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Seoul High Court bestätigt Yoons Wahlurteil

Das Oberlandesgericht Seoul hat am Mittwoch die 18-monatige Bewährungsstrafe gegen Yoon Suk Yeol wegen Verstößen gegen das Wahlrecht bestätigt. Das Urteil könnte seinen Wahlsieg von 2022 annullieren und seine frühere Partei zwingen, 39.700.000.000 Won (29.600.000 US-Dollar) zurückzuzahlen.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 27
Seoul High Court bestätigt Yoons Wahlurteil

Das Oberlandesgericht Seoul hat am Mittwoch die Berufung von Yoon Suk Yeol zurückgewiesen. Damit bleibt es bei der 18-monatigen Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Grundlage sind Verstöße gegen das Wahlrecht. Wird das Urteil rechtskräftig, annulliert es Yoons Wahlsieg von 2022. Die People Power Party müsste dann 39.700.000.000 Won (29.600.000 US-Dollar) an staatlichen Wahlkampfkosten zurückzahlen.

Das Gericht bestätigte die Vorinstanz

Die Berufungsinstanz bestätigte das Strafmaß, das ein Bezirksgericht im Juli verhängt hatte, wie CNA berichtete. Die Verhandlung wurde live im Fernsehen übertragen. Der vorsitzende Richter sagte, Yoon habe die Pflicht gehabt, die Wähler korrekt zu informieren. Stattdessen habe er „Desinformation verbreitet“ und von den Ermittlungen bis zum Prozess „stets auf Ausreden zurückgegriffen“.

Yoon, 65, trug ein weißes Hemd und eine dunkle Jacke und zeigte keine Regung, als die Berufung abgelehnt wurde. Sein Anwaltsteam nannte das Urteil „ungerecht“ und erklärte, es verhänge eine Strafe, „ohne den Kontext ausreichend zu berücksichtigen“, so CNA.

Warum die Rückzahlung zählt

Nach südkoreanischem Recht erstattet die Nationale Wahlkommission den Parteien ihre Wahlkampfkosten, wenn ihr Kandidat mindestens 15 Prozent der Stimmen erhält. Eine rechtskräftige Haftstrafe oder eine Geldstrafe von mindestens 1.000.000 Won wegen Wahldelikten macht die Wahl ungültig und zwingt die Partei, das Geld zurückzugeben, wie CNA berichtete.

Die 39.700.000.000 Won entsprechen nach Unterlagen der Wahlkommission, die CNA zitiert, etwa einem Drittel des Vermögens der People Power Party. Die Partei ist Yoons frühere Partei und die wichtigste Oppositionskraft in der Nationalversammlung. Eine Rückzahlung wurde noch nicht angeordnet, weil das Urteil nicht rechtskräftig ist.

Für Yoon ist das Wahlurteil weitgehend symbolisch: Er verbüßt bereits eine lebenslange Haftstrafe, weil er mit der Ausrufung des Kriegsrechts im Dezember 2024 einen Aufstand angeführt hat. Die finanziellen und politischen Folgen träfen die People Power Party.

Die fraglichen Aussagen

Die Verurteilung stützt sich auf Wahlkampfaussagen aus der Zeit vor der Wahl 2022. Die Korea Times berichtete, Yoon sei wegen eines Pressetermins im Dezember 2021 angeklagt worden. Dort sagte er, er habe einem früheren Steuerbeamten keinen Anwalt vermittelt. Der Beamte ist der Bruder eines engen Vertrauten aus Yoons Zeit als Staatsanwalt. Außerdem wurde ihm ein Interview vom Januar 2022 zur Last gelegt. Darin bestritt er, dass ein Parteifunktionär ihn dem Schamanen Jeon Seong-bae vorgestellt habe. Ebenso bestritt er, dass er und seine Frau Kim Keon Hee Jeon gemeinsam getroffen hätten.

Wie es weitergeht

Yoons Anwaltsteam kündigte an, vor den Obersten Gerichtshof zu ziehen, wie CNA berichtete. Bis zum Ende dieses Verfahrens ist das Urteil nicht rechtskräftig.

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Quellen

27
  1. 01Appeals court to rule on ex-President Yoon's high-stakes election law caseEN
  2. 02Seoul court upholds ex-president Yoon's election convictionEN
  3. 03South Korean special counsel seeks death penalty for ex-President Yoon over marital law declarationEN
  4. 04South Korean prosecutor seeks death penalty for Yoon over martial lawEN
  5. 05South Korean Ex-Leader Is Sentenced to Life in Prison - The New York TimesEN
  6. 06South Korea: Life sentence for Ex-President Yoon a significant step towards accountability - Amnesty InternationalEN
  7. 07Ex-South Korean president found guilty of insurrection over martial law order - NBC NewsEN
  8. 08South Korean prosecutor seeks death sentence for ex-leader Yoon over martial law decree - Courthouse NewsEN
  9. 09A South Korean court sentences Yoon to 5 years in prison on charges related to martial law decree - NPREN
  10. 10Yoon Suk Yeol: S Korea prosecutors seek death penalty over failed insurrection attempt - BBCEN
  11. 11South Korea’s ex-president Yoon given 5-year jail term in martial law case - Al JazeeraEN
  12. 12Former South Korea president Yoon Suk Yeol sentenced to 30 years in prison for sending drones over Pyongyang - The GuardianEN
  13. 13Top ally of South Korea’s Yoon given 23 years in prison for rebellion over martial law crisisEN
  14. 14South Korea braces for verdict in ex‑President Yoon’s insurrection trialEN
  15. 15South Korea jails ex-president Yoon for life over failed martial law bidEN
  16. 16Why South Korea's Prosecutor Is Pushing for Yoon's Execution, and Why It Still Won't HappenEN
  17. 17South Korea targets ' highest performance' sovereign AI modelEN
  18. 18Tesla Sold FSD To Koreans Who Still Can't Use It. Now It's Facing A ComplaintEN
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  22. 22Tesla accused of selling FSD to Korean owners who can’t legally use itEN
  23. 23 AI chip smugglers exploit trade control loophole to bring banned HBM from South Korea into China EN
  24. 24Xpeng plans South Korea entry, appoints former Volvo exec to lead local businessEN
  25. 25South Korea is betting on startups to secure its future on the global stageEN
  26. 26Tencent targets Southeast Asia as launch pad for AI agent WorkBuddy amid tough local marketEN
  27. 27Studying Fraudulent North Korean IT WorkersEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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