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Armenien beginnt Planung am TRIPP-Korridor, bevor das Gemeinschaftsunternehmen steht

Armenien hat mit der Planungsarbeit an der Trump Route for International Peace and Prosperity begonnen. Die TRIPP Development Company ist noch nicht gegründet, und ein Betriebsabkommen mit den Vereinigten Staaten steht noch nicht, berichtete Eurasianet.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 24
Armenien beginnt Planung am TRIPP-Korridor, bevor das Gemeinschaftsunternehmen steht

Das armenische Parlament verabschiedete Ende Oktober ein Gesetz, das die Gründung der TRIPP Development Company (TDC) erlaubt. Ministerpräsident Nikol Pashinyan sagte, die Behörden warteten die Eintragung nicht ab und würden sofort mit den Vorbereitungen für den Korridor beginnen. Am 2. November erklärte er vor Abgeordneten, die Ergebnisse würden an das Unternehmen übergehen, sobald es bestehe, so Eurasianet.

Was noch nicht unterschrieben ist

Die Außenminister Armeniens und der Vereinigten Staaten unterzeichneten das TRIPP-Abkommen im Juni. Das armenische Parlament berät derzeit über die Ratifizierung, meldete Azatutyun. US- und armenische Vertreter kündigten im Januar eine vorläufige Einigung an. Sie umriss die Eigentumsstruktur der TDC, ließ operative Details aber offen, so Eurasianet. Das Betriebsabkommen mit den Vereinigten Staaten muss noch abgeschlossen werden, getrennt vom TRIPP-Abkommen vom Juni.

TRIPP war das Kernstück des vorläufigen Friedensabkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan, das die Vereinigten Staaten im August 2025 vermittelten. Bei einem Gipfel im Weißen Haus am 8. August 2025 paraphierten Pashinyan und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev ein Abkommen. Gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump unterzeichneten sie eine gemeinsame Erklärung, berichtete die Anadolu Agency. Die Erklärung sollte jahrzehntelangen Konflikt beenden, mit Zusagen, die Feindseligkeiten einzustellen, Transportwege wieder zu öffnen und die Beziehungen zu normalisieren.

Bedingungen und Opposition

Das Abkommen sieht ein Gemeinschaftsunternehmen vor. Es soll mindestens 49 Jahre lang eine Eisenbahn, eine Straße, Energieversorgungsleitungen und andere Infrastruktur bauen und betreiben, die Aserbaidschan mit seiner Exklave Nachitschewan verbindet. Die US-Regierung hält 74 Prozent an der TDC. Die TDC erhält „exklusive Landnutzungsrechte, Entwicklungsrechte, zugehörige Genehmigungen und alle weiteren Rechte". Die Route soll entlang der Grenze Armeniens zum Iran verlaufen, so Azatutyun.

Abgeordnete der Opposition sagen, die Transitregelung könne die armenische Kontrolle über die strategische Grenze infrage stellen. Die Fraktionen der beiden Oppositionsblöcke im Parlament erklärten zudem, Aserbaidschan habe sich nicht verpflichtet, sein Gebiet für Frachtlieferungen nach und aus Armenien zu öffnen. Narek Karapetian vom Bündnis Starkes Armenien sagte, seine Hauptsorge sei, dass Aserbaidschan nach dem Start von TRIPP neue Forderungen erheben werde. „Ihr Hauptziel ist die ersehnte Straße, nicht die Aufhebung der Blockade Armeniens als Gegenleistung", sagte er vor dem Parlament, so Azatutyun. Anna Grigorian, Fraktionsvorsitzende des Bündnisses Hayastan, sagte, die Interessen Aserbaidschans spiegelten sich in dem Dokument direkter wider als die Armeniens.

Einwände aus Russland und Iran

Russland und der Iran haben sich beide gegen die Route ausgesprochen. Sie befürchten, sie werde den Nord-Süd-Handel zwischen den beiden Staaten stören, berichtete Eurasianet. Der Bericht nannte außerdem, Moskau und Teheran misstrauten einer wahrscheinlichen US-Sicherheitspräsenz in der Region im Zusammenhang mit TRIPP. Irans Gesandter in Armenien, Khalil Shirgholami, sagte vor Journalisten in Jerewan, Teheran bleibe offen, deutete aber wenig Toleranz für eine amerikanische Sicherheitspräsenz als Teil des TRIPP-Betriebs an. Mirzoyan und andere armenische Vertreter haben eine solche Präsenz ausgeschlossen, meldete Azatutyun. Armeniens Botschafter im Iran, Grigor Hakobyan, traf am 2. November eine Delegation iranischer Abgeordneter, um sie über die jüngsten Vereinbarungen zum Projekt zu informieren.

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Quellen

24
  1. 01Armenia picking up pace on TRIPP workEN
  2. 02Armenian Opposition Critical Of 'Trump Route' Deal With U.S.EN
  3. 03Armenian premier says peace deal with Azerbaijan could be signed in 2027-2028EN
  4. 04US Congressman Abraham Hamadeh: Armenia-Azerbaijan Peace Deal Could Come Before Trump's Term EndsEN
  5. 05Azerbaijan renews demands for political and legal changes in Armenia before peace dealEN
  6. 06Armenia and Azerbaijan: A chance for lasting peace? [ANALYSIS]EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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