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Ofcom verpflichtet Openreach, den Glasfaserrabatt von bis zu 9,50 Pfund pro Monat zurückzuziehen

Ofcom hat Openreach am 28. September 2026 verpflichtet, das Angebot Incremental New to Openreach zurückzuziehen. Das Angebot hätte Internetanbietern Rabatte von bis zu 9,50 Pfund pro Kunde und Monat für bis zu 30 Monate gewährt.

TechnologieAnalyseKatrin HoffmannVeröffentlicht: 7. November 20263 Min. LesezeitQuellen 14
Ofcom verpflichtet Openreach, den Glasfaserrabatt von bis zu 9,50 Pfund pro Monat zurückzuziehen

Ofcom stoppt das Angebot

Im Juli hatte Ofcom die vorläufige Auffassung vertreten, Openreach solle das Angebot Incremental New to Openreach zurückziehen. Am 28. September 2026 folgte die endgültige Anweisung. Die übrigen von Openreach gemeldeten Vorschläge ließ die Regulierungsbehörde passieren. Dazu gehört ein Rabatt von 50 Pfund für neue Vollglasfaser-Kunden in Gebieten von Virgin Media O2. Openreach schlug außerdem ein Frontbook ARPU Share Offer vor, das den durchschnittlichen Großhandelspreis, den ISPs für neue Hochgeschwindigkeitsanschlüsse zahlen, bei 19,32 Pfund pro Monat deckeln sollte. In diesen Vorschlag griff Ofcom nicht ein. Das untersagte Angebot enthielt zudem einen Anschlussrabatt von 35 Pfund.

Warum Ofcom eingriff

Ofcom nannte das Angebot "nicht fair und nicht angemessen" und erklärte, es könne dem nachhaltigen Wettbewerb schaden. Die Rabatte richteten sich auf Kunden, die für die Fähigkeit der Altnetze wichtig seien, ihren Kundenstamm zu halten und auszubauen, während die Preise für andere Kunden unverändert blieben, so die Behörde. Wegen ihrer beträchtlichen Marktmacht sei Openreach "als einziges Unternehmen in der Lage", ein solches gezieltes Niedrigpreisangebot zu machen. Wettbewerber, die diese Rabatte mitgingen, könnten ihre Kosten möglicherweise nicht decken, zumal sie schon jetzt niedrige Preise verlangten, um Nachfrage aufzubauen.

Das Angebot galt nur für Neukunden. Laut Ofcom könnte das die Fähigkeit der Altnetze bremsen, zu wachsen, obwohl etwa die Hälfte der Haushalte mit Glasfaserzugang noch keinen Vertrag abgeschlossen hat.

Die Entscheidung fällt unter die Telecoms Access Review. Dieses Regelwerk bestimmt von April 2026 bis März 2031 den britischen Festnetzmarkt.

Die Zahlen hinter dem Streit

Enders Analysis schätzte die zugrunde liegenden Vollglasfaser-Kosten von Openreach auf etwa 13 bis 14 Pfund pro Kunde und Monat, unter dem geschätzten durchschnittlichen Glasfaserumsatz von rund 19 Pfund. Dieselbe Analyse setzte den Richtwert für ein hypothetisches, einigermaßen effizientes Konkurrenznetz bei etwa 17,41 Pfund pro Monat an. Damit bleibt Openreach relativ wenig Spielraum, die Durchschnittspreise landesweit zu senken. Laut Enders könnte das vorübergehend so bleiben.

Openreach hat Vollglasfaser an 23,5 Millionen Haushalten vorbeigeführt. BT näherte sich dem Ende eines Ausbaus für 15 Milliarden Pfund, mit dem bis Dezember 25 Millionen erreicht werden sollten.

Openreach verkauft Breitband nicht direkt an Haushalte. Es gibt keine Garantie, dass Rabatte bei den Endkundenpreisen ankommen. Alex Tofts, Stratege bei Broadband Genie, sagte, Eingriffe von Ofcom könnten leicht nach hinten losgehen. Die zentrale Aufgabe sei, dafür zu sorgen, dass der Eingriff nicht "in einer Zeit der Kaufkraftkrise unbeabsichtigt die Rechnungen nach oben treibt".

Rivalen und der nächste Schritt

Ein Sprecher von Virgin Media begrüßte den Schritt von Ofcom, der Openreach "bei seinem aggressivsten Angebot die Flügel stutzt", hätte sich aber gewünscht, dass die Regulierungsbehörde weiter geht. Der Sprecher verknüpfte das Argument mit der Konsolidierung unter den alternativen Glasfasernetzen. Nexfibre nannte die Entscheidung "einen positiven Schritt zum Schutz des Wettbewerbs auf dem britischen Glasfasermarkt". Das Unternehmen hätte sich ein weiteres Vorgehen von Ofcom gewünscht und kritisierte, dass Preisänderungen nach seiner Darstellung tröpfchenweise über Sonderangebote erfolgen.

James Lowther, Managing Director Commercial bei Openreach, sagte, die Entscheidung entspreche der Position von Ofcom in der Konsultation. "Wir haben dieses Angebot in gutem Glauben vorgelegt, um unseren Kunden zu helfen, zu konkurrieren und den Haushalten einen besseren Gegenwert zu liefern", sagte er. Openreach werde die Entscheidung prüfen. Die übrigen Angebote wolle das Unternehmen starten.

Openreach rechnet mit weiteren Angeboten. Sie sollten "über den Fünfjahreszeitraum des TAR-Rahmens" kommen, sagte das Unternehmen gegenüber City AM.

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Quellen

14
  1. 01Openreach eyes further fibre discounts after Ofcom blocks price cutEN
  2. 02Ofcom directs Openreach to withdraw broadband customer offerEN
  3. 03Ofcom blocks 'unfair' Openreach pricing schemeEN
  4. 04Ofcom bans Openreach FTTH dealEN
  5. 05Ofcom Blocks Openreach Fibre Discount on UK Competition ConcernsEN
  6. 06Ofcom blocks Openreach wholesale rebate dealEN
  7. 07Ofcom orders Openreach to withdraw broadband discount over competition concernsEN
  8. 08Tesla hikes Cybertruck prices up to 10% after announcing it will kill productionEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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