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AMD meldet Rekordquartal von 13,377 Milliarden Dollar, Data Center macht 63 Prozent des Umsatzes aus

AMD hat am 3. November die Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz erreichte mit 13,377 Milliarden Dollar einen Rekord, ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Chips für Rechenzentren machten 63 Prozent davon aus.

WirtschaftNachrichtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
AMD meldet Rekordquartal von 13,377 Milliarden Dollar, Data Center macht 63 Prozent des Umsatzes aus

AMD hängt inzwischen stärker an den Ausgaben für KI-Infrastruktur als am Geschäft mit Privat-PCs. Käufer bekommen einen zweiten großen Lieferanten für KI-Beschleuniger und Serverchips. Intel steht einem Rivalen gegenüber, der im selben Segment schneller wächst. Wie lange diese Ausgaben anhalten, ist offen.

Ein Rekordquartal auf dem Rücken des Data-Center-Geschäfts

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 16 Prozent, so liest ServeTheHome die Zahlen. Data Center steuerte 8,546 Milliarden Dollar bei, ein Plus von 97 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 27 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Getragen wurde das von der EPYC-Nachfrage und dem Start der Instinct-MI450-GPUs. Das Betriebsergebnis nach GAAP lag bei 2,832 Milliarden Dollar, der Nettogewinn bei 2,428 Milliarden Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,46 Dollar. Das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie betrug 2,09 Dollar.

Lisa Su, Vorstandsvorsitzende, nannte das Quartal am Dienstag in der Telefonkonferenz zu den Zahlen "das größte und profitabelste unserer Geschichte".

Laut AMD laufen bei Anthropic, Meta, Microsoft, OpenAI und Oracle Cloud Infrastructure Arbeitslasten auf Helios-Rack-Systemen, die mit AMD-Chips bestückt sind. Meta ist zudem der zweitgrößte Kunde von AMD. Dort werden die Helios-Racks getestet.

Die Prognose deutet auf ein stärkeres viertes Quartal

AMD stellt für das vierte Quartal einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar in Aussicht. Das wäre ein weiterer Rekord.

Finanzchefin Jean Hu sagte in der Telefonkonferenz: "Mit Blick auf 2027 erwarten wir, dass unser Data-Center-Geschäft mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen wird." Su erklärte, AMD rechne damit, dass der Umsatz "2027 um mehr als 80 Prozent wächst". Sie ergänzte, "Data Center wird den größten Beitrag leisten".

Die Verschiebung der Anteile zeigt sich in der Rechnung. Der Gesamtumsatz von AMD stieg im Quartal um 1,9 Milliarden Dollar, der Data-Center-Umsatz um 1,8 Milliarden Dollar.

Gaming und PCs spüren die Speicherknappheit

Client und Gaming zusammen kamen auf 3,722 Milliarden Dollar, ein Minus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gaming allein fiel um 40 Prozent auf 773 Millionen Dollar. ServeTheHome merkt an, dass Speicher- und NAND-Preise diesen Markt bremsen.

Su sagte, steigende Bauteilpreise schlügen sich in den Preisen für komplette Systeme nieder. AMD plane "angesichts der aktuellen Lage für 2027 mit einem rückläufigen Jahr", so Su.

Intel hat erklärt, es rechne nicht damit, dass sich die Speicherknappheit im kommenden Jahr entspannt. SK Hynix erwartet laut The Verge, dass sie bis 2030 andauert.

Vergleich mit Intel und Wachstum im Embedded-Geschäft

Intels Data-Center-Umsatz lag im letzten Quartal bei 7,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beide Unternehmen erleben eine stark steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur. AMD scheint dabei zu beschleunigen.

Das Embedded-Geschäft brachte 1,109 Milliarden Dollar, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Wachstum kam aus den Endmärkten Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, Automobil, Kommunikation und Industrie.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Vor den Zahlen waren die AMD-Aktien binnen zwei Tagen um etwa 17 Prozent gefallen, im Gleichschritt mit Intel. Im laufenden Jahr lagen sie weiterhin mehr als 120 Prozent im Plus. Analysten erwarteten laut The Next Web einen Anstieg des Ergebnisses im dritten Quartal um 92 Prozent bei einem Umsatzplus von 41 Prozent.

Die Stimmung rund um die KI-Ausgaben ist das andere Risiko. Große Investoren wie Alphabet und Meta wurden laut The Next Web dafür abgestraft, dass ihre Ausgaben die Barmittel aufzehren.

"Ein bescheidener Bericht reicht einfach nicht", sagte Neville Javeri von Allspring Global Investments, das die Aktie hält.

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Quellen

28
  1. 01AMD Q3 2026 Earnings Data Center Growth Drives Record QuarterEN
  2. 02AMD rides data center riches to ‘largest and most profitable’ quarter in historyEN
  3. 03AMD needs a big quarter to escape Intel’s fate as AI fears growEN
  4. 04Unity Software (U) Expected to Announce Quarterly Earnings on Thursday - MarketBeatEN
  5. 05AI Software Clones Are Coming for Big-Name Companies Like AdobeEN
  6. 06Palantir sinks after earnings as analysts point to slowdown in total contract valueEN
  7. 07KI in der Softwareentwicklung: Warum Prompts Coding-Agenten nicht absichernEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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