T-Mobile bittet FCC um zwei Jahre Testbetrieb im 2,7-GHz-Band für 6G
T-Mobile hat bei der FCC eine zweijährige Experimentierlizenz beantragt, um Prototypen von 6G-Geräten im 2,7-GHz-Band zu testen, vom 16. November 2026 bis zum 15. November 2028. In diesem Jahr will die FCC das Spektrum versteigern.

Der Antrag ist auf den 17. September datiert und umfasst sieben Teststandorte: sechs in und um den Hauptsitz von T-Mobile in Bellevue im US-Bundesstaat Washington, einer in Kirkland, ebenfalls Washington. T-Mobile würde bis zu sieben temporäre ortsfeste Basisstationen betreiben, jede mit bis zu sechs Versuchsgeräten. Neue Masten werden nicht gebaut, keine Antenne soll mehr als sechs Meter über einer bestehenden Konstruktion sitzen.
Gegenüber der FCC erklärte T-Mobile, die Tests sollten Daten zum Zusammenwirken mit Nutzern im gleichen und in benachbarten Bändern liefern, darunter Bundesradarsysteme und radioastronomische Anlagen. In dem Antrag schreibt der Netzbetreiber, die Arbeiten würden "die Weiterentwicklung drahtloser Dienste unterstützen, ohne bei anderen schädliche Störungen zu verursachen".
T-Mobile reichte den Antrag wenige Tage ein, nachdem Verizon die FCC gebeten hatte, 4-GHz-Mittenbandspektrum auf eine mögliche 6G-Nutzung zu prüfen, mit Ericsson als Partner. Für die 2,7-GHz-Tests nennt T-Mobile keine Ausrüster. Der Netzbetreiber will außerdem Prototypen im Bereich von 4,8 GHz bis 4,9 GHz innerhalb des 4-GHz-Bands testen, bis Ende Oktober 2028.
Warum 2,7 GHz im Antrag steht
Die FCC will das 2,7-GHz-Spektrum im Jahr 2028 versteigern, ein Jahr nach der C-Band-Auktion. In der Telefonkonferenz zum dritten Quartal sagte Technikvorstand John Saw, die Auktionen für das obere C-Band und 2,7 GHz gäben dem Unternehmen Kapazität für 6G und mehr Uplink-Bandbreite. Der Datenverkehr im Jahr 2030 werde weiterhin stark in Richtung Downlink gehen, aber "zunehmend uplink-lastig" werden, getrieben von KI-Wearables, KI-Agenten und physischen KI-Geräten. Brendan Cavanagh, Vorstandschef von SBA Communications, sagte am 3. November, er erwarte bald Regelungsvorschläge für die Bänder 2,7 GHz und 7 GHz.
Frühere Tests im 6-GHz-Bereich
Die FCC hat T-Mobile bereits eine Experimentierlizenz erteilt, um Prototypen von 6G-Geräten von Ericsson und MediaTek im Band von 6425 MHz bis 6825 MHz rund um Bellevue zu testen. Vorgesehen sind eine Ericsson-Basisstation und zwei Mobilgeräte, eines von Ericsson und eines von MediaTek, an festen Standorten und in fahrenden Fahrzeugen. Zuvor gab es ähnliche Versuche mit Geräten von Nokia im Band von 7125 MHz bis 7525 MHz.
Laut ihrem Antrag bei der FCC will T-Mobile den Betrieb von "experimentellen Prototypen" prüfen und die Entwicklung "drahtloser Technologien der nächsten Generation" voranbringen. Das Unternehmen will Bandaufteilung, Mechanismen zur Frequenzteilung und fortgeschrittenes Beamforming untersuchen. Steve Crowley, ein beratender Ingenieur, der den Antrag entdeckte, sagte, dies sei das, "was man so gut wie möglich festklopfen will, bevor man in den Ausbau investiert". Ein Sprecher von T-Mobile sagte, das Unternehmen teste neue Technologien "routinemäßig", darunter frühe Vor-6G-Tests mit verfügbarem Spektrum.
Wie es weitergeht
Genehmigt die FCC den Septemberantrag wie eingereicht, erhält T-Mobile zwei Jahre lang Prototypdaten im 2,7-GHz-Band. Einen Starttermin für 6G nennt T-Mobile nicht und verweist auf den Zeitrahmen der Branche bis 2030. Saw sagte, 2030 "werden 6G-Netze gebaut", und T-Mobile werde in den USA der Erste sein. Als einen 6G-Anwendungsfall nannte er integrierte Sensorik und Kommunikation, bei der Basisstationen und Funkgeräte wie Radare arbeiten.
Quellen
20- 01T-Mobile seeks to test 2.7GHz and 4GHz ahead as preparation for 6G spectrum ramps upEN
- 02T-Mobile tests 6G with Ericsson prototypesEN
- 03SBA sees spectrum, AI, and 6G extending wireless investment cycle - RCR Wireless NewsEN
- 04T-Mobile: We'll be first with 6G, and no to SpaceX MVNOEN
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