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Paramount Skydance schließt 110.000.000.000-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros Discovery ab

Paramount Skydance hat am 6. Oktober die Übernahme von Warner Bros Discovery für 110 Milliarden Dollar abgeschlossen. Zurück bleibt ein Konzern mit rund 80 Milliarden Dollar Schulden. Die 52 Milliarden Dollar an Krediten und Anleihen hinter dem Geschäft wurden zu Renditen platziert, wie sie bei erstklassigen Schuldnern selten vorkommen.

Medien & InternetNachrichtLena BrandtVeröffentlicht: 7. November 20265 Min. LesezeitQuellen 34
Paramount Skydance schließt 110.000.000.000-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros Discovery ab

Ein Paket von 52 Milliarden Dollar, teuer bezahlt

Banken schlossen die Platzierung von rund 52 Milliarden Dollar Schulden ab, so berichten es mit der Sache vertraute Personen. Das Unternehmen verkaufte 30 Milliarden Dollar an US-Dollar-Anleihen mit Investment-Grade-Rating, Junk-Bonds im Gegenwert von 12,4 Milliarden Dollar und 9,46 Milliarden Dollar an Krediten. Alles innerhalb einer einzigen Woche. Bloomberg zählt die Transaktion zu den größten Schuldenfinanzierungen der jüngeren Geschichte.

Der Preis war hoch für Schulden mit Investment-Grade-Rating. Die am längsten laufende erstklassige Anleihe, fällig 2066, zahlt Anlegern eine Rendite von fast 9%. Paramount platzierte 5,25 Milliarden Dollar zehnjährige Investment-Grade-Anleihen bei 262,5 Basispunkten über dem Referenzwert der US-Staatsanleihen. Bei einer Rendite zehnjähriger Treasuries von 5,3% ergab das rund 7,925%, wie aus von MarketWatch zitierten Bloomberg-Daten hervorgeht. Drei der Investment-Grade-Anleihen bringen mehr als 8%. Nur zwei US-Anleihen mit Investment-Grade-Rating wurden in diesem Jahr mit solchen Renditen begeben, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten.

Die Junk-Tranche umfasste 11,4 Milliarden Dollar an US-Dollar-Anleihen in drei Teilen sowie eine Euro-Anleihe über 885 Millionen Euro mit fünfjähriger Laufzeit. Eine zehnjährige Dollar-Anleihe wurde zu etwa 9,13% begeben, die fünfjährige Euro-Anleihe zu 7%.

Die Nachfrage war groß, blieb aber unter dem diesjährigen Durchschnitt. Anleger gaben für die Investment-Grade-Emission Aufträge über mehr als 109 Milliarden Dollar ab, das 3,6-Fache der angebotenen 30 Milliarden Dollar. Bei vergleichbaren Emissionen dieses Jahres lag der Schnitt laut Bloomberg-Daten bei etwa dem Vierfachen. Der erstklassige Teil wäre die fünftgrößte US-Emission dieser Art überhaupt. Auf die Junk-Bonds gingen Aufträge über mehr als 23 Milliarden Dollar für 12,4 Milliarden Dollar ein, die größte Junk-Emission, die Bloomberg je verzeichnet hat.

Der Investment-Grade-Teil wurde in acht US-Dollar-Tranchen aufgeteilt. Die Laufzeiten reichten von zwei bis 40 Jahren, Paramount wollte damit rund 32 Milliarden Dollar einsammeln. Apollo Global Management, Bank of America und Citigroup führten die Emission an.

Der Aufschlag für die Verzögerung

Die Finanzierung sollte ursprünglich Mitte des Jahres stehen. Bank of America und Citigroup starteten Anlegergespräche für mehr als 44 Milliarden Dollar an Anleihen in Dollar und Euro, den Hauptteil des Pakets.

Klagen von zwölf Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten und der Writers Guild of America hatten den Abschluss bis zu Vergleichen aufgehalten. Das Warten kostete Geld. Die jetzige Kreditaufnahme statt drei Monate früher kostet Paramount jährlich mehrere Hundert Millionen Dollar zusätzliche Zinsen, berichtete Moneyweb. Inflationsängste hatten die Zinsen während der Wartezeit nach oben getrieben. Als das Geschäft startete, waren die Renditen von Staatsanleihen auf Mehrjahrzehntehochs gestiegen. Viele Emittenten, die erstklassige Anleihen planten, warteten ab. Ein Teil davon wurde während des Verkaufs wieder hereingeholt. Finanzvorstand Dennis Cinelli sagte, die engere Spreadentwicklung spare rund 200 Millionen Dollar Zinsen pro Jahr, wie Bloomberg berichtete.

Das Umfeld blieb ungünstig. Die US-Regierung zahlte mehr als 5% für Kredite über 30 Jahre, so viel wie seit 2004 nicht mehr. Die Paramount-Anleihe von 2066 wurde dennoch zu 8,90% platziert.

Paramount änderte die Struktur mitten im Verkauf. Das Unternehmen zog eine achtjährige Euro-Junk-Anleihe zurück und kürzte die Investment-Grade-Emission um 2 Milliarden Dollar. Der Erlös wanderte in Kredite, wodurch der US-Dollar-Kredit von 6,5 Milliarden auf 8,5 Milliarden Dollar stieg. Der Fusionsvertrag verlangte eine tägliche Zahlung von 7 Millionen Dollar an die Warner-Bros-Aktionäre, falls das Geschäft nicht vor Oktober abgeschlossen würde. Die tatsächliche Zahlung lag bei rund 41,9 Millionen Dollar, wie aus einem von Reuters zitierten Behördendokument hervorgeht.

Schuldenlast und der Sparplan

Der fusionierte Konzern startet mit fast 80 Milliarden Dollar Schulden. Moody's Ratings erklärte, der Warner-Kauf werde die Verbindlichkeiten von Paramount um mehr als 30 Milliarden Dollar erhöhen und die Schulden auf etwa das Siebenfache einer Ertragskennzahl treiben.

"Die Bonitätskennzahlen zum Abschluss werden daher denen hochspekulativer Emittenten mit sehr niedrigen Single-B-Ratings ähneln", schrieb Moody's in einer Mitteilung an Kunden. Moody's äußerte zudem Bedenken zur Unternehmensführung. Die Agentur nannte hohe Schulden, konzentrierten Eigentümerbesitz, den Plan, neue Schulden vor bestehende vorrangige unbesicherte Anleihegläubiger zu stellen, und die ungleichmäßige Erreichung finanzieller Ziele. S&P Global Ratings vergab für die erstklassig besicherten Schulden ein BBB-. Die Agentur verwies auf die Zusage der Familie Ellison, die Schulden bis 2028 auf das 3,75-Fache und 2029 auf das Dreifache zu senken.

Zu den Vermögenswerten unter diesen Schulden gehören Harry Potter, DC Studios, CBS, CNN, TNT, Paramount+ und HBO Max. Das Risiko tragen die Aktionäre. Die Aktie von Paramount Skydance stand am 29. September bei 9,97 Dollar, 3% im Minus und 25% unter dem Jahresanfangskurs. Warner Bros Discovery lag bei 30,86 Dollar, seit Jahresbeginn 7% im Plus. Rund 1.000 Anleger gaben Aufträge für die Schulden ab, und die Kurse einiger neu begebener Papiere fielen nach dem Verkauf.

Wie es weitergeht

Die Aktien von Warner Bros werden nicht mehr an der Nasdaq gehandelt. Der fusionierte Konzern notiert nun an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel SKYD. Die größte Prüfung, so Outlook Business, besteht darin, genug Einsparungen und Cashflow zu erzielen, um die Schulden abzubauen.

Paramount hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren nach der Fusion jährlich mehr als 6 Milliarden Dollar an Kosten einzusparen. Das S&P-Rating geht davon aus, dass die Schulden bis 2028 auf das 3,75-Fache und 2029 auf das Dreifache sinken.

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Quellen

34
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  2. 02Paramount-Warner $110 Bn Deal Done, But New Skydance Faces $80 Bn Debt OverhangEN
  3. 03Paramount's $30 billion bond sale draws $109 billion demand for Warner Bros dealEN
  4. 04Paramount Skydance Bonds Get $109B OrdersEN
  5. 05Paramount's Record Bond Sale Has a Rough Opening DayEN
  6. 06Paramount's mega debt sale reveals how higher bond yields are squeezing corporate AmericaEN
  7. 07Paramount puts $56b bond sale for Warner deal in motionEN
  8. 08Paramount Skydance is tightening spreads on its $30 billion investment-grade bond saleEN
  9. 09Paramount Skydance kicks off $44B-plus bond blitz to fund Warner Bros. Discovery takeoverEN
  10. 10Paramount Skydance Falls 3% as $44.4B Bond Sale for Warner Deal Reaches InvestorsEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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