CrowdStrike kauft Fiddler AI und Dreadnode für fast 500 Millionen Dollar
CrowdStrike übernimmt Fiddler AI und Dreadnode, um KI-Agenten besser überwachen und testen zu können. Laut dem Wall Street Journal liegen die Kaufpreise bei rund 400 Millionen und 95 Millionen Dollar.

CrowdStrike kauft Fiddler AI und Dreadnode. Fiddler AI entwickelt Observability-Software, mit der Unternehmen ihre KI-Agenten überwachen. Dreadnode automatisiert Sicherheitstests für Fehler in KI-Modellen, Apps und Agenten, bevor diese produktiv gehen. TechCrunch berichtet unter Berufung auf das Wall Street Journal, die Deals seien rund 400 Millionen und 95 Millionen Dollar schwer. Zusammen sind das fast 500 Millionen Dollar.
Mit den Zukäufen erweitert CrowdStrike sein Angebot, um KI-Modelle und Agenten breiter zu überwachen, zu testen und abzusichern. Der Schritt fällt in eine Zeit, in der Unternehmen aus vielen Branchen KI-Agenten und Modelle in großem Umfang einführen, meldet TechCrunch.
Was die Start-ups beisteuern
Fiddler AI wird laut TechCrunch als Falcon Observe Teil von CrowdStrikes Falcon-Plattform. Kunden sollen damit Agenten vor dem Einsatz bewerten, ihre Aktionen nachvollziehen und ihr Verhalten überwachen können. Diese Informationen fließen als Telemetrie in die Plattform.
Dreadnode wird in Falcon Guardian integriert, CrowdStrikes Produkt für Erkennung und Reaktion. Die Software von Dreadnode speist Testergebnisse als sicherheitspolitische Empfehlungen in Falcon Guardian ein, berichtet TechCrunch. CrowdStrike hat Falcon Guardian selbst entwickelt, damit Unternehmen sehen und verstehen, was Agenten auf ihren Geräten tun.
Kaufpreis gegen Finanzierung
Fiddler AI wurde 2018 gegründet und hatte nach Zahlen von PitchBook, die TechCrunch zitiert, rund 99 Millionen Dollar eingesammelt. Dreadnode entstand 2023 und hatte 14 Millionen Dollar eingeworben.
Die berichteten 400 Millionen Dollar entsprechen etwa dem Vierfachen der Wagniskapitalfinanzierung von Fiddler AI. Die 95 Millionen Dollar sind fast das Siebenfache dessen, was Dreadnode eingesammelt hat. Zusammen sind es fast 500 Millionen Dollar.
Warum CrowdStrike kauft
Die Deals fallen laut TechCrunch in eine Phase erheblicher Unruhe in der Cybersicherheitsbranche. Vor allem die Richtlinien und Prozesse der Unternehmen hinken der KI-Nutzung hinterher. Teams und einzelne Beschäftigte probieren KI-Werkzeuge aus, automatisieren Abläufe, schreiben eigene Apps im Vibe-Coding-Stil und setzen KI-Agenten ein. Für die Sicherheitsteams wird das zum Problem.
CrowdStrike ist in vielen Unternehmen und Behörden im Einsatz. Diese Reichweite will das Unternehmen nutzen, um Anteile an einem schnell wachsenden Markt für die Absicherung von KI-Agenten zu gewinnen, meldet TechCrunch.
Damit ist CrowdStrike nicht allein. Mehrere Start-ups und Anbieter von Sicherheitssoftware haben nach Angaben von TechCrunch zweistellige Millionenbeträge eingesammelt, um solche Probleme zu lösen. Sie gehen davon aus, dass bestehende Sicherheitssoftware nicht ausreicht, um KI-Werkzeuge, ihre Anbindungen und ihre Nutzung zu überwachen und zu steuern.
Die Deals ergänzen die vorhandenen Agenten-Kontrollen von CrowdStrike um Überwachung und Tests vor dem Einsatz. Kunden, die Agenten einsetzen, die auf Geräten handeln können, bekommen damit mehr Möglichkeiten zu zeigen, was diese Agenten tun, und sie vor dem Livegang zu prüfen.
Quellen
28- 01CrowdStrike to shell out nearly $500M for 2 AI security startups as the market for securing agents takes offEN
- 02Docker Urges Isolation and Governance for AI Agent SecurityEN
- 03Nvidia Brev security breach may have exposed SSH keys used to access customer VMsEN
- 04Bull and Schwarz Digits Sign MOU to Develop European AI InfrastructureEN
- 05European Systemic Resilience: Sovereign Capabilities - Critical Infrastructure and the Architecture of National Continuity - https://debuglies.comEN
- 06 Piero Cipollone: Next-day securities settlement, tokenisation and the transformation of Europe’s financial infrastructureEN
- 07OpenAI employees flagged weak internal security before ChatGPTEN
- 08Barracuda: Root-Sicherheitslücke bedroht unter anderem Email Security GatewayEN
- 09Adding Network Security to AI, HPC and Data CentersEN
- 10Food suppliers in UK hit by cyber-attacks after freezers targeted in EuropeEN
- 11Supermarket freezers across Europe hit by second suspected cyber-attackEN
- 12Binance breach puts custody at center of crypto infrastructure tradeEN
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