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STB verpflichtet Union Pacific, Vena-Rede im Fusionsverfahren offenzulegen

Das Surface Transportation Board hat am 4. November den Einspruch von Union Pacific zurückgewiesen und die Bahngesellschaft angewiesen, eine Aufnahme der Rede von Vorstandschef Jim Vena vor Verladern aus dem März ohne das Vertraulichkeitskennzeichen herauszugeben [11]. Der Beschluss fällt in die Prüfung der 85 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Norfolk Southern durch Union Pacific [11].

KonjunkturNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 7. November 20264 Min. LesezeitQuellen 19
STB verpflichtet Union Pacific, Vena-Rede im Fusionsverfahren offenzulegen

Die Behörde ordnet die Herausgabe des Videos an

Verwaltungsrichterin Jenifer J. Soulikias hatte am 23. Oktober entschieden, dass die Aufnahme nicht vertraulich ist. Union Pacific sollte sie bis zum 30. Oktober aushändigen, ohne das Kennzeichen „Confidential“ [12].

Der Streit dreht sich jetzt darum, ob Verlader, die Vergeltung fürchten, das Verfahren noch beeinflussen können. Union Pacific bestreitet, jemanden bedroht zu haben. Was die Aufnahme zeigt und wie die Behörde sie gewichtet, ist weiterhin offen.

Union Pacific legte am 30. Oktober Einspruch gegen die Anordnung der Richterin ein und beantragte eine vorläufige Aussetzung [11]. Die Gesellschaft argumentierte, eine Veröffentlichung könne „irreparablen Schaden“ verursachen, weil Dritte die Aufnahme außerhalb des Fusionsverfahrens „bearbeiten, zuschneiden, manipulieren und verbreiten“ könnten [11]. Alternativ bot die Bahn an, das Video auf ihrer Fusionswebsite einzustellen, aber die Vertraulichkeitseinstufung und die Nutzungsbeschränkungen außerhalb des Verfahrens beizubehalten [11]. Der Beschluss vom 4. November wies den Einspruch zurück und ließ die Offenlegungsanordnung bestehen [11]. Die Behörde erklärte außerdem, sie habe „ernste Bedenken“, ob Union Pacific die Stellungnahmen der Beteiligten zu der geplanten 85 Milliarden Dollar schweren Transaktion beeinflusst habe [11].

Vena hielt die Grundsatzrede im März 2026 auf der Jahreskonferenz der Southwest Association of Rail Shippers in Houston. CPKC schätzt das Publikum auf etwa 900 Personen [12].

CPKC bittet die Behörde, das Verfahren zu beenden

CPKC will die Prüfung vollständig eingestellt sehen. Der Antrag, am 30. Oktober 2026 im Finance Docket No. 36873 eingereicht, umfasst mit Anlagen 193 Seiten. CPKC verlangt, dass die Behörde die Kontrollbefugnis verweigert, die Union Pacific und Norfolk Southern anstreben [12].

Der Antrag stützt sich auf einen Brief von US-Senatorin Tammy Baldwin an die Behörde vom 16. Juli und auf ein Schreiben vom 13. Oktober von fünf Verladergruppen. Diese warnten, Venas Äußerungen und das spätere Verhalten der Bahn könnten Kunden zum Schweigen bringen [12]. Es handelt sich um den American Chemistry Council, die Alliance for Chemical Distribution, American Fuel & Petrochemical Manufacturers, die National Industrial Transportation League und The Fertilizer Institute [12]. CPKC zitierte außerdem eine Warnung der Behörde vom Juli, sie werde „keine Vergeltung dulden“ und ihre Verfahren „fair, transparent und allen Beteiligten offen“ halten [12]. In der öffentlichen Fassung des Antrags sind die Passagen mit direkten Zitaten Venas geschwärzt [12].

CPKC erklärte, der Antrag stehe unabhängig von ihrer Prüfung in der Sache und sie strebe weder Verzögerung noch Ablehnung aus verfahrensrechtlichen Gründen an [12]. Sie werde ihre Stellungnahmen fristgerecht einreichen [12].

Die Antwort von Union Pacific

Union Pacific erklärte im Juli, Venas Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, und bestritt, dass er jemanden bedroht habe [12].

Im selben Monat schrieb Kenny Rocker, Executive Vice President für Marketing und Vertrieb, mehrere Kunden hätten ihm berichtet, sie seien nach ihrer frühen Unterstützung für den Deal von BNSF und CPKC unter Druck gesetzt worden [12]. CPKC zufolge wiesen beide Bahnen diese Darstellung als haltlos zurück [12].

Auf die Bitte um Einstellung des Verfahrens reagierte Union-Pacific-Sprecherin Robynn Tysver gegenüber Trains mit den Worten, die Gegner der Fusion hätten Angst vor dem Wettbewerb [12]. Sie sagte, der Zusammenschluss werde von mehr als 2.000 Beteiligten unterstützt, darunter mehr als 500 Verlader [12].

Stand der Prüfung

Die Behörde hob am 18. August 2026 die Aussetzung des Verfahrens auf und legte einen Zeitplan fest, der die letzten Schritte bis Ende Mai 2027 verschiebt [3]. BNSF, CSX, Reading Blue Mountain & Northern sowie Gruppen wie die Freight Rail Customer Alliance und die National Grain and Feed Association hatten die längste gesetzlich zulässige Beweisfrist von 395 Tagen verlangt [3].

Stellungnahmen zur Sache sind bis zum 18. November 2026 fällig, Erwiderungen bis zum 16. Februar 2027 [9]. Am 18. September lehnte die Behörde mit 4 zu 0 drei Anträge auf Abweisung des überarbeiteten Antrags ab, die BNSF, CSX und fünf Verladerverbände gestellt hatten [10]. Die Behörde betonte, die fünfseitige Entscheidung „enthalte keine Sachentscheidung“ und „sei keine Billigung“ der Argumente der Bahnen [10].

Richard Kloster, das neueste Mitglied der Behörde, am 5. Juni vereidigt, verfasste eine eigene zustimmende Stellungnahme [10]. Er erklärte, der Antrag zeige einen Mangel an Transparenz und Tiefe: Die Antragsteller hätten Tausende Seiten Dokumente eingereicht, aber kaum Details dazu geliefert, wie sie die Wettbewerbsbedenken ausräumen wollten [10]. Die Argumente der Gegner nannte er „bedeutend“ und „überzeugend“, wies jedoch darauf hin, dass sie „eine sehr hohe Hürde“ überwinden müssten [10].

Union Pacific und Norfolk Southern rechnen weiterhin mit einem Abschluss der Transaktion in der zweiten Hälfte von 2027 [5].

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Quellen

19
  1. 01STB orders Union Pacific to make alleged rate hike threat video publicEN
  2. 02CPKC wants Union Pacific merger case terminated over CEO's shipper remarksEN
  3. 03STB Keeps UP-NS Merger Alive, but Board Member Flags 'Lack of Transparency'EN
  4. 04New timeline set for Union Pacific-Norfolk Southern merger proceedingsEN
  5. 05Norfolk Southern stock faces a longer merger review timelineEN
  6. 06Union Pacific and Norfolk Southern Combination Gains Additional MomentumEN
  7. 07STB rejects Union Pacific – Norfolk Southern transcontinental railroad merger application as incomplete; what comes next? - Hogan Lovells CadwaladerEN
  8. 08Graves Statement on Union Pacific-Norfolk Southern Merger Application - House Transportation and Infrastructure Committee (.gov)EN
  9. 09STB pauses Union Pacific-Norfolk Southern merger proceedings - WOWTEN
  10. 10Union Pacific, Norfolk Southern defend rail merger application as STB review advances - FreightWavesEN
  11. 11Key Issues in the STB’s Ongoing Evaluation of the Union Pacific-Norfolk Southern Merger - Lexington InstituteEN
  12. 12STB Ruled Union Pacific-Norfolk Southern Merger Application Incomplete - DTN Progressive FarmerEN
  13. 13 Nvidia tightens tracking of AI GPUs in Southeast Asia as Chinese chip smuggling draws scrutiny, report claims EN
  14. 14Estonia approves 24/7 robotic pharmacies, paving the way for a European firstEN
  15. 15Churchill Capital XI shareholders approve $2.5B Agility Robotics humanoid SPACEN
  16. 16Premium Comment STB turns UP-NS merger fight into inquiry over shipper intimidation - The LoadstarEN
  17. 17The Politics of Pandemic Preparedness: Why South and Southeast Asia Need a Stronger VoiceEN
  18. 18Federal Reserve Board announces approval of application by The Bank of Nova ScotiaEN
  19. 19Tencent targets Southeast Asia as launch pad for AI agent WorkBuddy amid tough local marketEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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