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Edmund Richardson gewinnt Baillie Gifford Prize für seine Alexander-Biografie

Edmund Richardson hat am 4. November den Baillie Gifford Prize for Nonfiction 2026 für Alexander: God, King, Man gewonnen. Es ist das erste Buch zur antiken Geschichte, das den mit 50.000 Pfund dotierten Preis seit seiner Einführung 1999 erhält.

KulturErklärtIngrid BauerVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 8
Edmund Richardson gewinnt Baillie Gifford Prize für seine Alexander-Biografie

Richardson, Professor für Klassische Philologie an der Durham University, wurde am 4. November bei einer Feier in London als Sieger bekannt gegeben, wie Books+Publishing berichtete. Laut dem Guardian setzte er sich gegen fünf weitere Finalisten einer Shortlist mit sechs Büchern durch, auf der auch London Falling des früheren Gewinners Patrick Radden Keefe stand. Richardson ist der erste Autor, der den Preis mit einem Buch zur antiken Geschichte gewinnt. Für ihn ist es der erste große Preis; zu seinen früheren Büchern gehören Alexandria: The Quest for the Lost City (2021) und Classical Victorians (2013).

Das ausgezeichnete Buch

Books+Publishing zufolge erschien Alexander: God, King, Man bei Bloomsbury. Der Guardian berichtete, das Buch folge Alexander ab 336BC, als er mit 20 Jahren ein nahezu bankrottes Königreich und eine kaum kontrollierbare Armee übernahm, über die Eroberung des Perserreichs bis zu seinem Tod in Babylon mit 32 Jahren. Richardson stützte sich auf mehr als ein Jahrzehnt Forschung auf vier Kontinenten und übersetzte die Quellen aus 12 antiken Sprachen selbst. Das Buch nutzt zudem neue archäologische Funde, darunter neu entschlüsselte Aufzeichnungen babylonischer Astronomen aus der Zeit Alexanders.

Begründung der Jury

Kirsty Lang, Rundfunkjournalistin und Vorsitzende der Jury, nannte das Buch „Blockbuster-Geschichtsschreibung mit der Sogkraft eines Pageturners“ und „eine packende, filmreife Geschichte über die antike Welt“. Richardson, so sagte sie, „verbinde den Einsatz neuer Technologie und jüngster archäologischer Entdeckungen, um die Geschichte eines außergewöhnlichen Herrschers zu erzählen, der ein Reich von der Antike Griechenlands bis zum indischen Subkontinent eroberte“. Lang merkte außerdem an, moderne Leser könnten aus Alexanders Geschichte „Führungslektionen“ ziehen, wie WTOP berichtete. Der Jury gehörten laut dem Guardian die Romanautorin Elif Shafak, Bea Carvalho, Leiterin der Buchabteilung bei Waterstones, die Kulturhistorikerin Tiffany Jenkins, der Literaturredakteur des Spectator Sam Leith und der Redakteur Ravi Mattu an.

Wie der Preis entschieden wurde

Der Sieger wurde aus mehr als 350 zugelassenen Titeln ausgewählt, die zwischen dem 1. November 2025 und dem 31. Oktober 2026 erschienen waren; im September war daraus eine Longlist mit 13 Büchern geworden, berichtete der Guardian. Auf der Shortlist standen außerdem Andrea Wulfs The Traveller, Matthew Sweets The Great Dictator, Nicholas Boggs' Baldwin: A Love Story und Anand Gopals Days of Love and Rage, wie Books+Publishing meldete. Der Guardian schrieb, der Preis sei 1999 als Samuel Johnson Prize gegründet worden und werde seit 2016 von der Investmentgesellschaft Baillie Gifford gesponsert. Im Vorjahr ging er an Helen Garner für How to End a Story. Zu den früheren Preisträgern zählen Antony Beevor, Jonathan Coe, Serhii Plokhy, Hallie Rubenhold und Katherine Rundell. Books+Publishing zufolge würdigt der Preis Sachbücher aus allen Themenbereichen.

Warum das zählt

Laut dem Guardian krönt Richardsons Sieg ein starkes Jahr für die antike Welt: Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee ließ die Verkäufe von Homers Epos in die Höhe schnellen, und im vergangenen Monat erhielt die kanadische Dichterin und Altphilologin Anne Carson den Nobelpreis. WTOP berichtete, das Ergebnis spiegele das wachsende öffentliche Interesse am antiken Griechenland, ein Trend, den Lang auf epische Erzählungen wie Nolans Film zurückführt. Dieser Zusammenhang erklärt, warum aus einem Feld von mehr als 350 zugelassenen Titeln eine Biografie über die Antike als Sieger hervorging.

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Quellen

8
  1. 01'Blockbuster' history of Alexander the Great wins £50,000 Baillie Gifford prizeEN
  2. 02Edmund Richardson wins 2026 Baillie Gifford Prize for NonfictionEN
  3. 03An acclaimed biography of Alexander the Great wins the Baillie Gifford nonfiction prizeEN
  4. 04Alexander Biography Wins First Ancient-History Baillie Gifford PrizeEN
  5. 05Alexander: God, King, Man by Edmund Richardson review – a dazzling, dizzying adventureEN
  6. 06Japan's trains are great. Why is booking one so hard?EN
  7. 07‘The ticket is the gateway’: How destination events, sprint races and greater accessibility are changing the modern F1 fanEN
  8. 08Almost no one uses AI agents to book their Uber, company saysEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Ingrid Bauer

Ingrid Bauer

Kultur, Küche und Lebensstil

Ingrid Bauer schreibt für FLASH24 über Kultur, Küche, Mode und Design, Alltagsleben und Geschichte und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Archivdokumente, historische Kochbücher und Gespräche mit Zeitzeugen. Bei Rezepten und Ernährungsratgebern prüft sie Zutatenlisten, Nährwertangaben und Herkunftsbezeichnungen gegen offizielle Register. Für ihre Kulturbeiträge vergleicht sie Spielpläne, Ausstellungskataloge und Marktpreise und wartet auf die Saisonberichte der Landwirtschaftskammern. Ihr eigenes Brot backt sie im Holzofen, kauft auf Wochenmärkten und sammelt alte Kochbücher, was ihre Geschichten über regionale Küche und Handwerk prägt. Sie veröffentlicht keine unbelegten Zahlen und keine Rezepte ohne getestete Mengenangaben.

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