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Robotaxis stoßen in zwei Städten auf dieselbe Wand: überflutete Straßen und Baustellen

Waymo hat den Robotaxi-Betrieb im Mai 2026 in vier Städten ausgesetzt. Ein unbesetztes Fahrzeug war in Atlanta in eine überflutete Straße gefahren und dort etwa eine Stunde lang stecken geblieben. Es war das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass das Unternehmen seine Flotte bremsen musste.

AutoAnalyseSven AlbrechtVeröffentlicht: 27. September 20265 Min. LesezeitQuellen 4
Robotaxis stoßen in zwei Städten auf dieselbe Wand: überflutete Straßen und Baustellen

Waymo hat den Betrieb inzwischen in Atlanta, San Antonio, Dallas und Houston gestoppt, wie TechCrunch am 21. Mai 2026 berichtete. Auslöser war eine überflutete Straße in Atlanta am Mittwoch jener Woche. Dort blieb ein unbesetztes Fahrzeug rund eine Stunde lang stehen, bevor es geborgen wurde.

Das Unternehmen bezeichnete die Pause als Wettervorsicht. "Safety is Waymo's top priority, both for our riders and everyone we share the road with. During a period of intense rain yesterday in Atlanta, an unoccupied Waymo vehicle encountered a flooded road and stopped", erklärte Waymo in einer Stellungnahme gegenüber TechCrunch. Ein Sprecher sagte, Dallas und Houston seien wegen vorhergesagter schwerer Wetterverhältnisse vorsorglich ausgesetzt worden.

Der Zeitpunkt macht die Sache heikel. Waymo hatte bereits in der Woche zuvor einen Software-Rückruf wegen derselben Problemklasse herausgegeben. In Dokumenten, die die National Highway Traffic Safety Administration veröffentlichte, räumte das Unternehmen ein, noch keine "final remedy" gegen überflutete Bereiche gefunden zu haben. Stattdessen lieferte es "restrictions at times and in locations where there is an elevated risk of encountering a flooded, higher-speed roadway".

Ein Monat, zwei verschiedene Fehler

Das Wasserproblem ist nicht die einzige offene Front. Am 18. Juni 2026 rief Waymo fast 4.000 Robotaxis zurück, um sie von Schnellstraßen fernzuhalten. Der Grund: Das Unternehmen klärt noch, wie sich die Fahrzeuge in Baustellenbereichen verhalten sollen. TechCrunch berichtete, Waymo habe mindestens 13 Fälle identifiziert, in denen seine Fahrzeuge in wegen Bauarbeiten gesperrte Autobahnabschnitte gefahren seien: sechs in Phoenix im April, sieben in San Francisco im Mai.

Waymo zog seine Robotaxis am 19. Mai von allen Schnellstraßen ab. Die Lösung ist laut NHTSA-Unterlagen "currently under development". Das Unternehmen nimmt die Fahrzeuge nicht vollständig aus dem Verkehr; der Betrieb auf Stadtstraßen läuft weiter, wurde bei schwerem Wetter jedoch zeitweise ausgesetzt. In seiner eigenen Erklärung sagte Waymo: "We identified an area of improvement regarding performance around freeway construction zones. We voluntarily restricted freeway operations last month while making improvements, proactively notified state and federal regulators, and decided to file a voluntary software recall with NHTSA."

Nach Zählung von TechCrunch ist dies der sechste Rückruf, den Waymo für seine Robotaxis herausgegeben hat. Die Liste umfasst einen Rückruf im Dezember wegen illegalen Verhaltens rund um Schulbusse sowie frühere Korrekturen für Kollisionen bei niedriger Geschwindigkeit mit Ketten, Schranken und Telefonmasten und ein Problem mit abgeschleppten Lastwagen. Das Verhalten rund um Schulbusse ist inzwischen Gegenstand laufender Untersuchungen sowohl der NHTSA als auch des National Transportation Safety Board. Eine zweite Gruppe von Untersuchungen betrifft einen Vorfall am 23. Januar in Santa Monica, Kalifornien, bei dem ein Waymo-Robotaxi ein Kind anfuhr. Waymo hat erklärt, das Fahrzeug habe vor dem Aufprall auf etwa sechs Meilen pro Stunde abgebremst, und das Kind habe leichte Verletzungen erlitten.

"We identified an area of improvement regarding performance around freeway construction zones", sagte Waymo in einer Stellungnahme gegenüber TechCrunch.

Die Größe des Betriebs macht jeden Sonderfall sichtbarer. Waymo gibt an, seine Fahrzeuge seien mehr als 170 Millionen Meilen autonom gefahren, und beansprucht eine 13-fache Verringerung von Unfällen mit schweren oder tödlichen Verletzungen im Vergleich zu menschlichen Fahrern. Das Unternehmen plant zudem, allein in diesem Jahr in mehr als 20 Städten zu starten, darunter London und Tokio. Fahrten auf Schnellstraßen bietet es erst seit November 2025 an.

Der Vergleich mit Tesla ist unvermeidlich und unangenehm

Teslas Robotaxi-Start in Austin am 22. Juni 2025 zeigt ein anderes Fehlerprofil. Business Insider bat drei Experten für autonomes Fahren, Fahrvideos aus der Early-Access-Phase zu prüfen, als Fahrten auf Influencer und Investoren beschränkt waren. Die Experten nannten Geschwindigkeitsüberschreitungen von mehr als 10 Meilen über dem Limit, Fahren in die falsche Spur, willkürliches Bremsen, Probleme mit dem Halteknopf und mindestens zwei Eingriffe von Sicherheitsbegleitern wegen Parkens.

Teslas System setzt auf eine fortgeschrittene Version des Full Self-Driving mit acht Kameras und ohne Radar oder Lidar, anders als Waymo. Raj Rajkumar, Professor für Ingenieurwesen an der Carnegie Mellon University, sagte gegenüber Business Insider, Fehler beim Halten am Straßenrand und in der falschen Spur ließen sich wahrscheinlich mit mehr Trainingsdaten beheben. Das sogenannte Phantombremsen könne dagegen auf einen Konstruktionsfehler hindeuten. "To process camera data, one has to use AI and machine learning", sagte er. "But hallucinations are an integral part of how AI operates, and once you hallucinate, phantom braking ends up happening, so a camera-only solution will not be sufficient for a very long time."

Steven Shladover, leitender Forscher am Programm Partners for Advanced Transportation Technology der UC Berkeley, sagte gegenüber Business Insider, automatisiertes Fahren brauche Kameras, Radar und Lidar plus präzise Lokalisierung anhand hochgenauer Karten. Er sei besorgt, dass Teslas Kamera-only-Ansatz ohne Eingreifen irgendwann zu Verletzungen von Insassen führen werde.

Phantombremsen ist bei Tesla nicht neu. Das Unternehmen sieht sich einer Sammelklage wegen angeblichen Phantombremsens im Autopilot gegenüber, einem Fahrerassistenzsystem, das sich vom überwachten Full Self-Driving unterscheidet. Die NHTSA eröffnete 2022 eine Untersuchung zu Model-3- und Model-Y-Fahrzeugen, nachdem mehr als 750 Fahrer über plötzliches Bremsen bei hoher Geschwindigkeit im Autopilot geklagt hatten. Business Insider berichtete, dass diese Untersuchung und Bewertung noch laufen.

Unabhängig davon berichtete eine RTS-Untersuchung vom April 2026 auf Basis durchgesickerter interner Tesla-Daten, das Unternehmen habe Tausende schwerer Vorfälle im Zusammenhang mit seinen autonomen Fahrsystemen bis 2022 verschwiegen, einige mit Todesfolge. Der Bericht besagte, mehr als 2.400 Beschwerden hätten spontane Beschleunigung betroffen, und die Unfälle hätten 1.000 überschritten, viele davon als "unresolved" markiert. Er beschrieb zudem ein Jury-Urteil, das Tesla zu mehr als 243 Millionen Dollar Schadenersatz in einem Fall verpflichtete, in dem ein Fußgänger von einem Tesla im Autopilot-Modus getötet wurde, und erklärte, ein Bundesrichter habe die Summe Ende Februar bestätigt. Tesla hat erklärt, noch Berufung einlegen zu können.

Zwei Unternehmen, zwei Sätze von Sonderfällen, eine gemeinsame Lehre für jeden, der den Sektor beobachtet: Der schwierige Teil ist nicht die Demo. Es ist die überflutete Kreuzung, die mit Pylonen abgesperrte Auffahrt und das Phantomobjekt, das in den Trainingsdaten erst auftaucht, nachdem jemand bereits hineingefahren ist.

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Quellen

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  1. 01Waymo expands pause to four cities as robotaxis keep driving into floodsEN
  2. 02Waymo recalls nearly 4,000 robotaxis to stop them driving into highway construction zonesEN
  3. 03Autonomous driving experts to comment on Tesla's robotaxi launch errorsEN
  4. 04Comment Tesla a caché des accidents fatals pour continuer à tester la conduite autonome sur les routesFR

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Sven Albrecht

Sven Albrecht

Sport, Auto und Reisen

Sven Albrecht schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Herstellerangaben, Streckenprotokolle und offizielle Ergebnisse. Bei Testwagen vergleicht er Normverbrauch mit realen Messwerten und prüft Drehmomentkurven sowie Akkukapazitäten. Er spricht mit Werkstattmeistern, Rennkommissaren und Bahnbetreibern und wartet auf den Fahrplanwechsel, um Verbindungen quer durch Europa zu vergleichen. Privat fährt er Elektroautos, schraubt in der Garage und plant Bahnstrecken quer durch Europa. Unbelegte Zahlen veröffentlicht er nicht.

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