Britische Regierung schließt Gesetzesänderung für dauerhafte Rückgabe der Parthenon-Skulpturen aus
Die britische Regierung plant keine Gesetzesänderung, die eine dauerhafte Rückgabe der Parthenon-Skulpturen ermöglichen würde. Das sagte Kulturministerin Baroness Twycross am 3. November im House of Lords. Damit bleibt eine Leihgabe als einziger Weg auf dem Tisch, den Athen seit Jahren ablehnt.

Die Regierung schließt den legislativen Weg
Twycross sagte, zu Vorschlägen für eine dauerhafte Wiedervereinigung sei keine Prüfung erfolgt. Eine Änderung des British Museum Act 1963 stehe nicht im Gesetzgebungsprogramm der Regierung. Das Gesetz von 1963 verbietet dem Museum, Objekte aus seiner Sammlung dauerhaft abzugeben. Es lässt begrenzte Ausnahmen zu, für Dubletten und für Stücke, die als nicht aufbewahrungswürdig gelten. Eigene Gesetze regeln Objekte aus der NS-Zeit und menschliche Überreste, die weniger als 1.000 Jahre alt sind. Keine dieser Ausnahmen erfasst die Parthenon-Skulpturen. Die Debatte hatte der Earl of Clancarty angestoßen. Er fragte, ob die Regierung Vorschläge für eine dauerhafte Wiedervereinigung in Athen geprüft habe.
Was eine Leihgabe tatsächlich verlangen würde
Twycross sagte, die Regierung erkenne "die Stärke der Gefühle in dieser Frage" und unterstütze die Erklärung des Museums, einen Leihantrag zu prüfen. Jede solche Leihgabe würde verlangen, dass Griechenland das Eigentum des Museums an den Skulpturen anerkennt und ihre Rückgabe garantiert. Athen verweigert diese Bedingung seit Jahren.
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis schrieb im September im Guardian, Griechenland könne keine Regelung akzeptieren, die es zur Anerkennung des Eigentums des Museums verpflichte. Ebenso wenig werde es ein Modell akzeptieren, bei dem es Teile seines eigenen Denkmals "ausleihen" müsse, schrieb er. Das Museum erklärt, der British Museum Act 1963 hindere es an einer Rückgabe der Marmore und erlaube nur die Leihe. Verhandlungen, die 2.021 begannen, erkundeten eine breitere kulturelle Partnerschaft. Dazu gehörte die Entsendung einer substanziellen Gruppe von Skulpturen nach Athen, während Griechenland bedeutende Antiken nach London verlieh. Eine endgültige Einigung kam nicht zustande. Der Daily Telegraph berichtete im September, es liefen keine Gespräche und es seien auch keine zeitnah zu erwarten. Die Kanäle blieben aber offen.
Die Peers sind beim Leihmodell gespalten
Die Lords sprachen nicht mit einer Stimme. Baroness Chakrabarti von Labour war deutlich: "Wenn einige der Kronjuwelen geklaut worden wären, glaube ich nicht, dass wir uns so über eine Leihvereinbarung freuen würden".
Der Earl of Clancarty verglich die geteilten Skulpturen damit, Pablo Picassos Guernica in Stücke zu schneiden und in verschiedenen Museen zu zeigen. Der konservative Peer Viscount Hailsham warnte, eine Rückgabe schaffe einen "unglücklichen Präzedenzfall" für andere britische Museumssammlungen. Twycross nannte die Bayeux-Leihgabe, die bis Juli 2.027 läuft, eine "interessante Idee". Sie sagte, sie erweise sich als "große Erfolgsgeschichte". Lord Ricketts bat um die Zusicherung, dass das Objekt aus Bayeux nach der Leihgabe nach Frankreich zurückkehre. Twycross sagte, es bestehe "absolut keine Absicht", es zu behalten, und das werde "über meine Leiche" geschehen.
Der Rotationsplan des Museums
Der Vorsitzende des British Museum, George Osborne, sagte der griechischen Zeitung Kathimerini, der Verwaltungsrat wünsche sich, dass die Marmore Zeit in beiden Städten verbringen. Ein Teil dieser Zeit solle in Athen liegen, ein Teil in London, sagte er. Er glaubt, dass eine Einigung vor dem Ende seiner Amtszeit als Vorsitzender in drei Jahren möglich ist. Osborne sagte, das Museum könne Objekte verleihen, sie nach britischem Recht aber nicht einfach zurückgeben. Eine Gesetzesänderung würde das Parlament erfordern. Er sagte auch, die Marmore blieben während der Renovierung der Western Range Galleries an anderer Stelle im Museum öffentlich ausgestellt. Rund 60 Prozent der erhaltenen skulpturalen Ausstattung des Parthenon liegt nach Angaben des griechischen Kulturministeriums in London. Die Parthenon-Galerie des Akropolismuseums wurde mit Lücken für die in London verwahrten Stücke entworfen.
Wie es weitergeht
Twycross sagte, das British Museum "arbeite derzeit sehr intensiv daran, eine Regelung innerhalb des bestehenden rechtlichen Rahmens zu finden".
Sie fügte hinzu, die Regierung werde eine Vereinbarung unterstützen, die für die griechischen Minister und das griechische Volk akzeptabel sei. Das Museum erklärte nach den Berichten vom September, seine Haltung und seine Offenheit für eine Einigung seien unverändert.
Quellen
16- 01Battle over the Parthenon Sculptures in the British Parliament: "If someone had stolen the Crown Jewels, we'd want them back, not on loan"EN
- 02UK Rules Out Changing Law to Allow Permanent Return of Parthenon Marbles to GreeceEN
- 03UK Government Rules Out Law Change on Parthenon Marbles ReturnEN
- 04Parthenon Sculptures: Britain Says "No" To Changing The LawEN
- 05UK has no plans to change law to allow permanent return of Parthenon sculpturesEN
- 06British Museum's chair optimistic on possible alternating display of Parthenon Marbles in Athens and LondonEN
- 07British Museum Chair Proposes Parthenon Marbles RotationEN
- 08Mitsotakis rules out British Museum 'loan' as Parthenon Marbles talks stallEN
- 09Parthenon Sculptures Talks Hit Deadlock as Greece Pushes for ReturnEN
- 10Greek PM urges Burnham to return Elgin Marbles permanentlyEN
- 11Mitsotakis Rejects Bayeux Tapestry Loan Model for Parthenon Marbles, Demands Permanent Reunification - Argophilia Travel NewsEN
- 12Parthenon sculptures: British museum lends fragments to Germany as Greece rejects loan - https://tanea.com.au/EN
- 13Parthenon Sculptures: The British Museum lends the stolen pieces to the Germans - ProtoThema EnglishEN
- 14Greece rejects Parthenon marbles loan request from Frankfurt due to British Museum involvement, reports sayEN
- 15STTGDC backs Tokyo data center growth with $588M green loanEN
- 16The DOE announces $5B loan to Constellation for nuclear upratesEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.