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Europas Nachtzüge: neue Strecken, alte Tunnel, echte Zahlen

Europas Bahnbetreiber haben am 10. Dezember ihren Fahrplan für 2024 in Kraft gesetzt. Neu sind direkte Nachtverbindungen zwischen Städten, die tagsüber keine Verbindung hatten, darunter der erste Liegewagen von München nach Warschau seit 2010, wie der Guardian berichtet.

ReisenErklärtSven AlbrechtVeröffentlicht: 27. September 20263 Min. LesezeitQuellen 5
Europas Nachtzüge: neue Strecken, alte Tunnel, echte Zahlen

Der Guardian berichtete am 14. Dezember 2023, dass die am 10. Dezember eingeführten Fahrpläne Warschau mit München, Berlin mit Paris und Aachen mit Halle verbinden, jeweils mit direkten Nachtzügen. Keine dieser Städteverbindungen hatte tagsüber eine direkte Verbindung.

Nicht jede Änderung war eine Erweiterung. Aarhus verlor seine beiden täglichen Direktzüge nach Hamburg. Stattdessen fährt alle zwei Stunden eine Verbindung mit Umstieg auf demselben Bahnsteig in Kolding. Nürnberg, bisher ein Ausgangspunkt nach Tschechien, kam von fünf direkten Zügen pro Tag auf keinen mehr. Der Liegewagen von Salzburg nach Krakau, der knapp unter 10 Stunden unterwegs ist, wurde von Cat Jones hervorgehoben, der Geschäftsführerin des flugfreien Reiseveranstalters Byway Travel. Sie sagte, die neuen Züge sorgten für "echten Aufwind" und ermöglichten es ihrem Unternehmen, Orte zu kombinieren, die zuvor keine direkte Bahnverbindung hatten.

Nachtzüge sind nicht die ganze Geschichte. Die Übersicht des Guardian hält außerdem fest, dass die Fahrzeit von Berlin nach Amsterdam um 30 Minuten sinkt und jetzt unter sechs Stunden liegt, und dass sich die direkten Tagzüge von Krakau nach Wien und Berlin verdoppeln.

Was die Tunnel ändern

Die größeren Veränderungen sind noch im Bau. CNN berichtete am 26. Mai 2026, dass der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz die Fahrzeit von Zürich nach Mailand von vier auf zweieinhalb Stunden verkürzte. Er wurde 2016 eröffnet und kostete 11,3 Milliarden Dollar. Seine beiden Röhren verlaufen an der tiefsten Stelle mehr als 7.500 Fuß unter den Alpengipfeln. Der Europäische Rechnungshof erklärte im Januar, die Kosten von acht großen Projekten des Transeuropäischen Verkehrsnetzes seien im Schnitt um 82 Prozent über die ursprünglichen Schätzungen gestiegen, bei fünf von ihnen mit einer durchschnittlichen Verzögerung von 17 Jahren.

Dänemark und Deutschland bauen den Fehmarnbelt-Tunnel, eine 18 Kilometer lange Absenktunnelverbindung unter der Ostsee. CNN berichtete im Juni 2024, das Budget liege über 7 Milliarden Euro (7,1 Milliarden Dollar) und die Überfahrt, derzeit eine 45-minütige Fährpassage, werde mit dem Zug sieben Minuten und mit dem Auto 10 dauern. Femern-A/S-Technikdirektor Jens Ole Kaslund sagte, Kopenhagen nach Hamburg werde von rund viereinhalb Stunden auf zweieinhalb sinken. Das erste Tunnelelement wurde am 17. Juni von König Frederik X. eingeweiht, vier Jahre nach Baubeginn 2020.

Die Kosten sind die andere Hälfte der Debatte. Die Rail Delivery Group erklärte im Februar 2024, dass auf den 100 wichtigsten britischen Geschäftsreiserouten ein durchschnittlicher Benzin- oder Dieselwagen neunmal mehr Kohlenstoff verursachte als der Zug. Edinburgh nach London Kings Cross stieß 116 Kilogramm CO2 mit einem Dieselauto aus, 31,8 Kilogramm mit einem Batterieauto und 12,7 Kilogramm pro Person mit dem Zug, so die RDG-Daten. Einzelfahrkarten bei LNER für diese Strecke kosteten 183 Pfund ohne Vorausbuchung. Michael Solomon Williams von Campaign for Better Transport sagte, die Bahn sei umweltfreundlicher und oft schneller, aber "was wir jetzt tun müssen, ist sicherzustellen, dass sie auch billiger ist."

Andernorts ist das Bild uneinheitlicher. Kroatien weitete zum 1. Januar 2026 die kostenlose Bahnfahrt auf Menschen mit Behinderungen aus, die einen nationalen oder europäischen Behindertenausweis besitzen, sowie auf berechtigte Einwohner der Gespanschaft Istrien, die den direkten Service von Pula nach Zagreb nutzen. Dieser wurde am 20. Juni 2025 wieder eingeführt und verkehrt freitags und sonntags durch Slowenien, wie Croatia Week berichtet.

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Quellen

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  1. 01Night trains and border crossings: Europe's best new rail routesEN
  2. 02Electric cars produce twice as much CO₂ as trains, says rail group dataEN
  3. 03The underground mega tunnels redrawing the railway map of EuropeEN
  4. 04Longest road and rail tunnel is being built under the Baltic SeaEN
  5. 05Croatia extends free train travel to more groupsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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