Artist Rights Institute will Upload-Prüfungen vor der Verteilung der Streaming-Tantiemen
Das Artist Rights Institute will, dass Distributoren Uploader prüfen, bevor ein Track zu einem Streamingdienst gelangt, und nicht erst, wenn er in den Tantiemetopf fließt. InterSpace Music Distribution berichtete am 3. November, dass ARI Stellungnahmen beim US Copyright Office eingereicht hat.

Eine Prüfung vor dem Upload, nicht danach
Die Stellungnahmen von ARI antworten auf eine öffentliche Anfrage des US-Abgeordneten Scott Fitzgerald. Er hat Bedenken zu Regelungen geäußert, die Songwriter betreffen. Die Gruppe schreibt, das Problem reiche weiter als betrügerische Streams. KI-generierte Aufnahmen, unautorisierte Kopien und gekaperte Künstleridentitäten kämen über Distributoren herein, die zu wenig prüfen.
Müssen Distributoren Uploader und Empfänger von Tantiemen prüfen, verschiebt sich Geld zu Rechteinhabern, die ihre Ansprüche belegen können. Weg von Massen-Uploadern. Künstler und kleine Labels gewinnen eine Papierspur. Distributoren und KI-Musikfirmen bekommen neue Kosten und Verzögerungen. Niemand hat veröffentlicht, wie viel des Topfs tatsächlich umgeleitet wird.
Der vorgeschlagene Ansatz lautet: „Know the customer. Know the content. Follow the money.“ In der Praxis würden Distributoren Uploader, Eigentumsansprüche und den endgültigen Empfänger der Tantiemen prüfen, bevor sie eine Aufnahme annehmen. Das ersetzt Algorithmen oder Tantiemenschwellen beim Dienst. ARI sagt, Distributoren mit Pauschalgebühren hätten keinen Anreiz, Nutzer zu überprüfen. Die Struktur könne eine Untersuchung nach dem RICO-Gesetz rechtfertigen, argumentiert die Gruppe. Sie schlägt eine mechanische Tantieme pro Stream vor, damit die Anreize zur Betrugsbekämpfung passen. Die Stellungnahmefrist läuft bis zum 23. November.
Warum der Topf zum Schlachtfeld wird
Der Hintergrund ist ein Geschäft, das an der Spitze weiter wächst. Universal Music Group meldete am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 3.394.000.000 Euro, 12,3% mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit bezahlten Konten im Tonträgergeschäft stieg um 19,2%. Universal Music Group führte den Anstieg auf höhere Großhandelspreise und mehr Abonnenten zurück.
Der Global Music Report 2026 der IFPI, veröffentlicht am 18. März 2026, bezifferte den Umsatz mit Tonträgern für 2025 auf 31.700.000.000 Dollar. Das waren 6,4% mehr und das elfte Wachstumsjahr in Folge. Streaming trug mehr als 22.000.000.000 Dollar bei, 69,6% des Gesamten. Das Segment der bezahlten Dienste meldete 837.000.000 Abonnenten weltweit. Streamshare verteilt diesen Topf. ARI sagt, betrügerische Streams kürzten die Anteile legitimer Künstler, ohne dass dadurch zwingend die Kosten der Dienste stiegen.
Der Streit um die Vorladung zu KI-Daten
Universal Music Group, Sony Music und DistroKid erklärten, sie „arbeiten an einer Lösung“ in ihrem Streit über DistroKids KI-Musikdaten. Sie sagten das in einer gemeinsamen Eingabe, die am 28. Oktober vor einem Bundesgericht in Manhattan genehmigt wurde. Die Labels gaben DistroKid bis zum 6. November Zeit zu antworten. Sie verschoben die Frist vom 4. November, wie Digital Music News am 29. Oktober berichtete.
Die Labels wollen monatliche Zahlen darüber, wie viele Tracks DistroKid an Streamingdienste geliefert hat. Sie wollen außerdem Zahlen darüber, wie viele davon als KI-generiert markiert wurden, wie viele davon Suno zugeschrieben wurden und wie hoch die gesamten Streams und Tantiemen bei markierten Aufnahmen sind. DistroKid sagt, das Unternehmen vertreibe 30 bis 40% aller neuen Musik weltweit.
Die Vorladung gehört zur Urheberrechtsklage der Labels gegen Suno. Die Labels reichten diese Klage im Juni 2024 ein, sie umfasst 560 Aufnahmen. Die Labels verlangen bis zu 150.000 Dollar pro Werk, theoretisch maximal rund 84.000.000 Dollar. Im September folgte eine zweite Klage über 60.202 weitere Aufnahmen. Bei derselben Obergrenze sind das theoretisch maximal etwas mehr als 9.000.000.000 Dollar. Suno kämpft getrennt darum, einen Zeugen von Apple dazu zu bringen, über Apples Lizenzverhandlungen mit den Major-Labels und über Streaming-Betrug dort auszusagen.
Wachstum oben, Erosion darunter
Nicht jede Ecke des Streamings wächst. Die monatlich aktiven Nutzer von Pandora fielen Ende September auf 38.810.000, 6,6% weniger als die 41.560.000 ein Jahr zuvor. Das geht aus den Ergebnissen des Mutterkonzerns SiriusXM für das dritte Quartal hervor, die am 29. Oktober veröffentlicht wurden. Die Zahl der Selbstzahler-Abonnenten sank im Jahresvergleich um 177.000 auf 5.510.000. Die werbefinanzierten Hörstunden fielen um 10% auf 2.250.000.000.
Die Umsatzbeteiligungs- und Tantiemekosten von SiriusXM stiegen um 5.000.000 Dollar auf 726.000.000 Dollar. Das waren 33,7% des Gesamtumsatzes, nach 33,4% ein Jahr zuvor. Der konsolidierte Umsatz sank auf 2.153.000.000 Dollar von 2.159.000.000 Dollar. Das Unternehmen machte einen Rückgang der Geräteumsätze um 16% dafür verantwortlich.
Die Lücke ist in Indien größer. Die öffentliche Zusammenfassung von Ormax Media für September 2026 schätzt dort 227.300.000 monatliche Audio-Streamer. Davon zahlen 15.000.000, etwa 6,6%.
Bessere Daten, und wer sie bezahlt
PRS for Music ging eine Partnerschaft mit Soundtrack ein, einem Streamingdienst für Unternehmen, um Play-by-Play-Daten von rund 7.000 britischen Standorten zu erhalten. Zu diesen Standorten gehören Uniqlo, Dr Martens und Four Seasons Hotels and Resorts. PRS wird diese Daten ab Dezember 2026 in die Tantiemeverteilung einfließen lassen.
Auch Verwertungsgesellschaften unterscheiden sich darin, was sie einbehalten. COSOTA, die Urheberrechtsgesellschaft Tansanias, gibt an, dass 70% der eingenommenen Lizenzgebühren an Rechteinhaber gehen und 30% an Verwaltungskosten. Ihre Verteilungsklassen umfassen Rundfunk, öffentliche Aufführung in Geschäftsräumen sowie Filmvorführung und gewerbliche Vermietung von Videoaufzeichnungen.
Der gemeinsame Faden ist die Messung vor der Zahlung.
Quellen
12- 01Streaming Music Fraud: ARI Calls for Pre-Upload Checks - InterSpace Music DistributionEN
- 02UMG, Sony, and DistroKid tell court they are 'working on a resolution' in dispute over AI music data for Suno case - Music Business WorldwideEN
- 03DistroKid to Respond to UMG Subpoena Demand by November 6th - Digital Music NewsEN
- 04Suno fights to make Apple testify on whether Apple Music could survive without UMG and Sony - Music Business WorldwideEN
- 05When streaming becomes a 'gold mine' for the music industry - Vietnam.vnEN
- 06Pandora's monthly user base fell by 2.75m YoY in Q3, while SiriusXM's total revenue share and royalty costs rose to $726M - Music Business WorldwideEN
- 07PRS partners with Soundtrack to improve distribution of public performance royalties - Headliner MagazineEN
- 08India's Audio Streamers and the Paying Pool - InterSpace Music DistributionEN
- 09Hit Songs, Empty Pockets? The Debate Over Music Royalties in Tanzania - MabumbeEN
- 10Chip Industry Technical Paper Roundup: Nov. 3EN
- 11AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
- 12Advice for optimizing the space industry with Laura CrabtreeEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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