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Apple warnt vor beispiellosen Speicherchip-Kosten, britische Fleischkühler von Kühlangriffen betroffen

Apple hat Anleger am Montag gewarnt, dass die Preise für Speicherchips mit beispielloser Geschwindigkeit steigen und die Margen weiter belasten werden. Wenige Stunden später bestätigte das NCSC am Dienstag, dass auch Kühleinheiten britischer Fleischlieferanten von den europäischen Kälteangriffen betroffen waren.

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 3. November 20265 Min. LesezeitQuellen 7
Apple warnt vor beispiellosen Speicherchip-Kosten, britische Fleischkühler von Kühlangriffen betroffen

Die Apple-Aktie fiel am Montag im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 2,75%. Das Unternehmen warnte, die Kosten für Speicherchips würden tiefer in die Margen schneiden als erwartet. Der Guardian berichtete über die Reaktion. Apple verdiente im Zeitraum Juli bis September 30.710.000.000 Dollar oder 2,10 Dollar je Aktie. Von FactSet befragte Analysten hatten 1,99 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 113.400.000.000 Dollar erwartet.

„Was wir derzeit bei den Speicherpreisen sehen, ist beispiellos“, sagte Vorstandschef John Ternus laut dem Guardian in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Die Speicherkosten würden im vierten Quartal noch höher liegen als in den drei Monaten davor.

Die Ursache ist keine Knappheit an Fertigungskapazität im üblichen Sinn. Der Ausbau der KI-Rechenzentren zieht Speicherangebot von der Unterhaltungselektronik ab. Die Branche nennt die Verknappung seit Monaten „RAMageddon“. Apple hat im Juni bereits Preiserhöhungen für iPad und MacBook durchgesetzt und im September für das iPhone. Ternus sagte, diese Erhöhungen hätten „einen gewissen Ausgleich“ geschaffen. Gizmodo berichtete, das Unternehmen habe auch seine Ausgaben für Siri-KI als Belastung für den Gewinn genannt.

Was die Zahlen über den Ausgleich sagen

Der Umsatz stieg um 12% im Jahresvergleich. Ben Barringer, Leiter der Technologieforschung bei Quilter Cheviot, nannte die Ergebnisse gegenüber dem Guardian „OK, wenn auch eher enttäuschend“. Er verwies auf die iPhone-Verkäufe und die starke Nachfrage nach dem Mac Mini bei Nutzern, die agentische KI betreiben, sowie auf das Wachstum in China. iPad und Wearables enttäuschten, und das Dienstleistungsgeschäft wuchs um 10%, unter dem Durchschnitt des Konzerns.

Der Analyst Jacob Bourne von Emarketer argumentierte, Apples vergleichsweise geringe Ausgaben für KI-Infrastruktur hätten den Cashflow geschützt. Partnerschaften mit Unternehmen wie Alphabet erlaubten es, KI-Funktionen hinzuzufügen, ohne dieselbe finanzielle Belastung wie die Wettbewerber.

Das ist eine plausible Lesart des Quartals. Es ist auch die Lesart eines Unternehmens, das gerade festgestellt hat, dass seine Inputkosten von den Investitionsprogrammen anderer bestimmt werden.

„Es gibt so viele Schwachstellen da draußen, dass man sagen könnte, sie warten nur darauf, ausgenutzt zu werden“, sagte Richard Horne, Vorstandschef des NCSC, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Ebenfalls am Dienstag teilte das britische National Cyber Security Centre mit, es arbeite mit britischen Fleischlieferanten zusammen. Deren Kühleinheiten waren von der Welle von Kälteangriffen betroffen, die am Montag europäische Supermärkte traf. Paul Chichester, Betriebsleiter des NCSC, sprach bei der Vorstellung des Jahresberichts mit dem Reporter des Guardian. „Wir kennen diese Vorfälle im Vereinigten Königreich, und wir arbeiten selbstverständlich mit den betroffenen Organisationen zusammen“, sagte er.

Die British Association of Independent Meat Suppliers teilte der BBC mit, einige ihrer mehr als 300 Mitglieder seien betroffen. Bei einem Unternehmen erreichten die Kühleinheiten bis zu 100C, und zwei weitere meldeten Einheiten, die zu tauen begannen. Die Einheiten seien zu dem Zeitpunkt leer gewesen, und es sei kein Erzeugnis verloren gegangen, so Aims. Das NCSC bezeichnete die Auswirkungen auf nationaler Ebene als minimal.

Ein Monat, zwei Wellen, Standardpasswörter

Die Störung im Supermarktgeschäft ist die zweite solche Welle binnen eines Monats. CNBC berichtete am Dienstag, bei Ahold Delhaize seien Dutzende Delhaize-Filialen in Belgien und Luxemburg betroffen gewesen. Die Colruyt Group erklärte, fünf Spar-Filialen in Belgien seien Ziel gewesen. Carrefour sagte der BBC, 15 belgische Filialen seien angegriffen worden, und Intermarché meldete, 15 seiner 153 belgischen Filialen seien betroffen. IKEA teilte CNBC mit, ein Cybervorfall habe zwischen Sonntag und Montag Kühlschränke und Gefriergeräte in der Filiale Mons in Belgien betroffen. Auch ICA in Schweden, Kesko in Finnland, Supervalu in Irland und One Selver in Estland meldeten Störungen, so CNBC.

Tom's Hardware berichtete am Montag, Hacker hätten den eingebauten Abtaumodus der Gefriergeräte aus der Ferne aktiviert und die Temperaturen auf 50 Grad Celsius erhöht. Die Seite berief sich auf Bloomberg und die Belga News Agency. Der Kältetechniker Sabcobel schätzte, dass in Belgien mindestens zwanzig Einheiten betroffen waren. The Hacker News und Bleeping Computer berichteten ebenfalls über dieselbe Welle.

Die technische Geschichte ist weniger exotisch, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Der Guardian berichtete, der frühere Angriff in Frankreich habe veraltete Technik betroffen, die mit Standardpasswörtern am Internet hing. Xavier Bellekens ist Vorstandschef der Cybersicherheitsfirma Lupovis. Er sagte dem Guardian, sein Unternehmen habe zwischen dem 20. Oktober und dem 30. Oktober 256 Angriffsversuche aus 91 verschiedenen Quellen registriert. Die Angriffe trafen Honeypot-Fallen, die wie Danfoss-Kühlregler aussahen. Die meisten Authentifizierungsversuche nutzten die öffentlich dokumentierten Standardanmeldedaten des Herstellers. Chichester sagte, die Angriffe liefen nicht mit KI und nutzten Schwachstellen, die „seit langer Zeit da draußen“ seien.

Dieser Unterschied ist wichtig dafür, wie das behoben wird. Ollie Whitehouse, Technologiechef des NCSC, sagte, Hersteller müssten ermutigt werden, verbundene Geräte sicherer zu machen. Verbraucher müssten akzeptieren, für sicherere Geräte mehr zu zahlen, sagte er laut dem Guardian. Die Alternative ist das, was diese Woche passiert ist: Lebensmittel werden weggeworfen, weil ein Regler mit einem Passwort ausgeliefert wurde, das jeder nachschlagen kann.

Das größere Bild bei den Preisen

Speicher ist nicht der einzige Input, der teurer wird. Steigende Energiekosten trieben die Inflation im Euroraum im September auf 3,8%, den höchsten Stand seit drei Jahren, wobei die Energieinflation bei 18,8% lag. Die irische Inflation stieg diese Woche auf 4%, berichtete der Irish Independent am Dienstag. Diese Zahlen bilden den Hintergrund der Apple-Warnung, erklären sie aber nicht. Die Chipverknappung ist ein Nachfrageschock durch KI-Rechenzentren, keine Energiegeschichte.

Für europäische Käufer ist die praktische Frage, ob die Gerätepreise weiter steigen. Apple hat sie in diesem Jahr bereits zweimal erhöht und erklärt, die Speicherkosten im vierten Quartal würden noch höher liegen.

Ternus bekommt Anerkennung für ein starkes erstes Quartal im Amt. Den Preis für den Speicher im Telefon kann er nicht festlegen.

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Quellen

7
  1. 01Apple warns of 'unprecedented' rise in memory chip pricesEN
  2. 02Apple Says Even Higher Memory Prices and Siri AI Push Will Weigh On ProfitsEN
  3. 03Freezers of UK meat suppliers heat up after cyber-attacks in EuropeEN
  4. 04Supermarket fridges hit with cyberattacks across EuropeEN
  5. 05Supermarket freezers across Europe struck in second crippling cyberattackEN
  6. 06New Wave of Refrigeration Cyberattacks Hits Supermarkets Across Europe, Forcing Stores to Pull FoodEN
  7. 07Hackers disrupt refrigeration systems at European supermarketsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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