DataMintelligence prognostiziert 112 Milliarden Dollar für den Markt tragbarer Gesundheitsgeräte bis 2035
DataMintelligence hat am 3. November erklärt, der Markt für tragbare Gesundheitsgeräte werde bis 2035 112,00 Milliarden Dollar erreichen, und verweist dabei auf Vorsorge und Fernüberwachung. Eine separate Studie ergab, dass Daten von am Handgelenk getragenen Trackern dieselbe Person unterschiedlichen Aktivitätsgruppen zuordnen können.

Prognose sieht den Markt bis 2035 bei 112 Milliarden Dollar
DataMintelligence hat am 3. November erklärt, der weltweite Markt für tragbare Gesundheitsgeräte werde bis 2035 112,00 Milliarden Dollar erreichen, berichtet openPR. Die Prognose umfasst Smartwatches, Fitness-Tracker, Biosensoren und medizinische Überwachungsgeräte. Der Zielpunkt liegt neun Jahre nach dem Datum des Berichts.
Der Bericht nennt Vorsorge, kontinuierliche Gesundheitsüberwachung und vernetzte Medizintechnik als Wachstumstreiber. Er verweist außerdem auf die Zunahme chronischer Krankheiten, alternde Bevölkerungen und die Nachfrage nach Fernüberwachung von Patienten. Die Geräte, die er abdeckt, messen Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Schlaf, Blutdruck und körperliche Aktivität, heißt es in dem Bericht.
Der Bericht nennt Medtronic, Withings, Garmin, Apple, Samsung und Fitbit als wichtige Anbieter. Der Wettbewerb hänge von der Genauigkeit der Sensoren ab, von der Akkuleistung, der Echtzeitanalyse der Daten, der Konnektivität und der Anbindung an Gesundheitsplattformen. Als weitere Wettbewerbsfaktoren nennt er die klinische Validierung und die Fähigkeit, Daten von Wearables in verwertbare Gesundheitsinformationen umzuwandeln.
Handgelenkdaten können dieselbe Person verschiedenen Gruppen zuordnen
Eine Studie in Frontiers in Digital Health verglich zwei Wege, aus Fitbit-Daten Aktivitätsprofile zu erstellen. Forscher des National Heart Centre Singapore und anderer Einrichtungen in Singapur nutzten die SingHEART-Kohorte. Die Analyse umfasste 984 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 45,6 Jahren. Die Teilnehmer trugen bis zu acht aufeinanderfolgende Tage lang eine Fitbit Charge HR. Für die Auswertung mussten mindestens drei gültige Tragetage vorliegen, im Mittel waren es 7,1.
Das Team erstellte ein Profil aus den Rohdaten der Beschleunigungsmessung wie Schritte, Distanz und erklommene Etagen. Ein zweites Profil entstand aus den abgeleiteten Kennzahlen des Herstellers, darunter aktive Minuten und Kalorienschätzungen. Die beiden Ansätze stimmten bei 46,2 Prozent der Teilnehmer überein, also bei 454 von 983, ergab die Studie. Das volumenbasierte Profil passte besser zu Bluttests, Körperzusammensetzungs-Scans und kardialer Magnetresonanztomographie.
Nach dem Zusammenfassen zweier Cluster mit hoher Variabilität ergaben beide Kennzahlensätze vier Phänotypen: Sedentary, Average Movers, Regular Exercisers und High-Variability Movers. Sitzende Teilnehmer kamen im Mittel auf 7.183 Schritte pro Tag. Average Movers kamen auf 8.635 Schritte und 6,0 Kilometer. Regular Exercisers kamen auf 12.089 Schritte und 8,6 Kilometer. Wer nahe einer Grenze lag, konnte je nach gewähltem Kennzahlensatz in die eine oder die andere Gruppe fallen.
Übersichtsarbeiten finden mehr Aktivität, aber keine einheitlichen Gesundheitseffekte
Eine Übersichtsarbeit von 2026 in Physiological Reviews umfasste 39 systematische Reviews und 98 Originalstudien. Sie ergab, dass Interventionen mit tragbaren Aktivitätstrackern die körperliche Aktivität im Allgemeinen steigerten, berichtet die Daily Tribune. Die Belege für Verbesserungen bei kardiovaskulären Risikomarkern, Lebensqualität und psychischer Gesundheit blieben uneinheitlich.
Eine zweite Übersichtsarbeit von 2026 in The Lancet Digital Health ergab, dass Gesundheits-Apps körperliche Aktivität, Blutdruck, Gewichtsmanagement und psychisches Wohlbefinden verbessern können. Die Forscher identifizierten Tracking, Aufklärung und Interaktion mit medizinischem Personal oder Gemeinschaften als Merkmale hinter dieser Wirksamkeit. Sie nannten Tracking neben Aufklärung und Interaktion, nicht als eigenständigen Faktor, berichtet die Daily Tribune.
Wellness-Umfrage zeigt Aktivität, nicht die Verbreitung von Wearables
Die Herbalife Asia Pacific Wellness Culture Survey 2026 ergab, dass 76 Prozent der befragten Filipinos an einer größeren Vielfalt von Wellness-Aktivitäten teilnehmen. 74 Prozent gaben an, dies häufiger zu tun als noch vor drei Jahren. Nur 58 Prozent berichteten Verbesserungen der körperlichen Gesundheit, 61 Prozent der psychischen Gesundheit und 59 Prozent des emotionalen Wohlbefindens. Die Ergebnisse der Umfrage betreffen Wellness-Aktivitäten, nicht die Verbreitung von Wearables.
Kinki Lau, General Manager von Herbalife Philippines, sagte, das wachsende Wellness-Bewusstsein müsse mit zugänglicher Anleitung und Motivation einhergehen. „Absicht allein reicht nicht, um diesen Schwung zu halten“, sagte Lau, berichtet die Daily Tribune. Die Umfrage ergab außerdem, dass 73 Prozent mehr Unterstützung für die körperliche Gesundheit wünschten, 55 Prozent zusätzliche Unterstützung für die psychische Gesundheit und 50 Prozent Hilfe beim emotionalen Wohlbefinden.
Was die Prognose zeigt und was nicht
Die Prognose ist eine Schätzung der Marktgröße. Sie berichtet weder über klinische Ergebnisse noch über einen Standard, um eine Messung am Handgelenk in eine medizinische Entscheidung zu übersetzen. Die SingHEART-Analyse schloss Menschen mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung, früherem Schlaganfall oder Diabetes aus, ihre Aktivitätsprofile lassen sich daher möglicherweise nicht auf diese Patienten übertragen. Das National Heart Centre Singapore rekrutierte die Kohorte über Anzeigen in Printmedien, was die Gruppe einschränkt, die sie repräsentiert.
Die Herbalife-Umfrage beruht auf Selbstauskünften. Sie misst, was Befragte über ihre Gesundheit sagen, nicht klinische Ergebnisse. Die Übersichtsarbeiten betreffen Aktivitätstracker und Gesundheits-Apps, nicht jedes tragbare Gesundheitsgerät. Diese Einschränkungen machen die Prognose von 112,00 Milliarden Dollar nicht falsch. Sie zeigen, dass die Marktschätzung und die Belege für einen gesundheitlichen Nutzen zwei getrennte Fragen sind.
Quellen
16- 01Wearable Health Devices Market Projected to Reach US$112.00 Billion by 2035EN
- 02Smartwatches, fitness apps fuel wellness boom, but are Filipinos getting healthier?EN
- 03Step Counts Outperform Smartwatch Intensity Algorithms in Health Phenotyping StudyEN
- 04Alethios expands decentralized research tools for human health studiesEN
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