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Chinas Exporte legen im September 2026 um 36,3 Prozent zu

Chinas Exporte lagen im September 2026 um 36,3 Prozent über dem Vorjahreswert, wie Zolldaten zeigen. Im August waren es 25,0 Prozent, die Prognosen lagen bei 25,5 Prozent. Die Auslandsnachfrage glich die schwache Binnennachfrage aus.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 6. November 20264 Min. LesezeitQuellen 31
Chinas Exporte legen im September 2026 um 36,3 Prozent zu

Exporte übertreffen die Prognosen

Die Importe stiegen im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 31,0 Prozent, nach 28,2 Prozent im August und einer Prognose von 24,5 Prozent. Das zeigen Zolldaten, über die Brecorder berichtete. Das Exportwachstum war im September das schnellste seit Februar 2026, als die Exporte um 39,6 Prozent zulegten. Der Handelsüberschuss erreichte in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 938,11 Milliarden Dollar.

Damit steuert China auf die Marke von einer Billion Dollar zu, und zwar früher als 2025, sofern die Exporte im vierten Quartal nicht stark nachlassen, meldete Brecorder. Der Überschuss für das gesamte Jahr 2025 lag bei 1,19 Billionen Dollar und war damit der höchste, den es je gab, berichtete Fortune. Die Exporte wuchsen 2025 um 5,5 Prozent und machten ein Drittel des Wirtschaftswachstums aus, der höchste Anteil seit 1997.

Die Warenexporte haben sich dem Druck westlicher Länder widersetzt, die ein ausgewogeneres Handelsverhältnis fordern. Das gilt im zweiten Jahr in Folge. Die Ausfuhren halten die Fabriken in Betrieb und stützen das Wachstum gegen eine schwache Binnennachfrage und schwache Investitionen, berichtete Brecorder.

Die Binnennachfrage bleibt schwach

Die Importe stagnierten 2025 praktisch. Darin zeigt sich die schwache Binnennachfrage und Pekings Bemühen um größere Selbstversorgung, berichtete Fortune. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember 2025 nur um 0,9 Prozent, nach 2,9 Prozent im Oktober 2025 und 6,4 Prozent im Mai 2025. Die Investitionen in Anlagevermögen fielen im Dezember 2025 um 15 Prozent, nach einem Anstieg von 15,7 Prozent im Februar 2025. Es war der erste Jahresrückgang in Daten, die fast drei Jahrzehnte zurückreichen.

Die Immobilieninvestitionen fielen 2025 um 17,2 Prozent. Rund 80 Millionen unverkaufte oder leer stehende Wohnungen belasteten weiterhin Verkäufe, Preise, Baubeginne und Fertigstellungen, berichtete Fortune. Schätzungsweise 85 Prozent der Preisgewinne am Immobilienmarkt waren seit 2021 aufgezehrt, sodass die Haushalte ihr Geld horteten, statt es auszugeben. Das BIP wuchs 2025 um 5 Prozent und traf damit das Regierungsziel, verlangsamte sich im vierten Quartal aber auf 4,5 Prozent nach 4,8 Prozent im dritten. Fitch Ratings erwartet, dass sich das Wachstum 2026 von 5 Prozent im Jahr 2025 auf 4,1 Prozent abkühlt.

Preise und das Exportmodell

Fortune berichtete im Februar 2026, dass die Erzeugerpreise damals im negativen Bereich lagen. Ein Preisindikator für die gesamte Wirtschaft zeigte, dass China drei Jahre in Folge unter Deflation litt, die längste Phase seit dem Übergang zur Marktwirtschaft in den späten 1970er-Jahren. Überkapazitäten und die Bevorzugung der Hersteller gegenüber den Verbrauchern hatten ein Überangebot erzeugt, das die Preise drückte.

Bis September 2026 zeigten separate Daten, über die Brecorder berichtete, dass die Fabrikpreise so schnell stiegen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Teureres Öl und teurere Rohstoffe trieben die Kosten nach oben.

Wie es weitergeht

Ein Abkommen mit der Europäischen Union soll die chinesischen Exporte von Hybridfahrzeugen in die EU begrenzen. Es wurde Anfang des Monats angekündigt und dürfte den chinesischen Autohandel mit der Zeit belasten, berichtete Brecorder. Da Handelsmaßnahmen voraussichtlich im Dezember festgelegt werden, könnten Exporteure ihre Lieferungen vorziehen, um die Frist einzuhalten.

Das Gipfeltreffen von Präsident Xi Jinping mit US-Präsident Donald Trump im September 2026 in Washington sicherte eine Verlängerung des Zollwaffenstillstands und eine Einigung über Zollsenkungen auf Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar auf jeder Seite. Analysten erwarten, dass die Nachfrage nach in China hergestellten Technologieprodukten, darunter Halbleiter, anhält, solange der weltweite Ausbau der KI-Infrastruktur weiterläuft, berichtete Brecorder.

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Quellen

31
  1. 01China's focus on industry over consumption threatens long-term growth: ReportEN
  2. 02China's exports blow past forecasts, imports accelerateEN
  3. 03China's export-led growth is looking more and more unsustainable while deflation hits economyEN
  4. 04China ka 'Export-Led Deflation' aur Global Market par khatra, investors hoshiyar ho jao!EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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