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Azure-Umsatz steigt im ersten Geschäftsquartal von Microsoft um 48 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar

Microsoft hat für das am 30. September beendete Quartal einen Azure-Umsatz von 33,2 Milliarden Dollar gemeldet, 48 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um 19 Prozent auf den Rekordwert von 92,3 Milliarden Dollar, weil die Nachfrage das Angebot überstieg.

KI & ModelleErklärtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Azure-Umsatz steigt im ersten Geschäftsquartal von Microsoft um 48 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar

Microsoft meldet für sein erstes Geschäftsquartal, das am 30. September endete, einen Azure-Umsatz von 33,2 Milliarden Dollar. Das sind 48 Prozent mehr als die 22,4 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Gesamtumsatz stieg um 19 Prozent auf den Rekordwert von 92,3 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Es ist das zehnte Quartal in Folge mit einem Rekordumsatz.

Azure ist inzwischen Microsofts größte Produktlinie und steht für rund 36 Prozent des Umsatzes. Microsoft Cloud, die breitere Kennzahl mit Azure und Microsoft 365, erreichte 63,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 30 Prozent. Microsoft 365 steuerte knapp 28 Milliarden Dollar bei. Das Betriebsergebnis stieg um 21 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar. Microsoft hat die Berichterstattung neu geordnet: Agents and Infra legte um 25 Prozent auf 76,8 Milliarden Dollar zu, Devices and Consumer fiel um 3 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit Windows-OEM und Geräten sank um 22 Prozent.

Investitionen sollen über 50 Milliarden Dollar steigen

Die Investitionsausgaben erreichten 45,2 Milliarden Dollar, ein Quartalsrekord und 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Finanzchefin Amy Hood sagte, die Ausgaben würden im laufenden Quartal wieder über 50 Milliarden Dollar liegen. Microsoft teilte mit, die Investitionen für das Gesamtjahr blieben auf hohem Niveau. Rund 75 Prozent davon fließen in kurzlebige Hardware, darunter CPUs und GPUs.

Die Investitionen lagen unter der bisherigen Prognose, weil sich Kapazitäten für GPU-as-a-Service von Drittanbietern verzögert haben. Gekürzt wurden die langfristigen Vorhaben nicht. In der Kapitalflussrechnung stehen 39,4 Milliarden Dollar für Zugänge zu Sachanlagen, mehr als das Doppelte der 19,4 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der freie Cashflow betrug 18,6 Milliarden Dollar, der operative Cashflow stieg um 29 Prozent auf 58 Milliarden Dollar.

Die kommerziellen remaining performance obligations, also vertraglich zugesagte, noch nicht verbuchte Erlöse, stiegen um 73 Prozent auf 677.000.000.000 Dollar. Das ist ein Auftragsbestand, kein Bargeld. Microsoft muss die Kapazitäten erst bauen und betreiben, um ihn zu bedienen.

Gewinn und Umsatz mit KI

Der Nettogewinn nach GAAP stieg um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn ohne die Auswirkungen der OpenAI-Investitionen von Microsoft stieg um 18 Prozent auf 36,4 Milliarden Dollar. Der GAAP-Vergleichswert des Vorjahres war durch Bewertungsverluste aus Beteiligungen gedrückt. Die Wachstumsrate von 32 Prozent überzeichnet daher das tatsächliche Gewinnwachstum.

Der Umsatz aus kommerziellen Vereinbarungen mit OpenAI betrug 10 Milliarden Dollar, rund 11 Prozent des Gesamtumsatzes. Die täglichen Copilot-Nutzer stiegen gegenüber dem Vorquartal um knapp 50 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um mehr als das Fünffache, sagte CEO Satya Nadella. Die Zahl der Kunden mit mehr als 50.000 Copilot-Lizenzen wuchs um das Achtfache.

Wie es weitergeht

Für das Dezemberquartal erwartet Microsoft einen Gesamtumsatz von 96.000.000.000 bis 97.100.000.000 Dollar und ein Azure-Wachstum von 49 bis 50 Prozent ohne Wechselkurseffekte. Hood hatte für das Septemberquartal im Juli-Gespräch ein Azure-Wachstum von 44 bis 45 Prozent in Aussicht gestellt. Das Ergebnis von 48 Prozent lag über dieser Spanne. Auch die Analystenschätzung von 32,3 Milliarden Dollar für Azure wurde übertroffen.

Die nächste Prüfung ist, ob der Auftragsbestand von 677.000.000.000 Dollar schneller zu verbuchten Erlösen wird, als die Kapazitäten kosten, die für seine Bedienung nötig sind. Microsoft teilte mit, die Kundennachfrage übersteige weiterhin das verfügbare Angebot. Das Dezemberquartal wird zeigen, ob zusätzliche Kapazitäten diese Lücke schließen.

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Quellen

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  2. 02Microsoft Revenue Up 19% in July-September Quarter; AI 'Compute Demand' Boosts AzureJA
  3. 03Microsoft Delivers Better-Than-Expected Earnings, Azure Discloses Dollar Revenue for the First TimeEN
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  5. 05Microsoft Cloud hits $63.9 billion as Copilot usage and AI agent adoption accelerateEN
  6. 06Microsoft Posts Record $92.3B Quarter as AI Demand Lifts Azure to $33.2BEN
  7. 07Microsoft Revenue Hits $92.3B as Azure Growth Reaches 48%EN
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Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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