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Waymos Unfallzahlen in L.A. verdreifachen sich 2025, Robotaxi-Daten spalten die Sicherheitsdebatte

Waymo meldete 2025 im Los Angeles County 219 Unfälle, mehr als das Dreifache der 69 aus 2024. Weitere 186 sind bislang in diesem Jahr eingegangen, wie eine Auswertung der Bundesdaten zu Unfällen autonomer Fahrzeuge durch die Los Angeles Times vom 5. Oktober zeigt.

SportNachrichtJonas WeberVeröffentlicht: 5. Oktober 20268 Min. LesezeitQuellen 14
Waymos Unfallzahlen in L.A. verdreifachen sich 2025, Robotaxi-Daten spalten die Sicherheitsdebatte

Waymo meldete 2025 im Los Angeles County 219 Unfälle, mehr als das Dreifache der 69 aus 2024. Weitere 186 sind bislang in diesem Jahr eingegangen.

Die Zahlen stammen aus einer Auswertung der Unfallberichte autonomer Fahrzeuge bei der National Highway Traffic Safety Administration, die die Los Angeles Times am 5. Oktober veröffentlichte. Dieselbe Auswertung ergab, dass mehr als 80% der in diesem Jahr gemeldeten Waymo-Unfälle im County keine erkennbaren Verletzungen verursachten. Viele ereigneten sich, während die Fahrzeuge standen.

Die Zahlen aus Los Angeles fallen mitten in eine größere Auseinandersetzung darüber, wie sich die Sicherheit von Robotaxis messen lässt und welchen Daten man trauen sollte. Die Unternehmen verweisen auf niedrigere Verletzungsraten als bei menschlichen Fahrern. Forschende halten entgegen, dass die Betriebsbedingungen noch eng genug sind, um den Vergleich nicht gleichwertig zu machen. Kalifornien bleibt das wichtigste Testfeld: Zoox von Amazon testet bereits fahrerlose Fahrzeuge in L.A., Teslas Cybercab und andere dürften folgen. Matthew Raifman, der an der UC Berkeley am Safe Transportation Research and Education Center autonome Fahrzeuge erforscht, hat mit Behörddendaten ein Dashboard der Robotaxi-Unfälle zusammengestellt. Der Times sagte er, der Staat fange einen Großteil des Ausprobierens auf. "Ich wünschte, es wäre kein Robotaxi-Wettrennen, auch wenn es eines ist", sagte er. "Ich hoffe, es ist ein langsamer Spaziergang hin zu sicherer Mobilität."

Die tödlichen Fälle sind selten. In den Fällen, die die Times beschreibt, liegt die Schuld nicht immer bei Waymo.

An einer Kreuzung in San Francisco starben im Januar bei einem Zusammenstoß mit mindestens fünf Fahrzeugen und einem leeren Waymo ein Mensch und ein Haustier. Laut der Times war es das erste Mal, dass ein autonomes Fahrzeug ohne Sicherheitsfahrer an einem tödlichen Vorfall beteiligt war. Im August war in Dallas ein Waymo eines der Fahrzeuge bei einem Unfall, bei dem ein Fußgänger starb. In Arizona wurde im vergangenen Jahr ein Motorradfahrer tödlich verletzt, nachdem er einen Waymo gerammt hatte und auf die Straße geschleudert worden war. In jedem dieser tödlichen Unfälle, so die Times, schien Waymo nicht die Schuld zu tragen.

Tesla weitet unterdessen die Betriebszeiten seiner Robotaxis in Austin von 22 Uhr auf 23 Uhr aus, wie die Times am 5. Oktober berichtete. Auf die Frage, warum es nicht länger gehe, sagte Elon Musk, das Unternehmen arbeite daran, Haustiere zu schützen. "Das Wichtigste, was wir lösen wollen, ist sicherzustellen, dass wir keine Haustiere überfahren, wenn sie nachts schwer zu sehen sind", sagte er laut der Times in einem Beitrag auf X. "Wir versuchen buchstäblich, graue Kätzchen auf grauem Asphalt im Dunkeln zu vermeiden."

Was die Daten zeigen können und was nicht

Die Unfallberichte sind ein Nebenprodukt der Regulierung, kein eigens erhobener Datensatz. Sie sagen, wie oft ein Robotaxi an etwas Meldepflichtigem beteiligt war, nicht ob das Robotaxi die Ursache war. Deshalb werden dieselben Zahlen zweierlei gelesen. Die einen sehen Belege dafür, dass fahrerlose Flotten mit ihrer Skalierung immer mehr Zwischenfälle sammeln. Die anderen sehen Belege dafür, dass die meisten dieser Zwischenfälle Kontakte bei niedriger Geschwindigkeit im dichten Verkehr sind.

Das Datenproblem hat eine technische Seite, die weniger Beachtung findet. Ein am 5. Oktober veröffentlichter Blogbeitrag eines Ingenieurs, der mit Daten zum autonomen Fahren arbeitet, argumentiert, die Größe sei der einfache Teil. Am Beispiel des nuScenes-Datensatzes von Motional aus dem Jahr 2019 rechnet der Beitrag vor, dass sechs Kameras mit 1600x900 und 12Hz etwa 311MB pro Sekunde erzeugen, rund 1,1TB pro Stunde, bevor Lidar und Radar mitgezählt sind. Speicherung und Kompression seien gelöste Probleme, schreibt der Autor. Schwierig seien die zeitliche Ausrichtung über die Sensoren hinweg, das Auffinden der seltenen Zwischenfälle, aus denen sich lernen lässt, und die Reproduzierbarkeit, welche Daten- und Labelversionen ein bestimmtes Modell trainiert haben. Bei 100km/h legt ein Auto rund 28 Meter pro Sekunde zurück, eine Lücke von 10ms zwischen zwei Sensoren verschiebt die Position eines Objekts also um etwa 28cm.

Diese Einordnung zählt für jeden, der Unfallstatistiken liest. Am wichtigsten sind die seltensten Ereignisse, und die Pipelines, die sie zutage bringen, entstehen erst noch.

Speicher, Strom und der physische Fußabdruck

Die Rechenleistung hinter all diesen Analysen hat eigene Grenzen. Sie zeigten sich am 5. Oktober aus mehreren Richtungen.

Toshiba will die Produktionskapazität für Festplatten in KI-Rechenzentren bis zum Geschäftsjahr 2027 gegenüber dem Niveau von 2025 verdoppeln, wie Nikkei Asia am 5. Oktober berichtete. Der Ausbau im philippinischen Werk gilt als erste größere Investition von Toshiba in das HDD-Geschäft seit etwa fünf Jahren. Auf der Datenbankseite veröffentlichte Asana am 5. Oktober einen Engineering-Beitrag darüber, wie das Unternehmen Kundendaten im Petabyte-Maßstab über deutlich mehr als hundert physische MySQL-Instanzen verteilt. Die Kunden-ID ist der Partitionsschlüssel, und die Daten eines einzelnen Kunden liegen auf einer Instanz. Datadog beschrieb in einem auf den 5. Oktober datierten Beitrag den Bau von Distributed DataFusion, einem Open-Source-Framework in Rust, das eine Abfrage über viele Maschinen verteilt. Das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass ClickHouse für seine Anforderungen nicht erweiterbar genug sei und dass Spark und Ballista Zwischendaten materialisieren.

Kleinere Projekte verfolgen dieselben Arbeitslasten. Pivot, eine Analyse-Datenbank in Rust für Delta Lake und Iceberg, steht auf GitHub. Das eigene README nennt sie in früher Entwicklung und noch nicht produktionsreif. SQLite veröffentlichte am 5. Oktober die Dokumentation zu sqlite3_rsync, einem Werkzeug zum entfernten Kopieren, das eine Replik in einen konsistenten Snapshot einer Ursprungsdatenbank verwandelt, während beide live bleiben. Es kostet eine Datenbank pro Aufruf und mindestens einen Endpunkt auf der lokalen Maschine.

Nichts davon ist Sport. Alles davon ist die Verrohrung, auf der Sportanalytik, Videoauswertung und Scouting-Plattformen sitzen.

Strom, Wasser und Genehmigungen

Die Standortwahl für Rechenzentren ist laut Data Center Knowledge zu einem Kampf an drei Fronten geworden: Netzkosten, Wasser und lokale Landnutzung. Das Medium berichtete am 5. Oktober, eine Welle von Maßnahmen der Bundesstaaten Ende September 2026 habe die Regeln verändert. Kaliforniens AB 1577, AB 2383 und SB 887 verlangen von Bauherren, die vollen Zusatzkosten des Netzausbaus zu tragen, und die Executive Order 658 in Massachusetts gilt für Anlagen mit einer Spitzenlast über 25MW. Dasselbe Medium berichtete am 5. Oktober separat, Betreiber griffen zu Biomimikry und gemeinsamer Gestaltung mit der Nachbarschaft, um die visuelle Wirkung ihrer Anlagen abzumildern. Es nannte Microsofts Standort in Noord-Holland, wo das Unternehmen 2022 150 einheimische Bäume und mehr als 2.000 Quadratmeter Sträucher und Gräser pflanzte. Microsoft sagt, die Praxis habe inzwischen mehr als 20 Standorte in den USA und Europa erreicht.

Ein 20 Stockwerke hoher Rechenzentrumsturm, der für die Innenstadt von Kansas City in Missouri vorgeschlagen wurde, käme auf 24MW IT-Last auf etwa 0,23 Acres, wie Data Center Knowledge am 5. Oktober berichtete. Nur zwei seiner 20 Etagen würden Rechentechnik beherbergen, rund 109.000 der 141.000 Bruttoquadratfuß gingen an die Gebäudetechnik. Der Entwickler Revitalization Unlimited bezifferte die Gesamtkosten auf 183.000.000 Dollar, etwa 1.300 Dollar pro Quadratfuß. "Wir behaupten nicht, dass jedes Rechenzentrum in die Innenstadt gehört", sagte Gründer und CEO Steve Austin. "Wir behaupten, dass dieses dorthin gehört, und wir zahlen dafür einen Bauaufschlag." Eine zugehörige Verordnung der Stadt ist bis zum 13. Oktober ausgesetzt.

Wenn die Infrastruktur versagt

Zwei Umweltgeschichten vom 5. Oktober sollten alle im Blick behalten, die die Cloud für schwerelos halten.

Die finnische Aufsichts- und Genehmigungsbehörde prüft mehr als 300 Hektar Wald, die für ein Google-Rechenzentrum in Muhos gerodet wurden. Die Behörde teilte der Projektgesellschaft von Google im Mai mit, dass zuerst eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei, wie Wood Central am 5. Oktober berichtete. Sari Myllyoja, die die Untersuchung bei der Behörde leitet, sagte, es sehe so aus, als habe die Projektgesellschaft trotzdem weitergemacht. Googles Kommunikationsmanager Michiel Sallaets sagte, die Bäume seien "in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen des Waldgesetzes" gefällt worden. Die Gemeinde Muhos teilte der Behörde am 5. Oktober mit, sie habe dem Projekt keine Baugenehmigung und keine andere Genehmigung erteilt.

In New Jersey gelangte ein Diesel-Leck von 5.000 Gallonen in der Equinix-Anlage NY2 in Secaucus in einen unbenannten Nebenfluss des Hackensack River, wie die Times of India am 5. Oktober unter Berufung auf das staatliche Umweltministerium berichtete. Einsatzkräfte hatten etwa 3.500 Gallonen zurückgewonnen. Secaucus' Bürgermeister Michael Gonnelli führte den Vorfall zunächst auf einen "Computerfehler" zurück, während Equinix zwei defekte Ventile als Ursache nannte. Das Ministerium erklärte, es habe keine Auswirkungen auf die örtliche Tierwelt festgestellt, und es lägen keine Trinkwasserentnahmen in der Nähe des betroffenen Bereichs.

Dänemarks zentrales Personenregister liefert eine schärfere Warnung zur Datenverwaltung. Die CPR-Verwaltung teilte am 5. Oktober mit, Unbefugte hätten den legitimen Suchzugang eines dänischen Unternehmens genutzt, um Namen, Adressen und CPR-Nummern von etwa 8.800.000 registrierten Personen zu erlangen. Die Copenhagen Post berichtete am selben Tag, der Vorfall habe sich im September ereignet und die Verwaltung habe am Freitagabend davor davon erfahren. Forschungs-, Bildungs- und Digitalisierungsministerin Christina Egelund nannte ihn "einen zutiefst ernsten Vorfall". Datatilsynet erklärte, die Meldung sei am Sonntag eingegangen, die Umstände ließen sich noch nicht bewerten.

Für die Sporttechnologie fällt die praktische Lesart weniger dramatisch aus als die Schlagzeilen. Verletzungsmodelle, Tracking-Systeme und Broadcast-Analytik hängen alle von föderierten Daten, gemeinsamer Infrastruktur und der Erlaubnis zu arbeiten ab. Die Waymo-Unfallzahlen sind der sichtbarste Test dieser Ordnung. Sie werden weiter veröffentlicht, ob sich jemand auf ihre Bedeutung einigt oder nicht.

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Quellen

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  1. 01L.A. has more driverless cars, and more crashes. A look at the dataEN
  2. 02The Real Problem with AV Data Isn't SizeEN
  3. 03Toshiba to double hard-disk drive supply to fill AI chip memory gapEN
  4. 04Inside Asana's Database Architecture: Sharding and ScalingEN
  5. 05Distributed DataFusion: A library for building distributed query engines in RustEN
  6. 06Pivot - real-time analytics on Iceberg and DeltaEN
  7. 07Database Remote-Copy Tool For SQLiteEN
  8. 08Beyond the Megawatt: Why Data Center Site Selection Is Now a Three-Front BattleEN
  9. 09Can Data Center Design Choices Change Public Acceptance?EN
  10. 10Vertical Data Centers Face Cost-Proximity Trade-OffsEN
  11. 11Google Accused of Felling 300 Hectares of Forest for a Finnish Data CentreEN
  12. 12Equinix data center spills thousands of gallons of diesel in Hackensack RiverEN
  13. 13Omfattende uautoriseret adgang til borgeres CPR-oplysningerEN
  14. 14CPR data breach exposes personal details of 8.8 million people in DenmarkEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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