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Elektrobus-Bestellungen steigen, Lkw-Kosten und Politikfristen verändern die Flotten

SWITCH Mobility hat einem Bericht vom 28. September zufolge einen Auftrag über 840 Elektrobusse für die öffentlichen Verkehrsbetriebe in Delhi erhalten, finanziert über das indische Förderprogramm PM E-Drive. Eine neue Analyse kommt zugleich zu dem Ergebnis, dass Elektro-Lkw in sechs von neun großen EU-Märkten schon heute die günstigste Option sind.

AutoAnalyseJonas WeberVeröffentlicht: 29. September 20263 Min. LesezeitQuellen 4
Elektrobus-Bestellungen steigen, Lkw-Kosten und Politikfristen verändern die Flotten

Am 28. September meldeten mehrere indische Medien, SWITCH Mobility habe einen Auftrag über 840 Elektrobusse von Antony Road Transport Solutions gewonnen. Die Fahrzeuge sollen im Rahmen des staatlichen PM-E-Drive-Programms auf Linien des öffentlichen Nahverkehrs in Delhi fahren. Autocar Professional, Entrepreneur India, Autopunditz, Coach Builders India und 5dariyanews nannten alle diese Zahl. Der Auftrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem indische Betreiber und Hersteller beim Einsatz von Elektrobussen auf Skalierung drängen.

In derselben Woche kam ein separates Signal aus Europa. Eine Analyse der Gesamtbetriebskosten von Transport & Environment, die CleanTechnica am 28. September veröffentlichte, ergab: In sechs von neun großen EU-Lkw-Märkten sind Elektro-Lkw schon heute die finanziell beste Wahl. Auf diese sechs Märkte entfallen 46 Prozent aller in der EU verkauften neuen schweren Lkw, heißt es in der Analyse.

Die Zahlen hinter dem Flottenausbau

Die T&E-Zahlen sind konkret. In den Niederlanden, Deutschland und Dänemark können die Einsparungen über fünf Jahre laut der Analyse bis zu 100.000, 85.000 und 69.000 Euro betragen. Elektro-Lkw rechnen sich demnach nach zwei Jahren. Beim Betrieb eines chinesischen Lkw, der deutlich weniger kostet, können die Fünfjahres-Einsparungen in den Niederlanden bis zu 128.000 Euro erreichen. T&E führt den Trend auf größere Stückzahlen zurück, auf niedrigere Lkw-Preise durch die CO2-Ziele der EU für Lkw und auf nationale Anreize wie Fahrzeugsubventionen und niedrigere Straßenmaut. Die Organisation argumentiert, die Kostenschere gehe weiter auf. Da über Europa eine neue Energiekrise drohe, würden Elektro-Lkw für Transportunternehmen zur günstigsten und sichersten Investition.

Die Modellrechnung von T&E kommt zu dem Ergebnis, dass Elektro-Lkw bis 2030 in allen neun EU-Mitgliedstaaten günstiger im Betrieb sein werden. Voraussetzung ist, dass bestehende politische Maßnahmen fortgeführt und einige wenige neue hinzugefügt werden, selbst wenn die heutigen Kaufprämien auslaufen oder gekürzt werden. Die Organisation fordert, die CO2-Standards der EU für Lkw beizubehalten, einschließlich des Ziels von minus 43 Prozent bis 2030. Italien, Frankreich, Spanien und Polen sollen die Eurovignette-Richtlinie umsetzen und emissionsfreie Lkw bis 2031 zu 100 Prozent und danach zu 50 bis 75 Prozent von Straßeninfrastrukturgebühren befreien.

Die Ladepolitik ist der zweite Hebel, den die Analyse nennt. Schweden, Frankreich, Polen, Italien und Spanien müssten RED III sowohl für öffentliches als auch für privates Depotladen umsetzen, um die Stromkosten dort zu senken, wo die meisten Lkw laden.

Politikprüfungen und ein Namenswechsel

Auf den Philippinen deutete ein am 29. September von CleanTechnica veröffentlichter Kommentar den bevorstehenden 14. Philippine Electric Vehicle Summit, der im Oktober beginnt, als operative Prüfung der Comprehensive Roadmap for the Electric Vehicle Industry des Energieministeriums, bekannt als CREVI, im Rahmen des Electric Vehicle Industry Development Act, Republic Act 11697. Die Roadmap verlangt 311.700 Elektrofahrzeuge und 7.300 dedizierte Ladestationen bis 2028, mit dem Ziel von 50 Prozent elektrifizierter Flotten bis 2040. Der Autor Raymond Tribdino schreibt, das kurzfristige Ziel lasse sich nicht allein über Verkäufe privater Pkw erreichen. Er verweist auf leichte Nutzfahrzeugplattformen, darunter Zweiräder, Dreiräder, Lieferwagen und modernisierte elektrische Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs. Nach dem Gesetz müssen Regierungsstellen und gewerbliche Frachtbetreiber sicherstellen, dass Elektrofahrzeuge mindestens fünf Prozent ihrer Betriebsflotten ausmachen.

Volkswagen bestätigte unterdessen am 29. September, dass sein neuer ID. Tiguan Anfang Oktober Premiere feiern und Anfang 2027 auf die Märkte kommen wird, als Nachfolger von ID.4 und ID.5. Das Unternehmen erklärte, der Tiguan und sein Schwestermodell Tayron hätten im vergangenen Jahr mehr als eine Million Auslieferungen erreicht, und seit 2021 seien mehr als 950.000 Einheiten von ID.4 und ID.5 ausgeliefert worden.

Teslas eigene Anmeldung liefert eine andere Art von Zahl. Das USPTO erteilte am 29. September das Patent US 12,746,987 B1 für ein Electric Fan Car mit vier elektrischen Mantelpropellern im hinteren Diffusor, wie Electrek berichtet. Tesla reichte es im Januar 2024 ein, mit einer vorläufigen Anmeldung vom 17. Januar 2023, und acht Erfinder sind aufgeführt.

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Quellen

4
  1. 01Are Electric Trucks Cheaper To Operate Than Diesel?EN
  2. 02Op-Ed: Upcoming Philippine Electric Vehicle Summit is an Audit of National PolicyEN
  3. 03Electric Future, Established Name: The New ID. Tiguan Premieres in OctoberEN
  4. 04Tesla patents 'Electric Fan Car' with 4 ducted fans ahead of Roadster revealEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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