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Iran hält die Straße von Hormus geschlossen, bis die USA sieben Bedingungen erfüllen

Iran lässt die Straße von Hormus so lange geschlossen, bis Washington alle sieben Bedingungen erfüllt. Das sagte der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans am 3. November und nannte die Antwort der USA „nicht überzeugend“.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 10
Iran hält die Straße von Hormus geschlossen, bis die USA sieben Bedingungen erfüllen

Sieben Bedingungen und eine Antwort, die Teheran nicht überzeugt

Mohsen Rezaei schrieb auf X, die Antwort der USA auf die Rechte und Forderungen Irans sei „nicht überzeugend“ gewesen. Er fügte hinzu: „Sie müssen auf die sieben Bedingungen Irans vollständig und ausdrücklich antworten und sie erfüllen. Erst dann wird die Straße von Hormus wieder geöffnet.“

Die Schließung dauert laut Al-Araby Al-Jadeed nun schon den zweiten Monat. Damit wird die Reihenfolge der Zugeständnisse zur praktischen Frage für jeden Importeur, der Öl oder LNG durch die Wasserstraße bewegt. Teheran will das Geld und die Aufhebung der Blockade, bevor Schiffe auslaufen. Washington hat gewarnt, es werde andere Optionen prüfen, falls die normale Schifffahrt nicht wiederhergestellt wird.

Die sieben Bedingungen sind weit gefasst. Sie umfassen einen umfassenden Waffenstillstand im Nahen Osten, die Freigabe iranischer Vermögen im Ausland und die Aufhebung der Ölsanktionen. Rezaeis Liste nennt außerdem ein Ende der US-Seeblockade, Kriegsreparationen, den Abzug amerikanischer Truppen und einen Stopp der Drohungen gegen die iranische Souveränität. Ein hochrangiger iranischer Beamter sagte Reuters, Iran und die USA seien von einer Einigung weit entfernt.

Katar führt die Vermittlung. Das Außenministerium des Landes teilte mit, beide Seiten prüften Vorschläge. Ein über die Gespräche informierter Beamter sagte Reuters, Rückmeldungen aus Washington und Teheran würden binnen 36 Stunden erwartet. Ein hochrangiger iranischer Beamter sagte später, es gebe keine Frist für den Austausch von Botschaften.

Neben der Diplomatie lief die militärische Aktivität weiter. US-Streitkräfte flogen in der Nacht begrenzte Angriffe auf die iranische Insel Qeschm und zielten auf Boden-Luft-Raketen, die gegen US-Anlagen eingesetzt wurden. Ein US-Beamter nannte die Angriffe defensiv und sagte, sie signalisierten keine Rückkehr zu größeren Kampfhandlungen. Präsident Donald Trump sagte der Financial Times, die USA seien bereit zu handeln, es gebe aber vielleicht keinen Grund dafür, und die indirekten Gespräche über das angereicherte Uran Irans liefen weiter. Fox News sagte er, er wolle keine großen Verluste an Menschenleben, werde aber handeln, wenn es nötig sei.

Das Reihenfolgeproblem, an dem die Runden immer wieder scheitern

Irans Außenminister Abbas Araghchi sagte am 28. Oktober, Teheran stehe mit Vermittlern in Kontakt, um einen Sieben-Tage-Plan umzusetzen. Diesen Plan hatte Teheran Washington im September über katarische Vermittler vorgelegt. Danach sollten die USA in den ersten fünf Tagen handeln: Feindseligkeiten beenden, die Seeblockade aufheben, Beschränkungen für iranische Ölexporte lockern und eingefrorene Vermögen freigeben. Iran würde die Straße am sechsten Tag wieder öffnen. Am siebten Tag würden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen noch vereinbart werden.

Nach dem dritten Tag in Folge von Gesprächen in Doha sagte Araghchi, der Zeitplan des Plans für die Wiederöffnung der Straße von Hormus sei von sieben Tagen auf zwei verkürzt worden.

Die Schiffe sollten eine von Iran und Oman vereinbarte Route nutzen. Sie sollten unter iranischer Aufsicht fahren.

Sichere Durchfahrt ist auch dann nicht garantiert, wenn sie freigegeben ist. Der katarische LNG-Tanker Al Mayeda wurde am 30. Oktober in der Nähe der Straße getroffen, wie mit der Ladung vertraute Personen Bloomberg sagten. Zuvor hatte Pakistan für ihn eine sichere Durchfahrt ausgehandelt. Mehrere frühere Ladungen passierten die Straße auf demselben Weg und kamen sicher durch. Wer den Angriff verübt hat, ist nicht geklärt, niemand hat sich dazu bekannt.

Teheran wirbt in Peking und Moskau um Garanten

Die Vermittler prüfen, ob China garantieren könnte, dass Washington im Gegenzug für iranische Nuklearzugeständnisse Sanktionserleichterungen liefert. Über diesen Plan berichtete Al Hadath am 30. Oktober. Peking gab keinen Hinweis darauf, dass es diese Rolle übernommen hat.

Ali Bagheri Kani ist stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans. Er sagte am Montag in Peking gegenüber dem chinesischen Außenminister Wang Yi, Teheran wünsche eine größere chinesische Rolle in der regionalen Diplomatie. Das chinesische Außenministerium teilte mit, Wang habe Irans Souveränität unterstützt und alle Seiten zu Zugeständnissen aufgerufen, um neue Kämpfe zu vermeiden. China ist auf Öl angewiesen, das durch Hormus verschifft wird. Peking hat deshalb ein Interesse an der Wiederöffnung der Wasserstraße, auch wenn Teheran sie lieber geschlossen hält.

Peking will außerdem seinen Nahost-Gesandten Zhai Jun nach Iran, Oman und Saudi-Arabien schicken. Die Reise ist für Anfang bis Mitte November angesetzt.

Rezaei telefonierte am Montag mit Präsident Wladimir Putin. Die öffentliche Mitteilung des Rats machte keine Angaben zu einer etwaigen Vereinbarung über die US-Seeblockade. Putin sagte im Oktober, er wolle die Schifffahrt durch Hormus wieder in Gang bringen und die Sanktionen gegen Iran schließlich aufgehoben sehen. Russland hat angeboten, das angereicherte Uran Irans zu verwahren.

China ist Irans größter Handelspartner. 2025 kaufte es mehr als 80 Prozent der iranischen Seeöl-Exporte. Iranisches Rohöl machte im selben Jahr nur rund 13 Prozent der chinesischen Seeöl-Importe aus.

Wie es weitergeht

Die katarischen Vermittler legten am Montag einen Entwurf einer Absichtserklärung vor, und Washington billigte ihn. Das berichtete Al-Araby Al-Jadeed am Dienstag unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Quellen.

Pakistan erhielt im Oktober nur zwei LNG-Ladungen aus Katar, ein Jahr zuvor waren es acht. QatarEnergy hat die Force majeure bis zum 29. Dezember verlängert. Importiertes LNG deckte im vergangenen Jahr etwa ein Fünftel des pakistanischen Gasbedarfs, fast alles davon lief durch Hormus.

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Quellen

10
  1. 01Update: Iran says Hormuz stays shut until demands met as US deal remains far offEN
  2. 02Iran rejects US response as 'not convincing' on Hormuz demandsEN
  3. 03Iran looks to China and Russia for leverage in US talksEN
  4. 04Iranian foreign minister says Tehran in talks with mediators to implement 7-day plan with USEN
  5. 05The Al Mayeda Strike Shows the Limits of Pakistan's Hormuz MediationEN
  6. 06Iran Proposes Two-Day Plan to Reopen Strait of Hormuz as US Nuclear Talks Remain UncertainEN
  7. 07Does Reliance on China Undermine Iran's Grand Strategy?EN
  8. 08Iran offers to unlock Hormuz in 48 hours, Trump says a deal 'could happen': Major breakthrough or another false dawn?EN
  9. 09U.S. seeks to restart Russian gas exports to Europe as part of Ukraine ceasefire talks - The Copenhagen PostEN
  10. 10Here's how much Trump's Iran war has added to Americans' fuel costsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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