YouTube präzisiert Richtlinie zu unechtem Content mit drei Monetarisierungskategorien
YouTube hat am 16. Juli seine Richtlinie zu unechtem Content präzisiert und drei Kategorien benannt, die einen Kanal von der Monetarisierung im Partnerprogramm ausschließen können: generische oder repetitive Videos, abschreckende oder emotional manipulative Videos und KI-Personas, die sensible Themen behandeln.

Die aktualisierte Vorgabe gilt seit dem 16. Juli für alle Mitglieder des YouTube-Partnerprogramms. Matt Halprin, Vizepräsident für Vertrauen und Sicherheit, stellte die Kategorien in einem Video von Creator Insider vor, dem offiziellen Kanal des Unternehmens für Neuigkeiten für Creator. „KI kann Menschen tatsächlich dabei helfen, sehr viele Videos zu machen“, sagte Halprin. „Manchmal sind diese Videos großartig, und sie fördern die Kreativität wirklich.“
Die drei Kategorien
Die erste Kategorie umfasst nach Halprins Worten generische, repetitive oder auf Vorlagen beruhende Videos. Dazu zählt Material, das sich mit KI, computergenerierten Bildern oder Vorlagen leicht herstellen lässt und sich von Upload zu Upload kaum unterscheidet. Tutorials könnten unter die Richtlinie fallen, wenn sie Inhalte wiedergeben, die auf der Plattform ohnehin verbreitet sind, statt etwas Eigenes zu bieten, sagte er.
Die zweite Kategorie betrifft „abschreckende“ Inhalte, die darauf angelegt sind, Zuschauer zu bedrängen oder emotional zu manipulieren, um Aufrufe zu sammeln. Sein Beispiel war ein Kanal, der ein Tier in Not zeigt und danach eine Rettung. Kanäle, die sich diesem Content widmen, werden aus dem Partnerprogramm entfernt, unabhängig davon, ob das Material mit KI erzeugt wurde. Yahoo Tech berichtete, dass Nachrichtenbeiträge, Dokumentationen, fiktionale Serien und andere substanzielle Arbeiten Tragödien, Gewalt oder Not weiterhin behandeln dürfen, wenn das Material einer größeren Geschichte dient. Gizmodo schrieb, die Regel werde wahrscheinlich Kanäle treffen, die über das Nachrichtengeschehen berichten.
Die dritte Kategorie zielt auf KI-Personas. TechCrunch beschreibt sie als mit KI erzeugte Darstellungen realer Menschen, die sensible Themen wie Gesundheit, Finanzen, Recht und Politik behandeln. Yahoo Tech nannte als Beispiele einen KI-generierten Arzt, der Symptome diagnostiziert, und einen KI-generierten Podcast-Moderator, der Geldanlagen empfiehlt. YouTube sorgt sich, Zuschauer könnten die Figuren für glaubwürdige menschliche Fachleute halten. Laut Halprin kann kein Kanal monetarisiert werden, der zu viel von einer der drei Arten enthält.
Klarstellung, keine neue Richtlinie
Ein YouTube-Sprecher sagte Business Insider, die Richtlinie sei nicht neu. Sie sei eine Klarstellung der seit Langem bestehenden Richtlinie zu „unechtem Content“ und solle die Unklarheiten für Creator verringern, denen wegen repetitiver, einfallsloser oder emotional manipulativer Videos die Monetarisierung entzogen worden war. Gegen massenhaft produzierte und repetitive Videos ging YouTube erstmals 2025 unter dem Label unecht vor, als das Unternehmen ankündigte, solchen Inhalten die Einnahmen zu entziehen.
Wie groß das Problem mit KI-Schrott ist
Kapwing legte ein neues YouTube-Konto an und untersuchte die ersten 500 Shorts, die die Plattform empfahl. 104 davon, also 21 Prozent, stufte das Unternehmen als „AI slop“ ein; weitere 165, also 33 Prozent, fielen in eine breitere Kategorie „Brainrot“, die KI-Schrott und anderen minderwertigen, auf Interaktion optimierten Content einschließt. Die 21 Prozent beziehen sich auf die ersten 500 Shorts, die einem neuen Konto ausgespielt wurden, nicht auf alle YouTube-Videos.
In einer separaten Stichprobe prüfte Kapwing 15.000 populäre Kanäle und fand 278, die ausschließlich KI-generierten Content veröffentlichten. Diese Kanäle kamen Stand Oktober 2025 auf 63.000.000.000 Aufrufe, 221.000.000 Abonnenten und geschätzte 117.000.000 US-Dollar Werbeeinnahmen pro Jahr. YouTube erklärte, die Ergebnisse spiegelten nicht zwangsläufig die Plattform als Ganzes wider; der Konzern sperrte einen in der Studie genannten Kanal und entfernte mehrere weitere aus seinen Monetarisierungsprogrammen, wie Yahoo Tech berichtete.
Warum die Kategorien für YouTubes Werbegeschäft zählen
Das Partnerprogramm bezahlt Creator über Werbung und Abonnements. YouTube erwirtschaftet inzwischen mehr Werbeeinnahmen als konkurrierende Streaminganbieter und hat Netflix bei den durchschnittlichen täglichen Aufrufen weltweit überholt, wie TechCrunch berichtete. Business Insider berichtete, YouTube habe sich jahrelang bei Werbetreibenden als Zukunft des Fernsehens präsentiert, und eine Flut KI-generierten Spams gefährde diese Botschaft. Im Januar 2026 entfernte die Plattform mehr als ein Dutzend populärer Kanäle, die mit KI-generierten Videos über Katzen und Jesus Millionen Aufrufe gesammelt hatten. CEO Neal Mohan verwendete den Begriff „AI slop“ in seinem Jahresbrief im Januar 2026 und versprach, die Systeme zur Erkennung von Spam und Clickbait auszubauen.
Quellen
15- 01YouTube clarifies policies around AI slop and upsetting videosEN
- 02YouTube Cracks Down on 'Off-Putting Content' and AI SlopEN
- 03YouTube's AI Slop Problem And How Marketers Can CompeteEN
- 04YouTube reveals which AI slop videos can't make moneyEN
- 05YouTube cracks down on low-effort content with new monetization rulesEN
- 06YouTube is outsourcing its AI slop problem to you, and that's a terrible ideaEN
- 07From Substack to YouTube, here are the social platforms cracking down on AI slopEN
- 08AI Slop vs UGC: As synthetic content speeds up, can it win the trust gameEN
- 09The winners and losers of YouTube’s view count and monetization overhaulEN
- 10YouTube adds tools and ramps up protection for creatorsEN
- 11YouTuber ortet Videoaufnahmen anhand von FlugzeuggeräuschenEN
- 12Russia and US seek to block plan for binding rules on autonomous weaponsEN
- 13Learn the rules: The hacker mindsetEN
- 14Launch HN: Rivet (YC W23) – Scale and Orchestrate Agents on S3EN
- 15What happened to McSkillet? CSGO skins YouTuber’s death in tragic crash explained - DexertoEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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