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Minister aus Kambodscha und Thailand treffen in China zusammen, Ergebnis an der Grenze bleibt aus

China hat am 4. November das 11. Außenministertreffen der Mekong-Lancang-Kooperation eröffnet, an dem Kambodschas Prak Sokhonn und Thailands Sihasak Phuangketkeow teilnahmen. Ein offizielles Ergebnis wurde nicht verkündet, und mehr als 20.000 Kambodschaner sind entlang der Grenze weiterhin vertrieben.

WeltErklärtDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 13
Minister aus Kambodscha und Thailand treffen in China zusammen, Ergebnis an der Grenze bleibt aus

Gespräche in China, kein verkündetes Ergebnis

Das Treffen stand unter dem Motto „Strengthening the Building of a Community with a Shared Future: Embarking on a New Chapter for Mekong-Lancang 2.0“.

Eine Erklärung des kambodschanischen Außenministeriums ließ offen, ob der Grenzstreit zur Sprache kam. Prak Sokhonn nutzte seine Rede, um zehn Jahre Zusammenarbeit zu würdigen und Prioritäten für Mekong-Lancang 2.0 zu benennen: Frieden wahren, Wasserressourcen bewirtschaften, grenzüberschreitende Kriminalität bekämpfen und die Beziehungen zwischen den Menschen stärken. Auch die Minister aus Laos, Myanmar und Vietnam nahmen teil.

Kin Phea, Generaldirektor des Instituts für Internationale Beziehungen der Royal Academy of Cambodia, sagte, er gehe davon aus, dass der kambodschanische Außenminister die Grenzfrage angesprochen habe. Frieden und Stabilität gehörten schließlich zu den Zielen des Rahmens. Die Außenminister der drei Länder hatten sich bereits im Dezember 2025 beim Fuxian-Treffen in der Provinz Yunnan getroffen, aus dem der Fuxian-Konsens hervorging. Phea sagte, das aktuelle Treffen könne einen weiteren Anlass für einen Dialog bieten.

Einen Tag vor dem Treffen erklärte Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul, seine Regierung werde keine Wiederherstellung normaler Beziehungen zu Kambodscha anstreben. Er verwies auf Streitigkeiten über Land- und Seegrenzen sowie auf Sicherheitsbedenken. Phea sagte, Anutins Haltung diene dessen politischen Interessen. Die regierende Bhumjaithai-Partei habe von der wachsenden nationalistischen Stimmung in Thailand profitiert.

Zahlen zur Vertreibung weichen voneinander ab

Das kambodschanische Verteidigungsministerium teilte am 3. November mit, dass 7.873 Menschen aus 1.869 Familien, darunter 1.847 Kinder, in der Nähe des Kontrollpunkts Boeung Trakuon in der Provinz Banteay Meanchey weiterhin nicht nach Hause zurückkehren können. Diese Zahl betrifft ein Gebiet. Kambodscha spricht von mehr als 20.000 Menschen, die entlang der gesamten Grenze vertrieben sind.

Die Zahlen wurden veröffentlicht, als das ASEAN-Beobachterteam die Region besuchte. Das Ministerium zählte mehr als 10 Monate Vertreibung seit dem Waffenstillstand, den die Nachbarländer am 27. Dezember 2025 nach tödlichen Zusammenstößen vereinbart hatten. Phnom Penh wirft thailändischen Truppen vor, seit dem Waffenstillstand Stacheldraht verlegt, Gräben ausgehoben, Befestigungen gebaut und ziviles Eigentum beschädigt zu haben.

Thailand wies ähnliche Vorwürfe in der Vorwoche zurück. Seine Barrieren seien Sicherheitsmaßnahmen innerhalb des von ihm beanspruchten Gebiets, erklärte die Regierung. Generalmajor Winthai Suvaree, ein Sprecher der thailändischen Armee, sagte, es seien keine Truppen entsandt worden, um eine neue Grenzlinie zu errichten. Er bezifferte die Zahl der Menschen in drei Grenzgebieten auf etwa 4.600. Die beiden Zahlen lassen sich nicht direkt vergleichen: Thailands Angabe umfasst drei Gemeinden, die es untersucht hat, während Kambodschas Zahl von mehr als 20.000 sich auf die gesamte Grenze bezieht. Thailands Verteidigungsminister Adul Boonthumjaroen sagte am 2. November, Gespräche auf militärischer Ebene liefen weiter.

Die Lager werden dauerhaft

Premierminister Hun Manet kündigte am 30. Oktober an, die sechs Wartdörfer mit etwa 21.000 Vertriebenen würden zu dauerhaften Siedlungen. Er sagte das bei einer Zeremonie in der Provinz Battambang, bei der Reis-Saatgut und Lebensmittel an von Überschwemmungen betroffene Familien verteilt wurden.

Etwa 10.000 der Menschen in den Lagern sind Frauen und 6.000 Kinder, berichtete UCA News. Binnen mehrerer Monate entstanden fast 6.000 Häuser, darunter rund 3.000 in der Provinz Banteay Meanchey und weitere in Oddar Meanchey und Preah Vihear. Die Bewohner sollen das volle Eigentum an ihren Häusern und ein Grundstück erhalten, insgesamt etwa 400 Hektar Lagerfläche. Die Regierung hat zudem Programme zur Existenzsicherung aufgelegt, darunter Gemüseanbau, Viehhaltung und Kleinbetriebe.

UCA News berichtete, für viele vertriebene Bewohner bedeute die Annahme dauerhafter Eigentumstitel, den Verlust angestammter Ländereien und Lebensgrundlagen hinzunehmen, die thailändische Kräfte weiterhin besetzen.

Hun Manet sagte, die Dörfer würden auch dann bleiben, wenn der Streit beigelegt sei und die Menschen in ihr ursprüngliches Land zurückkehrten. Ein Teil des Landes sei bereits zugeteilt.

Er wies die Auffassung zurück, die Suche nach einer friedlichen Lösung sei Schwäche. „Wer uns Feiglinge nennen will, soll das tun“, sagte er. „Wir laufen nicht vor dem Problem davon.“ Thong Mengdavid, Dozent an der Royal University of Phnom Penh, sagte UCA News, die Dörfer seien eine praktische Antwort auf die Grenzrealität, aber ein schmerzhafter Kompromiss und keine vollständige Lösung.

Warum Bangkok die Übergänge geschlossen hält

Premierminister Anutin Charnvirakul sagte am 31. Oktober, die Übergänge würden nicht wieder geöffnet, bis Thailands Sicherheits- und Territorialbedenken ausgeräumt seien. „Ich weiß noch immer nicht, wann wir sie wieder öffnen“, sagte er. In einem Fernsehauftritt am 1. November sagte er, er habe keinen Zeitplan für die Wiedereröffnung der Grenze, berichtete UCA News.

Er nannte umstrittene Land- und Seegebiete mit natürlichen Ressourcen sowie grenzüberschreitende Kriminalität einschließlich Online-Betrugs als offene Punkte. Die Wiederherstellung der Beziehungen erfordere, Vertrauen neu aufzubauen. Die nationale Sicherheit müsse Vorrang vor wirtschaftlicher Aktivität haben.

Anutin führte grenzüberschreitende Kriminalität, darunter Online-Betrugsaktivitäten, als Grund dafür an, die Übergänge geschlossen zu halten. Ein Bericht von Amnesty International in diesem Monat brachte fünf kambodschanische Sicherheitsfirmen mit Betrugsgeländen in Verbindung. Diese Erkenntnisse könnten Phnom Penh belasten, während es auf wieder geöffneten Handel drängt.

Amnesty befragte mehr als 150 Überlebende aus 86 Geländen und nutzte mehr als 25.000 Videos und Fotos von Social-Media-Konten der Wächter, Satellitenbilder und Unternehmensunterlagen. Die Organisation erklärte, die Firmen seien mit politisch verbundenen Geschäftsleuten sowie mit Angehörigen des kambodschanischen Militärs und der Polizei in mindestens 22 Geländen verbunden. Sie nannte Leap Somnang Security, Security Response, ZD Security, Dara Security Service und Best (Cambodia) Security Service und forderte eine Untersuchung.

Wie es weitergeht

Ob der Grenzstreit beim Mekong-Lancang-Treffen förmlich erörtert wurde, ist weiterhin offen. Die Waffenstillstandserklärung vom 27. Dezember 2025 verlangte von beiden Seiten, die bestehenden Truppenstationierungen beizubehalten, Provokationen zu vermeiden und die Vermessung und Grenzziehung über die Gemeinsame Grenzkommission wieder aufzunehmen.

Hun Manet sagte, Kambodscha werde weiter diplomatische Verhandlungen und rechtliche Mechanismen verfolgen statt einer erneuten militärischen Konfrontation. Kambodscha richtet Mitte November den Frankophonie-Gipfel der französischsprachigen Länder aus.

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Quellen

13
  1. 01Can China support Cambodia-Thailand border talks through Mekong-Lancang cooperation?EN
  2. 02Nearly 8,000 Cambodians remain displaced along Thai border despite ceasefire, Cambodia saysEN
  3. 03Cambodia makes 'waiting villages' permanent amid border stalemateEN
  4. 04Cambodian PM pledges permanent status for 'waiting villages', even after border dispute resolutionEN
  5. 05Thailand-Cambodia border to stay shut until demands metEN
  6. 06Thai army rejects Cambodia's claims over border barriers and displaced residentsEN
  7. 07Rights Groups Links Cambodian Security Companies to Scam CompoundsEN
  8. 08Is Thailand Waging Its Own ‘Three Warfares’ Against Cambodia? – OpEd - Eurasia ReviewEN
  9. 09Cambodia, Denmark Pledge to Strengthen Ties - CambodianessEN
  10. 10Leapmotor launches A10 in Thailand, with updated C10 to follow this yearEN
  11. 11EU lawmakers slam new border force powers to surveil social mediaEN
  12. 12Thailand hits back at Cambodia over two templesEN
  13. 13Thailand tightens checks on cash deposits over 5 million baht - ThaigerEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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