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Bain: Rechenzentren brauchen bis 2031 jährlich 6 Billionen Dollar

Die KI-Branche muss bis 2031 einen Jahresumsatz von 6 Billionen Dollar erzielen, damit sich das Kapital rechtfertigt, das in Rechenzentren fließt. Das geht aus einem Bericht von Bain and Company hervor, der am Dienstag erschien.

TechnologieErklärtKatrin HoffmannVeröffentlicht: 29. September 20263 Min. LesezeitQuellen 4
Bain: Rechenzentren brauchen bis 2031 jährlich 6 Billionen Dollar

Bain beziffert die nötigen Ausgaben für KI-Infrastruktur auf bis zu 1,5 Billionen Dollar pro Jahr bis 2031. Darin enthalten sind neue Anlagen, GPU-Aufrüstungen, Speicher und Netzwerktechnik. Wenn die Investitionen etwa ein Viertel des Branchenumsatzes ausmachen, so argumentiert die Unternehmensberatung, muss der Markt jährlich nahe an 6 Billionen Dollar herankommen, um das zu tragen. The National berichtete am 29. September über die Zahlen.

Der Hauptautor von Bain, David Crawford, brachte das Problem im Bericht auf den Punkt: "The economics of AI infrastructure demand trillions in new revenue beyond productivity gains."

Die physische Seite dieses Ausbaus ist der Punkt, an dem die Zahlen unangenehm werden. Bain zufolge verdoppeln sich Größe und Kosten von KI-Rechenzentren etwa alle 12 bis 16 Monate. Die im Bericht zitierten Daten von Epoch AI verfolgen Metas Anlage Prometheus in Ohio. Sie kam 2025 auf 600 MW und geschätzte 24 Milliarden Dollar. Bain rechnet mit 2 GW und 80 Milliarden Dollar bis 2027, mit 5 GW und bis zu 175 Milliarden Dollar bis 2029 und mit 9 GW zu 200 Milliarden Dollar bis 2030. Strom und Kühlung sind die Engpässe. Bain nennt Netzkapazität, GPU-Verfügbarkeit, Fachkräfte und Widerstand in der Bevölkerung wegen Ressourcenverbrauch und Lärmbelästigung als Hemmnisse. Ein größerer Scheck löst keines davon.

Woher der Strom kommen könnte, ist längst eine politische Frage. CBC News meldete am 29. September, der Energieminister von Neufundland und Labrador, Lloyd Parrott, habe gesagt, die Tür der Provinz stehe Unternehmen offen, die Rechenzentren bauen wollen. Er brachte überschüssigen Strom aus Churchill Falls als mögliche Quelle ins Spiel. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, dass Unternehmen an die Regierung herangetreten sind, wollte aber keine konkreten Interessenten nennen.

Nicht alle in der Provinz sind überzeugt. Andrea King, Geschäftsführerin von TechNL, sagte dem CBC, Labrador erfülle mehrere Kriterien, die Entwickler suchen, darunter kohlenstoffarmer Wasserkraftstrom, kaltes Wetter und Land. Sie warnte, die Opportunitätskosten seien erheblich. "Does this make sense?", fragte sie und forderte eine gründlichere Prüfung der Entscheidung. Der Tech-Journalist Paris Marx, Autor von Hyperscale, fragte, ob es die beste Verwendung dieses Stroms sei, ihn an Rechenzentren zu geben.

Vermont zeigt ein anderes Modell auf der Nachfrageseite. Die BBC berichtete am 29. September, das virtuelle Kraftwerk von Green Mountain Power sei zur größten einzelnen Stromquelle des Bundesstaates geworden. Es besteht aus Heimspeichern, die das Unternehmen an Kunden verleast, und mehr als 5 500 Haushalte sind angeschlossen. Laut einer internen Analyse von Wood Mackenzie verfügen die USA über mehr als 40 GW Kapazität in virtuellen Kraftwerken, verglichen mit rund 600 GW Erdgas und 200 GW Kohle.

Auf der Verarbeitungsseite beschrieb Datadog in einem Beitrag vom 29. September auf dem Blog von Antithesis, wie seine Event Platform mehr als 100 Billionen Ereignisse pro Tag verarbeitet. Das Intake-Team stellt von einer zustandslosen HTTP-Architektur auf eine zustandsbehaftete um, um die übertragene Datenmenge zu senken. Die leitende Entwicklerin Joy Zhang sagte, das Team erwarte, dass die zustandsbehaftete Kodierung sowohl Übertragungs- als auch Verarbeitungslast verringert. Bains Prognose ist eine Projektion, kein feststehendes Ergebnis. Der Bericht selbst vermerkt, dass Regierungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, der EU, Südkorea und den USA den Ausbau unterstützen. Ob die Umsätze kommen, bleibt offen.

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Quellen

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  1. 01AI needs $6tn in annual revenue to justify data centre boom, Bain saysEN
  2. 02AI data centres in N.L.? The door is 'open for business,' says energy ministerEN
  3. 03The US state replacing power plants with home batteriesEN
  4. 04Testing Datadog's Next-Generation Event Platform Intake with AntithesisEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Katrin Hoffmann

Katrin Hoffmann

KI, Modelle und Technik

Katrin Hoffmann schreibt für FLASH24 über Technik, KI und Modelle sowie Medien und Internet und stützt sich dabei auf Primärquellen wie Herstellerangaben, Studien und Protokolle statt auf Pressemitteilungen. Bei Benchmarks prüft sie Messmethoden, Testumgebungen und Reproduzierbarkeit, bevor sie Zahlen übernimmt. Für ihre Artikel spricht sie mit Entwicklern und Forschern, wartet auf Konferenzankündigungen und vergleicht Versionsstände von Modellen und Standards. Privat betreibt sie Selfhosting und Heimnetze und dokumentiert ihre eigene Infrastruktur, was ihrer Redaktionsarbeit zugutekommt. Sie veröffentlicht keine Zahlen ohne nachvollziehbare Quelle.

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