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Startfeld in Katar könnte nach Yamaha-Rückzug auf 13 Fahrer schrumpfen

Der Große Preis von Katar könnte ohne bis zu neun der 22 Stammfahrer der MotoGP stattfinden, berichtete Fox Sports am 4. November, nachdem Yamaha seine vier Maschinen aus Lusail zurückgezogen hat. Marc Márquez kann dort an diesem Wochenende noch den Titel gewinnen.

SportNachrichtSven AlbrechtVeröffentlicht: 5. November 20265 Min. LesezeitQuellen 17
Startfeld in Katar könnte nach Yamaha-Rückzug auf 13 Fahrer schrumpfen

Ein Rennen, in dem es um den Titel geht, wird mit einem ausgedünnten Feld gefahren. Das Ergebnis hängt damit womöglich ebenso davon ab, wer fehlt, wie davon, wer am schnellsten ist. Fahrer und Teams wissen noch nicht, welche Sanktionen Yamaha drohen. Auch die endgültige Nennliste steht noch nicht fest, weil medizinische Freigaben fehlen.

Yamaha zieht vier Maschinen aus Lusail zurück

Yamaha teilte am Sonntag, dem 1. November, mit, dass weder das Werksteam noch der Pramac-Rennstall nach Katar reisen wird. Der Hersteller erklärte, seine unternehmensweiten Reisebeschränkungen für den Nahen Osten blieben in Kraft.

Yamaha habe „keine ausreichenden Gründe gefunden, die bestehenden unternehmensweiten Reisebeschränkungen zu ändern“, und die Entscheidung sei unabhängig von den Maßnahmen der MotoGP getroffen worden. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in Portugal wieder an den Start gehen.

Durch die Entscheidung fallen Fabio Quartararo, Álex Rins, Jack Miller und Augusto Fernández aus der Nennliste. Fernández hatte den verletzten Toprak Razgatlıoğlu vertreten, dessen Debütsaison mit einer Schulteroperation endete.

Das Moto2-Team von Pramac reist weiterhin an. Izan Guevara liegt 3,5 Punkte hinter der Spitze der Moto2.

Die MotoGP zeigte sich enttäuscht und warnte vor vertraglichen und sportlichen Konsequenzen. Über sportliche Sanktionen entscheidet die FIM. Eine konkrete Strafe wurde nicht angekündigt. Im Fahrerlager von Sepang war von Geldstrafen, Punktabzügen und sogar Rennsperren für die letzten beiden Läufe die Rede, bestätigt ist nichts.

Ein Feld, das auf 13 Fahrer schrumpfen könnte

Das Stammfeld der MotoGP umfasst 22 Nennungen. Fünf sind bereits ausgeschlossen: die vier Yamaha-Piloten sowie Álex Márquez, der sich nach seinem dritten Platz in Malaysia einer Operation an der Platte im rechten Schlüsselbein unterziehen muss. Bleiben vor möglichen Ersatzfahrern 17 Teilnehmer.

Vier weitere Fahrer sind fraglich. Jorge Martín erholt sich von dem Handgelenkbruch aus Australien, Raúl Fernández hat einen gebrochenen Finger, Fermín Aldeguer eine Handverletzung, und Joan Mir zog sich beim Großen Preis von Malaysia wegen Schwindel zurück.

Fallen alle vier aus und werden keine Ersatzfahrer gemeldet, könnte das Feld auf 13 Motorräder schrumpfen. Damit würde der bisherige Tiefstwert von 14 Startern beim Großen Preis von Australien 2011 unterboten.

Grande Prêmio berichtete am 3. November, die Zahl 13 sei eine Prognose und keine bestätigte Nennliste; späte Freigaben oder Ersatzfahrer könnten sie erhöhen. MotoGP News ging weiter und erklärte, womöglich starteten nur 12 Fahrer. Fox Sports meldete, Mir werde gar nicht am Start stehen, während Grande Prêmio ihn unter den Fahrern führte, die auf eine Freigabe warten.

Márquez reist mit Matchball an

Márquez führt 44 Punkte vor Jorge Martín und 67 vor Marco Bezzecchi, drei Runden vor Schluss. Er gewann den Großen Preis von Malaysia und wurde im Sprint hinter Pedro Acosta Zweiter.

Der Umschwung war groß. Vor dem Großen Preis von Italien im Mai lag Márquez 102 Punkte zurück, seit Mugello hat er sieben Rennen gewonnen. Martínez Handgelenkbruch in Australien und sein abgebrochenes Comeback in Malaysia verwandelten einen engen Kampf in einen Vorsprung von 44 Punkten.

In den letzten drei Rennen sind noch 111 Punkte zu holen. Um in Lusail den Titel zu sichern, braucht Márquez 74 Punkte Vorsprung, muss am Katar-Wochenende also mindestens 30 Punkte auf Martín gutmachen. Zudem muss er acht Punkte mehr als Bezzecchi holen.

Punktet Martín gar nicht, brächten ihm ein Sprint-Sieg und ein zweiter Platz am Sonntag einen Gewinn von 32 Punkten und den Titel. Ein Doppelsieg würde seinen Vorsprung auf 81 Punkte ausbauen. Ein achter Titel in der Königsklasse würde ihn an Valentino Rossis sieben vorbeiziehen, ein zehnter über alle Klassen hinweg an dessen neun.

Ducatis Luigi Dall'Igna sagte der AS, er habe „das immer geglaubt“ und wolle den Titel noch nicht ausrufen. „Es sind noch drei Rennen zu fahren, und ehrlich gesagt kann immer noch alles passieren“, sagte er.

Die Fahrer sind beim Rennen gespalten

Neunzehn Fahrer unterzeichneten einen Brief, in dem sie die Entscheidung infrage stellen, das Rennen auszutragen. Das geht aus Berichten hervor, die dem spanischen Journalisten Mela Chércoles zugeschrieben werden. Marco Bezzecchi, Ai Ogura und Johann Zarco unterschrieben nicht. Neun Unterzeichner haben ihren Teams mitgeteilt, dass sie anreisen wollen.

Jack Miller, einer der vier Yamaha-Fahrer, die nun zu Hause bleiben, war nach Sepang die deutlichste Stimme. „Neunzehn Fahrer wollen nicht anreisen, und es gibt viele weitere Menschen im Fahrerlager, die dieselben Sorgen teilen“, sagte er.

Die Fahrer hatten nach Einzelheiten zu Evakuierungsplänen, Versicherungsschutz und der Frage gefragt, ob Luftraumbeschränkungen ihre Abreise behindern könnten. Die MotoGP hielt am Malaysia-Wochenende Treffen mit Teams und Fahrern ab und legte aktualisierte Sicherheitsbewertungen vor.

Márquez will am Donnerstag, dem 5. November, in Katar eintreffen, einen Tag vor dem ersten Training. Einen Boykott hat er nicht unterstützt. Der britische Sender TNT Sports schickt sein Team nicht nach Katar und überträgt das Rennen aus Großbritannien.

Die MotoGP hat damit gedroht, jeden Fahrer, der Katar auslässt, von den letzten beiden Rennen in Portugal und Valencia auszuschließen. Das Rennen wurde wegen der Sicherheitslage vom April in den November verlegt. MotoGP News berichtete, die Serie fürchte die finanziellen Kosten einer Absage.

Was als Nächstes in Lusail passiert

Der Große Preis von Katar ist für den 6. bis 8. November auf dem Lusail International Circuit angesetzt. Der Sprint soll über 11 Runden gehen, der Große Preis über 22.

Über eine Sanktion gegen Yamaha muss die FIM entscheiden, bestätigt ist keine. Die nächste Runde nach Katar ist Portugal vom 20. bis 22. November.

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Quellen

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  3. 03Marc Marquez can clinch eighth MotoGP title at Qatar and surpass Valentino RossiEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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