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Zweiter Rassvet-3-Satellit verglüht, nachdem die Triebwerke nicht zündeten

Rassvet-3 Nr. 17 verglühte am 30. Oktober, nachdem sein Antriebssystem nie gezündet hatte. Es ist der zweite Verlust in diesem Jahr für die russische Breitbandkonstellation von Bureau 1440 und ein Rückschlag für das Starlink-Gegenstück.

TechnologieAnalyseLena BrandtVeröffentlicht: 4. November 20265 Min. LesezeitQuellen 28
Zweiter Rassvet-3-Satellit verglüht, nachdem die Triebwerke nicht zündeten

Rassvet-3 Nr. 17, registriert unter der NORAD-Kennung 100083, ist am 30. Oktober wieder in die Atmosphäre eingetreten, meldete Defence-UA. Gestartet war der Satellit am 19. Juli an Bord einer Sojus-2.1b-Rakete zusammen mit 15 weiteren Raumfahrzeugen. Sein Antriebssystem aktivierte er nie, eine Bahnkorrektur führte er nie aus, berichten Defence-UA und UNITED24 Media. Der Luftwiderstand zog ihn nach unten, bis er auf dichte Luft traf. Nach drei Monaten und 11 Tagen im Orbit verglühte er.

SFG Media datiert den Wiedereintritt auf den 29. Oktober, einen Tag früher, und beruft sich dabei auf Bahndaten aus dem NORAD-Katalog der USA.

Zweiter Verlust in diesem Jahr

Der erste Verlust ereignete sich am 6. Juni, als Rassvet-3 Nr. 4, NORAD 68363, nach einem ähnlichen Triebwerksausfall aus der Umlaufbahn fiel. Der Satellit war am 23. März als Teil der ersten Seriencharge gestartet. Zwischen den beiden Verlusten liegen fast fünf Monate. Betroffen sind die ersten beiden Serienchargen, nicht die ersten beiden Missionen des Programms: Vor den Rassvet-3-Chargen im März und Juli flog Bureau 1440 zwei kleine Testflüge, berichtete shattered.io.

Zwei Satelliten der Juli-Charge, Nr. 17 und Nr. 23, hatten schon Wochen vor dem Verlust an Höhe verloren. Nr. 23 sank auf etwa 220 km und wurde am 20. Oktober angehoben. Jetzt liegt er bei rund 300 km und steigt weiter, meldeten Defence-UA und UNITED24 Media.

Die Rettung ist nicht gesichert

Shattered.io warnte, Nr. 23 sei bei 300 km keineswegs sicher. Nasha Niva hatte unter Berufung auf den Weltraumforscher Anatoli Sak erwartet, dass der Satellit nach dem 6. November innerhalb von 78 Stunden wieder eintritt. Die späteren Berichte von Defence-UA und UNITED24 Media beschreiben dagegen eine Rettung.

Shattered.io zufolge zeigt die Bergung, dass das Raumfahrzeug arbeiten kann, wenn das Triebwerk anspringt. Der Bericht legt nahe, dass Nr. 17 einen Hardware- oder Inbetriebnahmefehler erlitt und nicht an einem Konstruktionsfehler scheiterte, der Flüge unmöglich macht. Übereinstimmende Fehlermuster deuteten auf einen wiederkehrenden Defekt hin, nicht auf zufälliges Pech. Bureau 1440 hat keinen der beiden Ausfälle öffentlich erklärt, eine Ursache wurde nicht veröffentlicht.

Wie es um die Konstellation steht

Dreißig Rassvet-3-Satelliten sind im Orbit, meldet Defence-UA. Von ihnen haben 26 etwa 500 km erreicht, und Nr. 11 soll diese Höhe bald schaffen. SFG Media nennt anhand der NORAD-Daten vier, die noch steigen: Nr. 23, 14, 26 und 11.

Die geplante Betriebshöhe liegt bei 800 km. Satelliten aus beiden Chargen warten bei rund 500 km, wo sie sich auf ihre zugewiesenen Positionen verteilen, bevor sie gemeinsam weiter aufsteigen. Defence-UA zufolge ist der Stopp bei 500 km keine gescheiterte Mission. Der Bericht nennt den Aufbau extrem langsam, den Zustand der Flotte aber nicht schlecht.

Das Unternehmen testet Kommunikationsterminals in abgelegenen russischen Regionen, berichtete Defence-UA. Ausrüstung, die Satellitenterminals ähnelt, wurde zudem an russischen Drohnen gesichtet, die für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt werden. Ein Zusammenhang mit Rassvet ist bislang unbestätigt.

Der Abstand zu Starlink bleibt groß. Der Guardian schätzte rund 10.000 aktive Starlink-Satelliten und nannte die Kapazität von Rassvet mit geschätzt 26 funktionierenden Satelliten begrenzt. Im März 2025 sagte Vize-Ministerpräsident Dmitri Grigorenko, die Rassvet-Konstellation solle bis 2027 über 292 betriebsbereite Satelliten verfügen, meldete SFG Media. Keiner hat die endgültige Umlaufbahn bei 800 km erreicht.

Die beiden Serienchargen starteten vier Monate auseinander, im März und im Juli, mit je etwa 16 Satelliten. Shattered.io fand in den Berichten, die es prüfte, keinen Hinweis auf einen dritten Rassvet-3-Start.

Wie es weitergeht

Sobald alle Satelliten 500 km erreicht und ihre Positionen eingenommen haben, plant Bureau 1440 einen synchronisierten Aufstieg und eine Verteilung entlang der gesamten Umlaufbahn bis 800 km. Der Plan hängt von demselben Triebwerkssystem ab, das bei Nr. 17 und Nr. 4 versagt hat.

Die öffentliche Bilanz umfasst damit zwei verlorene Satelliten, einen geretteten und eine Konstellation, die ihre Arbeitshöhe noch nicht erreicht hat.

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Quellen

28
  1. 01Another Satellite for russia's Starlink Rival Falls Out of Orbit: How Are Other Rassvet-3 Satellites Doing?EN
  2. 02Russia's Starlink Rival Burns Up a 2nd Satellite [2026]EN
  3. 03Happy Halloween! SpaceX launches 27 Starlink satellites to orbit from California (video)EN
  4. 04Russia's Rassvet Satellite Constellation, Being Developed as a Starlink Alternative, Loses Its Second SatelliteEN
  5. 05Russia's Starlink Dream Goes Up in Flames as Second Satellite Burns UpEN
  6. 06Putin hails Elon Musk 'genius' announcing plans for Russian version of StarlinkEN
  7. 07 Drone warfare in space: Swarms of autonomous, laser-shooting cubesats could defend Western satellites in orbit EN
  8. 08AT&T, Rakuten tout integration with Starlink rival AST SpaceMobile for D2D servicesEN
  9. 09 India launches next-gen navigation satellite to orbit (video) EN
  10. 10 NASA's Swift space telescope crashes back to Earth after failed rescue attempt EN
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  12. 12Trace Gas Orbiter discovers potential evidence of volcanic activity on Mars via atmospheric observationsEN
  13. 13Deutsche Polizei nimmt mutmaßlichen Auftraggeber von Starlink-Anschlag festEN
  14. 14Ukraine’s drone strikes spur hasty Russian plans for underground data centersEN
  15. 15 What is Starshield? A look at SpaceX's military satellite network EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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