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Aselsan unterzeichnet Luftverteidigungs-Exportvertrag über 1,1 Milliarden Dollar mit unbekanntem Käufer

Aselsan hat am 3. November einen Exportvertrag über 1,1 Milliarden Dollar für Luftverteidigung unterzeichnet und auf der türkischen Plattform für öffentliche Offenlegung gemeldet. Käufer, Systeme und Liefertermin nennt das Unternehmen nicht. Der einzelne Auftrag macht mehr als die Hälfte der 1,9 Milliarden Dollar an Exportvereinbarungen aus, die Aselsan in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 verbucht hat.

WirtschaftErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Aselsan unterzeichnet Luftverteidigungs-Exportvertrag über 1,1 Milliarden Dollar mit unbekanntem Käufer

Die Meldung vom 3. November

Für Käufer und Wettbewerber liegt die Aussage in der Größe. Dieser eine Vertrag ist mehr als die Hälfte der 1,9 Milliarden Dollar an Exportvereinbarungen, die Aselsan in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 verbucht hat. Unbekannt bleibt, wer die Systeme gekauft hat, was sie umfassen und wann sie geliefert werden.

In der Meldung hieß es, die Vereinbarung werde sich positiv auf den Umsatz auswirken. Türkische Medien haben angedeutet, der jüngste Kunde könnte ein Golfstaat sein, bestätigt ist das nicht. Länder der Region bauen ihre Luftverteidigung aus, seit der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und Einsätze der Huthi-Rebellen begonnen haben.

Ein großer Export vor einem Rekordauftragsbestand

Der Auftragsbestand ist ein Rekord. Ende September lag das Orderbuch von Aselsan bei 30,7 Milliarden Dollar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 sicherte sich das Unternehmen neue Aufträge im Wert von 14 Milliarden Dollar, darunter 1,9 Milliarden Dollar an Exportvereinbarungen.

Neue Exportverträge stiegen um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg nach Inflationsbereinigung um 28 Prozent auf 151,5 Milliarden türkische Lira, umgerechnet etwa 3,03 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation stieg um 38 Prozent auf 40,6 Milliarden Lira, die Marge legte um 190 Basispunkte auf 26,8 Prozent zu. Die Investitionen in Produktionskapazität und Technologie stiegen im selben Zeitraum um 228 Prozent auf 684 Millionen Dollar.

Das Wachstum ist nicht neu. Aselsan verbuchte im ersten Halbjahr 2026 Aufträge im Wert von 4,9 Milliarden Dollar, 72 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025.

Generaldirektor Ahmet Akyol sagte, das Wachstum im dritten Quartal auf Dollar-Basis sei von 18 Prozent im Jahr 2024 und 29 Prozent im Jahr 2025 auf 42 Prozent in diesem Jahr gestiegen. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz kletterte im dritten Quartal auf 4,4.

Der Präzedenzfall vom Oktober und der fehlende Käufer

Dem Geschäft über 1,1 Milliarden Dollar ging ein separater Luftverteidigungs-Exportvertrag über 488,5 Millionen Euro voraus, der am 2. Oktober gemeldet wurde, ebenfalls mit einem unbekannten ausländischen Kunden.

Dem Export gingen mehrere Inlandsaufträge voraus. In den vergangenen Monaten unterzeichnete Aselsan mehrere Verträge mit der türkischen Präsidialbehörde für Verteidigungsindustrie, bekannt als SSB, über Luftverteidigungssysteme. Zusammen erreichen sie den Bereich mehrerer Milliarden Dollar.

Die im Oktober angekündigten Exportverträge umfassten den Verkauf von Radar-, Drohnenabwehr-, Führungs- und Kontrollsystemen sowie weiterer Verteidigungssysteme ins Ausland.

Was Aselsan verkauft und wo es steht

Aselsan liefert Radar- und Feuerleitsysteme für die mehrschichtige Luftverteidigung der Türkei. Das Feuerleitsystem Korkut kann 35-Millimeter-Flugabwehrkanonen mit Kurzstreckenraketenwerfern vom Typ Hisar-A+ koordinieren. Zur Hisar-Familie gehört auch Hisar-O für die Luftverteidigung mittlerer Höhe. Für die Langstreckenverteidigung arbeitet Aselsan mit dem Raketenhersteller Roketsan und dem Verteidigungsforschungsinstitut TUBITAK SAGE am System Siper, das Kampfflugzeuge, Marschflugkörper und Drohnen abwehren soll.

Aselsan stieg in den Defense News Top 100 für 2026 vom 43. auf den 40. Platz, eine Rangliste, die Unternehmen nach ihrem Verteidigungsumsatz im Vorjahr ordnet. Das ist ein Novum für ein türkisches Unternehmen. Unter fünf türkischen Firmen auf der Liste blieb es die am höchsten platzierte.

Ausgaben für Kapazität, kein Liefertermin

Worüber Aselsan spricht, ist die Frage, wohin das Geld fließt.

Das Unternehmen erklärt, ein erheblicher Teil seiner Gewinne werde in Produktionskapazität und Forschung und Entwicklung reinvestiert. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen um 36 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die erste Phase des Technologiezentrums Ogulbey nahm den Betrieb auf, während Aselsan seine Anlagen ausbaute, um die Nachfrage zu decken.

Akyol brachte die Strategie auf den Punkt. "Wir warten nicht darauf, dass die Aufträge unsere Kapazität überholen. Wir machen aus Aufträgen Kapazität und aus Kapazität die Zukunft", sagte er.

Was als Nächstes geschieht, ist nicht öffentlich. Aselsan hat für den Vertrag über 1,1 Milliarden Dollar keinen Liefertermin genannt, und die KAP-Meldung enthielt nichts über die Ankündigung vom 3. November hinaus.

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Quellen

28
  1. 01Aselsan signs $1.1 billion air defense export dealEN
  2. 02Aselsan lands $1.1B air defense export deal with unnamed customerEN
  3. 03Turkish defense giant Aselsan signs $1.1B air defense export dealEN
  4. 04ASELSAN Announces $1.1 Billion Air Defence System ExportEN
  5. 05ASELSAN says new air defence export deal worth up to $1.1 billion adds to growing ordersEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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