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Richterin weist xAIs Antrag auf Abweisung der NAACP-Klage nach dem Clean Air Act zurück

Eine Bundesrichterin hat am 30. Oktober den Antrag zurückgewiesen, die Klage der NAACP nach dem Clean Air Act gegen xAI und die Tochterfirma MZX Tech wegen 27 Gasturbinen in Southaven, Mississippi, abzuweisen. Die Anlagen seien keine mobilen Quellen, entschied sie.

KI & ModelleErklärtLena BrandtVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 15
Richterin weist xAIs Antrag auf Abweisung der NAACP-Klage nach dem Clean Air Act zurück

Richterin Debra M. Brown vom U.S. District Court for the Northern District of Mississippi veröffentlichte die Entscheidung am 30. Oktober. xAI und MZX Tech hatten argumentiert, die Turbinen seien mobile Quellen. Sie stehen auf Anhängern und sollten weniger als 12 Monate am Standort bleiben.

Was Richterin Brown entschied

Brown folgte dieser Lesart des State Implementation Plan von Mississippi nicht. Die darin übernommene Definition behandelt eine Verbrennungsturbine als ortsfest, wenn sie sich während ihres Betriebs nicht selbst fortbewegt und auch nicht dafür vorgesehen ist. Ortsfeste Geräte dürfen zudem auf einem Fahrzeug stehen, damit sie transportabel bleiben. Auch das Schreiben des Mississippi Department of Environmental Quality vom Juli 2025 zog sie nicht heran. Darin hieß es, eine Ausnahme von der Genehmigungspflicht könne greifen, wenn die Anhänger am Platz blieben und innerhalb eines Jahres abzögen. Das Schreiben binde die Auslegung des Rechts durch das Gericht nicht, stellte sie fest.

Brown wies zwei weitere Argumente von xAI ab.

Sie verwarf die Behauptung, der NAACP fehle die Klagebefugnis, und ebenso die Behauptung, die Regelung für Bürgerklagen im Clean Air Act sei verfassungswidrig. "Weil Kläger in Bürgerklagen im eigenen Namen und für sich selbst klagen und Strafen verlangen, die ihnen selbst zugefügte Schäden ausgleichen, üben sie keine exekutive Gewalt des Bundes aus", schrieb sie.

Das Kraftwerk hinter dem Fall

Die Klage richtet sich gegen 27 Gasturbinen im gasbefeuerten Kraftwerk in Southaven, Mississippi, das das Rechenzentrum Colossus 2 versorgt. Die 27 Turbinen stehen für 495 Megawatt Erzeugungsleistung, genug für 400.000 Haushalte. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die WIRED zitiert.

Die Klageschrift schätzt, dass die Turbinen mehr als 1.700 Tonnen Stickoxide pro Jahr ausstoßen könnten, dazu Formaldehyd. Es handelt sich um mögliche Werte aus der Klageschrift, nicht um gemessene Emissionen. Die Behörden von Mississippi erteilten im März eine Genehmigung für 41 dauerhafte Turbinen am Standort. Dieser Satz ist nach Angaben der NAACP nicht mit den Anlagen identisch, um die es in der Klage geht.

Wie es zu dem Verfahren kam

Die NAACP, vertreten durch das Southern Environmental Law Center und Earthjustice, reichte die Klage am 14. April 2026 beim Northern District of Mississippi ein. Das Justizministerium trat im Juni bei und bat das Gericht um Abweisung. Es argumentierte, der Fall gefährde die Stromversorgung für KI-Arbeit, die militärische Einsätze unterstützt.

Die Zahl der Turbinen hat sich seither verändert. WIRED berichtete, xAI habe zwischen Ende März und Anfang Mai 19 mobile Turbinen installiert und den Standort damit auf 46 gebracht, nach 27 in der April-Klage. Die zusätzlichen Anlagen standen für mehr als 500 Megawatt Leistung. E-Mails zwischen xAI und den Behörden von Mississippi, die das Southern Environmental Law Center beschaffte, belegen die Ergänzungen. MDEQ-Sprecherin Jan Schaefer bestätigte gegenüber WIRED, dass keine der 46 Anlagen von der März-Genehmigung erfasst war.

Die Environmental Protection Agency erklärte im Januar 2026, die Turbinen ließen sich nicht als vorübergehende Non-Road-Motoren einstufen.

Wie es weitergeht

Die Kläger verlangen eine einstweilige Verfügung, die bestmögliche verfügbare Kontrolltechnik und zivilrechtliche Strafen. Die Entscheidung klärt nicht, ob xAI gegen das Gesetz verstoßen hat. Sie hält nur fest, dass die Ansprüche stark genug sind, um weiterzugehen.

Für andere Betreiber von Rechenzentren verengt die Entscheidung einen Weg an Verzögerungen im Netzanschluss vorbei: Turbinen auf Anhänger zu stellen, nimmt sie nicht automatisch aus der Genehmigungspflicht für ortsfeste Quellen, aus den Emissionskontrollen und aus der Reichweite von Bürgerklagen.

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Quellen

15
  1. 01xAI Adds 19 New Gas Turbines Despite Ongoing Lawsuit - WIREDEN
  2. 02NAACP lawsuit accuses Elon Musk's xAI of polluting Black neighborhoods near Memphis - The GuardianEN
  3. 03Elon Musk's xAI faces threat of NAACP lawsuit over air pollution from Mississippi data center - CNBCEN
  4. 04DOJ Lawyers Argue xAI Is 'Vital' for National Security in NAACP Lawsuit - WIREDEN
  5. 05xAI's Memphis Data Center Sparks Outrage Over Unpermitted Gas Turbines Polluting Nearby Neighborhoods - IBTimesEN
  6. 06xAI turns retired 747 jet engines into power plants for its Memphis AI complex - Crypto BriefingEN
  7. 07Judge derails xAI bid to dismiss data center turbine case - TechTargetEN
  8. 08Judge allows NAACP lawsuit over xAI data center pollution to move forward - TechCrunchEN
  9. 09Judge Allows xAI Air Pollution Lawsuit to Proceed - Environmental Protection OnlineEN
  10. 10“Colossus Failure”: Elon Musk’s Data Centers Face Lawsuit for Polluting Black Neighborhoods in Memphis - Democracy Now!EN
  11. 11People Living Near xAI’s Dirty Data Centers Are Right Pissed About the SpaceX IPO - Mother JonesEN
  12. 12xAI granted permits for 15 gas turbines at Memphis data centerEN
  13. 13Musk says Colossus 2 is expanding into sites called Spam and Gun RangeEN
  14. 14xAI Lawsuit Over Data Center Emissions to ProceedEN
  15. 15SpaceX's AI Empire Surges to $7.5B Per Quarter as Colossus Faces EPA and NAACP Fire - inklEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Lena Brandt

Lena Brandt

KI, Modelle und Technik

Lena Brandt schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Studien und öffentlich zugängliche Datensätze, statt Pressemitteilungen ungeprüft zu übernehmen. Bei Modellvergleichen kontrolliert sie Benchmark-Werte, Trainingsdaten und Versionsnummern und rechnet Angaben zu Rechenleistung und Kosten selbst nach. Sie spricht mit Entwicklern und Forschern, wartet auf angekündigte Updates und vergleicht Releases, bevor sie eine Einschätzung abgibt. Privat beschäftigt sie sich mit 3D-Druck, alten Rechnern und der Frage, wie Modelle aus Internetmüll lernen – Themen, die regelmäßig in ihre Texte einfließen. Sie publiziert keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst überprüfen konnte.

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