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UNM Health warnt Patienten vor Kontakt mit angeblichen Tätern des Cyberangriffs

UNM Health hat Patienten am 31. Oktober 2026 aufgefordert, nicht mit Personen zu sprechen, die die Verantwortung für den Cyberangriff übernehmen. Zuvor hatte die Gruppe Byod jedem betroffenen Patienten bis zu 2.500 US-Dollar geboten und erklärt, sie werde die gestohlenen Daten behalten.

GesundheitAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 40
UNM Health warnt Patienten vor Kontakt mit angeblichen Tätern des Cyberangriffs

Die Warnung von UNM Health

UNM Health teilte am 31. Oktober 2026 in einem Beitrag in den sozialen Medien mit, Patienten sollten niemandem antworten, der die Verantwortung für den Cyberangriff übernimmt. Der Hinweis, über den Yahoo berichtete, warnte davor, dass die Verantwortlichen weitere Betrugsversuche starten könnten, darunter falsche Zahlungs- oder Entschädigungsangebote. Patienten sollten keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen, keine Dateien herunterladen und keine persönlichen oder finanziellen Daten herausgeben. UNM hat nicht bestätigt, ob Patientendaten abgezogen wurden.

Byod, von BleepingComputer als neue Ransomware-Gruppe beschrieben, erklärte am 27. Oktober 2026, sie werde kostenlose Schlüssel zur Entschlüsselung gesperrter Systeme in Gesundheitseinrichtungen bereitstellen. Dieses Angebot passt nicht zur Darstellung von UNM. Die Universität hat den Vorfall nicht als Ransomware bezeichnet und erklärt, betroffen seien einzelne Endgeräte gewesen, Kernsysteme und Server seien nicht kompromittiert worden. Aus der Schilderung von UNM geht nicht hervor, dass Systeme verschlüsselt wurden.

"Jedem betroffenen Patienten, bitte schicken Sie uns einen Nachweis, und wir zahlen Ihnen für die Unannehmlichkeiten bis zu 2.500 US-Dollar pro Person", schrieb die Gruppe. "Wir entschuldigen uns noch einmal. Wir haben Moral und wir haben ein Herz, wir sind keine Schurken, aber wir werden weiterhin Unternehmen für schlechte Sicherheit zur Verantwortung ziehen, die zur Kompromittierung von Kundendaten führt."

Die Gruppe erklärte außerdem, sie werde die gestohlenen Daten behalten. BleepingComputer berichtete, Byod führe sechs Opfer auf seiner Leak-Seite und gebe an, Daten von drei davon veröffentlicht zu haben.

Was mit den Systemen von UNM passierte

Die Störung des Betriebs wurde am Montag, dem 26. Oktober 2026, öffentlich, als UNM Health einen Cyberangriff einräumte und damit begann, neue Patientenaufnahmen zu begrenzen, Rettungswagen an umliegende Krankenhäuser umzuleiten und ambulante Operationen sowie Termine auszusetzen, wie BleepingComputer berichtete. Der Unterricht an den vier gesundheitswissenschaftlichen Fakultäten wurde abgesagt, nicht zwingend benötigte Mitarbeiter des Health Sciences Center sollten zu Hause bleiben. Das UNM Hospital und das Sandoval Regional Medical Center blieben geöffnet, und die Organisation riet Menschen mit Notfällen, die 911 anzurufen.

In einer Aktualisierung vom 27. Oktober 2026, einen Tag nachdem die Störung öffentlich geworden war, teilte UNM mit, alle kritischen elektronischen Systeme seien wieder online und alle Krankenhäuser vollständig geöffnet. Der Rettungswagenverkehr laufe normal, die Kliniken hätten planmäßige Termine und Eingriffe wieder aufgenommen. Die schnelle Erholung sei möglich gewesen, weil IT-Sicherheitsteams mit externen Partnern das Netzwerk abgesichert hätten, erklärte UNM. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Vorfall einzelne Endgeräte betraf, Kernsysteme und Server aber nicht kompromittierte.

Yahoo berichtete, der Angriff habe das gesamte UNM Health Sciences Center getroffen, nicht nur das Krankenhaus, und sowohl Forschungsaktivitäten und klinische Abläufe als auch den Unterricht beeinträchtigt. BleepingComputer berichtete, UNM Health zähle mehr als 1.000.000 Patientenkontakte pro Jahr, und das Krankenhaus in Albuquerque beherberge das einzige Level-I-Traumazentrum von New Mexico.

Die Behauptungen von Byod und die Reaktion von UNM

BleepingComputer berichtete, Byod habe den Angriff für sich reklamiert und erklärt, 36.000 Systeme auf dem Hauptcampus und in den Krankenhausumgebungen von UNM kompromittiert zu haben, darunter Active-Directory-Gesamtstrukturen, die Gruppenrichtlinien-Infrastruktur, den gesamten Microsoft-Entra-Tenant und zwei Oracle-Datenbanken. Die Gruppe behauptete, Zugriff auf Daten von Studierenden und Beschäftigten zu haben, darunter Sozialversicherungsnummern, Personal-, Gehalts- und Banner-Studierendendaten, interne E-Mails, Forschungsdaten, Termindaten des Krankenhauses, Patientendaten und Cerner-EHR-Listen.

"Das ist Ihr gesamtes Netzwerk und Ihre gesamte Infrastruktur, die kompromittiert sind, die gesamte Universität VOLLSTÄNDIG", sagte der Angreifer.

BleepingComputer teilte mit, man habe UNM Health Sciences um eine Stellungnahme gebeten und keine Antwort erhalten. Die Zahl 36.000 stammt von Byod und wurde von der Universität nicht bestätigt. Byod erklärte, den Beitrag über den Angriff zu entfernen, nachdem die Universität begonnen habe, mit der Gruppe zu kommunizieren. BleepingComputer berichtete, dies sei wahrscheinlich Teil der Lösegeldverhandlungen gewesen.

Auf ihrer FAQ-Seite beschreibt Byod ihr Vorgehen als "Pentesting", das Schwachstellen aufdecken und Datenverantwortliche zur Rechenschaft ziehen solle.

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Quellen

40
  1. 01UNM Health ransomware attack disrupts patient care, surgeriesEN
  2. 02UNM Health cyberattack disrupts care and surgeries; ransomware group claims breachEN
  3. 03Hackers hit UNM hospital, then apologize and offer patients $2,500, but they're keeping the stolen dataEN
  4. 04Hacker Group Claims UNM Hospital Cyberattack, Then Apologizes and Offers Patients $2,500EN
  5. 05Brockton Hospital Ransomware Attack: Downtime Procedures to Continue for Two Weeks - The HIPAA JournalEN
  6. 06Hackers say McKesson data breach exposed records from tens of millions of patients - HealthExecEN
  7. 07Largest Healthcare Data Breaches of 2025 - The HIPAA JournalEN
  8. 08Nebraska AG’s Lawsuit Against Change Healthcare Survives Motion to Dismiss - The HIPAA JournalEN
  9. 09PIH Health Notifies 2.95M Patients About 2024 Hacking Incident - The HIPAA JournalEN
  10. 10UMMC may have violated federal privacy law after ransomware attack - WLBTEN
  11. 11Should East of England patients worry about their stolen data? - BBCEN
  12. 12ChipSoft Ransomware Attack Disrupts Dutch Hospital Network - SafestateEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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