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American Airlines steht vor Großbestellung von bis zu 65 Langstreckenjets

American Airlines steht kurz vor einer Bestellung von bis zu 65 Langstreckenjets, sagte Finanzvorstand Devon May am 22. Oktober 2026. Die Maschinen sollen ab den 2030er Jahren 47 alternde Boeing 777-200ER ersetzen und könnten Airbus in die Langstreckenflotte zurückbringen.

ReisenAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 16
American Airlines steht vor Großbestellung von bis zu 65 Langstreckenjets

Kurz vor dem Ziel nach einem halben Jahr Wettstreit

Der Wettstreit zwischen Boeing und Airbus läuft seit sechs oder sieben Monaten, berichtete Aviation Week unter Berufung auf May. Vertriebsvorstand Nat Pieper sagt, er „könne in beide Richtungen ausgehen“.

Die Bestellung würde bestimmen, welche Langstreckenkabine und welche Reichweite American Airlines ab den 2030er Jahren verkaufen kann. Sie entscheidet auch darüber, ob ein zweiter Langstreckentyp in die Wartungs- und Pilotenschulungsbasis zurückkehrt. Gefordert sind bis zu 65 Flugzeuge zur Auslieferung in den 2030er Jahren. Sie würden 47 Boeing 777-200ER ersetzen. Nicht öffentlich ist, wie viele der bis zu 65 Maschinen fest bestellt und wie viele Optionen wären. Bestätigt ist noch keine Bestellung.

Boeing sammelt innerhalb der Airline Punkte für die Flotteneinheitlichkeit: eine Langstreckenfamilie hält Schulung, Wartung und Ersatzteile einfacher. Pieper sagt, Airbus könne diese Vorteile wirtschaftlich ausgleichen.

Warum die 777-200ER die Entscheidung erzwingen

Die Langstreckenflotte von American Airlines besteht heute ausschließlich aus Boeing-Maschinen. Sie fliegt 47 Boeing 777-200ER, 20 Boeing 777-300ER, 37 Boeing 787-8 und 33 Boeing 787-9. Die 777-200ER sind im Schnitt 25,8 Jahre alt, die 777-300ER 12,6 Jahre, nach Zahlen von Planespotters.net, die Simple Flying zitiert. Die 787-Flotte kommt auf durchschnittlich 7,4 Jahre, davon die 787-8 auf 8,3 Jahre und die 787-9 auf 6,4.

Der Altersunterschied folgt aus dem Stillstand der Pandemie: American Airlines musterte 75 Langstreckenjets aus, rund 40 Prozent ihrer langstreckentauglichen Flotte. Danach stützte sich die Airline auf ältere 777 und wartete auf verspätete 787, während Wettbewerber ausbauten. Diese Lücke in der Kapazität soll die neue Bestellung schließen.

Das Argument für Airbus und der A350, der entging

American Airlines hat bei Airbus schon einmal kehrtgemacht. 2018 stornierte die Airline 22 Airbus A350, die sie von US Airways übernommen hatte, und bestellte stattdessen 47 weitere 787. Zur Begründung hieß es, die Vereinfachung der Flotte mache den A350 unwirtschaftlich. Später verkaufte sie ihren A350-Simulator. Möglicherweise entscheiden die Lieferfenster: Der A330-900neo könnte leichter zu bekommen sein als weitere 787. American Airlines hat noch 19 weitere 787-9 bestellt und 28 Optionen. Vorstandschef Robert Isom sagte 2023, die Airline sei ein so wichtiger Kunde, dass ein Auftragsbestand bei Boeing oder Airbus keine Rolle spiele. View from the Wing kommt zu dem Schluss, dass er sehr wohl eine Rolle spielt.

Piepers Laufbahn umfasst beide Hersteller. Er verantwortete 2014 die Bestellung von Delta über 25 A350-900 und 25 A330-900neo.

Was die Oktober-Meldung zeigt

Die Flottenmeldung vom Oktober nennt die kurzfristige Pipeline. American Airlines zog in jenem Monat Optionen für fünf weitere Airbus-Flugzeuge und vereinbarte den Kauf von zwei gebrauchten Boeing 777-200ER im vierten Quartal 2026. Sie führt 365 verbleibende Verpflichtungen für neue Flugzeuge auf: 165 aus der A320-Familie, 115 aus der 737-Familie, 19 787 und 66 E175. Die verbleibenden Airbus-Lieferungen für 2026 sanken von 15 auf sieben gegenüber der vorigen Meldung. Die Zahl für 2027 stieg von 25 auf 27. Die 19 Dreamliner sind mit sechs in 2027, drei in 2028 und 10 ab 2029 und später geplant. Alle 115 verbleibenden 737 sind ab 2029 und später fällig.

Von 98 Flugzeugen, die für 2027 und 2028 geplant sind, entfallen neun auf die Langstrecke.

Wie es weitergeht

Die Zertifizierung der Boeing 777-9 ist derzeit für Anfang 2027 vorgesehen, die erste Auslieferung ebenfalls für 2027. Ein Testpilot von American Airlines soll die noch nicht zertifizierte Maschine geflogen haben und beschrieb sie als „AAmazing“, berichtete InsideFlyer. Boeing hat seit 2021 mehr als 200 Airline-Piloten in Erprobungen eingesetzt. Der Typ soll in einer Zweiklassenbestuhlung etwa 426 Passagiere befördern, mit einer Reichweite von bis zu 8.000 Seemeilen. View from the Wing sieht in der 777X eher einen Ersatz für die 777-300ER als für die 777-200ER. American Airlines fliegt 20 Boeing 777-300ER.

American Airlines hat nicht gesagt, wann sie die Bestellung bekannt gibt und wie viele Maschinen fest bestellt statt Optionen wären.

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Quellen

16
  1. 01American Airlines Moves Closer To Announcing New Widebody OrderEN
  2. 02American adds Airbus orders and used Boeing jetsEN
  3. 03American Airlines Says Order Will Be For Up To 65 Widebody Jets—And After Retiring Too Many Planes, Airbus Is Back In The RunningEN
  4. 04American Airlines Is The Last Legacy Carrier Without A Next-Gen Widebody Commitment & Boeing Just Made Its MoveEN
  5. 05American pilot flies Boeing 777X, calls it AAmazingEN
  6. 06American Airlines may buy A330-900neo to replace 777sEN
  7. 07American Airlines courts Trump amid $7B fuel hit - www.insideflyer.comEN
  8. 08Latin America EV Sales Report: With Over 200,000 Units Sold in Q3, EVs Now Stand at 12% Market Share!EN
  9. 09 Trump declares 'American space superiority for all eternity' in election night proclamation EN
  10. 10$150 Billion More Paid by Americans for Gas This Year Than LastEN
  11. 11Peterbilt makes it easier than ever for government fleets to go electricEN
  12. 12“Everything Trump Touches Dies” — A Warning For AmericaEN
  13. 13Bigger, badder Section 179 tax deduction could POWER UP fleet electrification [update]EN
  14. 14Supersonic airliner in doubt as company shifts to powering AI data centersEN
  15. 15Here's how much Trump's Iran war has added to Americans' fuel costsEN
  16. 16‘The Indian Question’: The Rise of Anti-Indian Hate in AmericaEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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