Amphib nicht so lebt

Amphibienhaut ist durchlässig. Sie lässt die Tiere atmen und Wasser aufnehmen, und im Meerwasser wirkt sie umgekehrt: Sie zieht Wasser aus dem Körper. Hoher Salzgehalt kommt als zweites Problem zu diesem Wasserverlust hinzu. Heute gibt es mehr als 8.000 Amphibienarten, aber keine lebt vollständig im Meer, und weniger als 2 Prozent zeigen auch nur eine gewisse Salztoleranz. Der Krabbenfrosch hält nur ein wenig aus, bevor er Süßwasser braucht.

Ryosuke Motani, Paläontologe an der University of California, Davis, erklärte, ein Frosch im Meerwasser verliere durch osmotischen Druck Körperwasser und könne nicht trinken, um es zu ersetzen, deshalb müsse er in Süßwasser ruhen, um sich zu erholen. Säugetiere, Reptilien und Vögel haben alle marine Arten, wodurch Amphibien als Ausnahme blieben. Das Team argumentiert, G. maritimus habe das Problem mit einer Panzerung umgangen, die den Durchtritt von Meerwasser durch die Haut begrenzte, während Kiemen und Darm das Salz bewältigten.

Die Erwachsenen behielten ihre Kiemen und konnten unter Wasser atmen, möglicherweise ohne zum Luftholen aufzutauchen.

Ein Bodenbewohner mit Panzerung

Motani sagte, das Tier sei gedrungen gewesen und habe wohl etwa dieselbe Körpermasse gehabt wie ein Riesensalamander, obwohl Riesensalamander langgestreckt sind.

Die Forscher vermuten, dass es auf dem Meeresboden wartete und Beute einsog, ein Stil, der mit dem Teppichhai verglichen wird, einem modernen Ammenhai. Jiang Dayong von der Peking-Universität, der korrespondierende Autor, sagte, es habe wohl Fische, Würmer und möglicherweise Kopffüßer gefangen, die vorbeikamen. Es teilte diesen Meeresboden mit Ichthyosauriern, marinen Reptilien, die etwa sieben Meter erreichten, und die Panzerung könnte gegen Räuber geholfen haben. Bei seinen Süßwasser-Verwandten entstanden die Knochenplatten wohl zur Verteidigung und wurden für die Salztoleranz umfunktioniert, vermuten die Autoren.

Haut und Organe blieben nicht erhalten, deshalb sind Teile seiner Physiologie und seiner Fortpflanzung unbekannt.

Was die Forscher sagen

Motani sagte, die Fundstelle in Guizhou sei ein Ökosystem, das das Team rekonstruiere, überwiegend anhand mariner Reptilien und Fische, was den Amphibien zu einem ungewöhnlichen Mitglied der Linie mache.

Die Autoren sagten, die Entdeckung erweitere das Verständnis der Amphibienevolution und lege nahe, dass frühe Amphibien einst Knochenpanzer und andere aquatische Anpassungen nutzten, um eine vollständig marine Lebensweise aufrechtzuerhalten.

Die Schlussfolgerung stützt sich auf zwei Exemplare aus einem Gebiet.

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Quellen

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  1. 01This armored amphibian once lived and hunted on the seafloorEN
  2. 02Paleontologists Discover the First Known Amphibian That Lived Entirely at SeaEN
  3. 03Armored Amphibian from Triassic Period is First Known to Have Lived Entirely in the SeaEN
  4. 04Researchers discover first fully marine stem amphibian in Late Triassic fossilsEN
  5. 05Chinese-US team identifies 237-m-yr-old amphibian that lived entirely in the seaEN
  6. 06237-Million-Year-Old Armored Amphibian May Be The First to Live Entirely at SeaEN
  7. 07Armored Amphibian Fossils From China Suggest a Creature That Never Left the SeaEN
  8. 08Scientists solve the mystery of 237-million-year-old sea creatureEN
  9. 09Fossils of the first fully marine amphibian discoveredEN
  10. 10A new fossil from China may reveal the first amphibian known to have lived entirely at sea; the armoured, 2.4-foot creature lived about 237 million years ago, cEN
  11. 11China describes first fully marine stem amphibian — The Express TribuneEN
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  19. 19237-Million-Year-Old Fossils Reveal an Amphibian That Shouldn’t Have ExistedEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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