Belden und Betacom testen privates 5G bei MxD, ohne Durchsatzwerte zu nennen
Belden und Betacom haben nach eigenen Angaben privates 5G für Industrieausrüstung am Digital Manufacturing and Cybersecurity Institute (MxD) getestet, mit dem Industrierouter NetModule NB1810 von Belden und zwei CBRS-Installationen. Belden erklärte, die Datenübertragungsraten hätten den Erwartungen entsprochen, nannte aber keine Zahlen.

Für Betreiber von Fabriken klärt das Ergebnis eine eng umrissene Frage. Die teuren Fragen bleiben offen. Der Test zeigt, dass ein vorhandener Industrierouter einen privaten 5G-Kern erreicht und Daten an eine Cloud-Anwendung überträgt. Er zeigt nicht, wie schnell die Verbindung läuft, wie zuverlässig sie sich bei Bewegung verhält oder ob zeitkritische Industrieprotokolle die Übertragung überstehen. Einen Vergleich mit Wi-Fi hat Belden nicht veröffentlicht.
Was der Test bei MxD tatsächlich zeigte
Belden und Betacom betrieben im Labor von MxD zwei eigenständige private 5G-Installationen im CBRS-Band n48. Dort liefen mehrere Funksysteme gleichzeitig. In der ersten Kombination arbeitete Funktechnik von Moso mit einem 5G-Kern von Druid Raemis zusammen. Die zweite war eine Open-RAN-Installation mit Kern und Funktechnik von LG.
Der Industrierouter NetModule NB1810 von Belden verband sich mit beiden Netzen und bestand die Prüfungen, die die Unternehmen festgelegt hatten: Dynamic Host Configuration Protocol, statische IP-Adressierung und Datenübertragung. Eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge vom Typ Everged L2 hing über den Router und das private 5G-Netz von Betacom am Netz. Sie tauschte Daten mit ihrer Cloud-Verwaltungsplattform aus und erhielt Konfigurations- und Preisupdates aus der Ferne.
Mehr ist öffentlich nicht bekannt. Packet-Loss-Raten fehlen, ebenso Latenz-Perzentile und ein Vergleich mit Wi-Fi. Für einen Anlagenplaner sind genau diese Werte die Grundlage einer Entscheidung.
Warum Fabrikkäufer das interessiert
Der Reiz liegt in der Nachrüstung. Der NB1810 lässt kompatible Industrieausrüstung in ein privates 5G-Netz wechseln, ohne dass in der Maschine ein Mobilfunkmodem steckt. Bestehende Flotten bleiben stehen, statt eine Hardware-Erneuerung durchlaufen zu müssen.
Die Grenze hat Belden selbst benannt. Eine IP-Verbindung belegt keine Kompatibilität mit Industrieprotokollen, die exakte Zeitgebung oder Synchronisation brauchen, teilte das Unternehmen mit. Belden nannte außerdem zwei Probleme für mobile Geräte wie fahrerlose Transportfahrzeuge: Verbindungsabbrüche beim Wechsel zwischen Wi-Fi-Zellen und schwankende Antwortzeiten.
Die Beweislücke: nur Labor, kein Durchsatz
Randy Romanaux, Autor des Fachbeitrags von Belden, schrieb, Mobilität und Latenzverhalten seien "die nächsten Bereiche, die in einer Produktionsumgebung zu bewerten sind".
Veröffentlichte Forschung stößt an dieselbe Wand. Eine Studie in IEEE Access vom April 2026 untersuchte privates 5G, öffentliche Mobilfunknetze und Wi-Fi auf einer mobilen Roboterplattform. Keine der einzelnen Verbindungen erreichte für sich das Ziel der Studie von 99,9 Prozent Zuverlässigkeit. Konfigurationen, die privates 5G und Wi-Fi über Paketduplizierung kombinierten, erreichten oder übertrafen es. Die Forscher berichteten von größerer Stabilität mit privatem 5G während der Bewegung. Sie führten das auf die Ein-Zellen-Architektur ihrer Tests zurück.
Wer zwischen den beiden Technologien wählt, braucht Durchsatz, Latenz und Verhalten beim Zellenwechsel unter Last. Keine dieser Zahlen aus der Arbeit bei MxD ist öffentlich.
Andere 5G-Versuche zeigen dieselbe Lücke zwischen Demo und Betrieb
Das NATO-Manöver DiBaX 2026 lief zwischen dem 19. und 30. Oktober. Es prüfte, ob gewöhnliche 5G-Türme Drohnen passiv erkennen und verfolgen können. In Lettland testete das Manöver drei Verfahren für kommerzielles 5G, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, Kanada, Deutschland, Finnland, Litauen und weiteren Verbündeten. Einige Tests scheiterten, berichtete Tom's Hardware.
"Wir haben Systeme verbunden, die nie dafür entworfen wurden, miteinander zu kommunizieren, und dabei künstliche Intelligenz genutzt, um Hürden der Interoperabilität zu überwinden", sagte Admiral Pierre Vandier, Supreme Allied Commander Transformation der NATO.
In den Vereinigten Staaten führten AT&T und Ericsson eine Drohnenerkennung über 5G außerhalb des AT&T Stadium in Arlington, Texas, vor. Das System verfolgte Drohnen in Höhen zwischen 300 und 400 Fuß. Tom's Hardware beschrieb die Demo als frühen Vorgeschmack auf 6G, das offiziell Kommunikation und Sensorik umfasst. The Register meldete am 2. November, Ericsson könne Drohnen allein über Mobilfunknetze erkennen und verfolgen.
Kommerzielle Rollouts laufen auf einer eigenen Spur. ZTE und du teilten mit, sie hätten Funkequipment für das obere 6-GHz-Band im laufenden 5G-Advanced-Netz von du in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiviert. Sie bezeichneten es als erste kommerzielle Ende-zu-Ende-Verbindung in diesem Band mit handelsüblicher Kundenausrüstung. Die Installation nutzt 350 MHz im Bereich von 6.775 bis 7.125 MHz.
Hu Kun, ZTE-Präsident für den Nahen Osten, sagte, die Aktivierung "stellt einen wichtigen Erfolg" in der strategischen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen dar.
Wie es weitergeht
Belden hat den nächsten Schritt benannt: Tests zu Mobilität und Latenz in einer Produktionsumgebung. Wann diese Arbeit stattfindet, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.
Solange kein Anbieter Durchsatz- und Latenzwerte aus einer laufenden Fabrik veröffentlicht, stützt sich die Sache des privaten 5G auf Konnektivitätsdemos. Das ist eine niedrigere Hürde, als die meisten Werksleiter eingehen können.
Quellen
19- 01Belden and Betacom test private 5G for industrial connectivityEN
- 02Ericsson says it can detect, track drones using only mobile networksEN
- 03Military explores commercial 5G networks for enemy drone defenseEN
- 04ZTE and du Achieve the World's First Commercial End-to-End Upper 6 GHz Connectivity on UAE Live NetworkEN
- 05Adding Network Security to AI, HPC and Data CentersEN
- 06Community detection in complex networks via node similarity, graph representation learning, and hierarchical clusteringEN
- 07 What is Starshield? A look at SpaceX's military satellite network EN
- 08CVSS 10.0 LXD, MicroCloud Flaw Lets Attackers Impersonate Trusted Clients Without a Private KeyEN
- 09A Shared ChatGPT Link Could Run Attacker Code in Your Session and Read Private ChatsEN
- 10Cloudflare Reports 18.2 Million Network-Layer DDoS Attacks in Q3, Up 38%EN
- 11FCC moves to knock down copper network retirement roadblocks in CaliforniaEN
- 12AI, fuelled by advanced chips, set to power semiconductor manufacturing: industry veteranEN
- 13China enterprise survey: navigating the digital transformation of industries and the B2B opportunity - GSMA IntelligenceEN
- 14Lumen redefining networking for AI and quantum eras with three new initiativesEN
- 15AI traffic growth could strain India's networks as telcos face monetization challengeEN
- 16Launch HN: Momentic (YC W24) – Agents that catch bugs by using your appEN
- 17French government mulled blocking social networks and mobile internet amid protestsEN
- 18Ukrainian startup, GomSpace test satellite for future communications networkEN
- 19Rethinking networks in space with Aalyria’s Brian BarrittEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.