Googles Auszahlungen für KI-Antworten sind winzig, und die Klagen wurden gerade abgewiesen
Ein Richter hat am 1. Oktober zwei Verlegerklagen gegen Google wegen AI Overviews abgewiesen. In derselben Woche zeigte sich in Berichten, dass das Unternehmen rund 100 Verlegern Beträge zahlt, die für manche unter 1.000 Dollar liegen.

Am 1. Oktober wies ein Richter die Klagen ab, die Chegg und Penske Media gegen Google wegen AI Overviews eingereicht hatten, wie Reuters und Forbes berichteten. Search Engine Journal schrieb, der Richter habe den Schaden für die Verleger anerkannt, die kartellrechtlichen Ansprüche aber zurückgewiesen. Press Gazette erklärte die Abweisung damit, dass mit Google kein "formeller Handel" zustande gekommen sei.
Das ist das juristische Bild. Das geschäftliche ist unübersichtlicher.
Ars Technica berichtete am 30. September, dass Googles erster Versuch, Websites für KI-Antworten zu bezahlen, ins Stocken gerät. The Information, in diesem Bericht zitiert, nannte rund 100 digitale Verleger, die Geld erhalten, manche davon unter 1.000 Dollar. Korben und GIGAZINE bezifferten den Betrag beide auf etwa 0,1 Prozent der Werbeeinnahmen. Die Akte gibt allerdings nicht an, wessen Einnahmen und für welchen Zeitraum, sodass diese Zahl eher als Anhaltspunkt denn als geprüfter Wert zu lesen ist. Diese beiden Entwicklungen lagen etwa 24 Stunden auseinander. Die eine schließt einen juristischen Weg, von dem Verleger gehofft hatten, er erzwinge eine Zahlung. Die andere zeigt, dass der freiwillige Weg bisher Kleingeld einbringt.
Was Verleger tatsächlich bekommen
Das Programm ist kein Lizenzgeschäft im herkömmlichen Sinn. Laut The Information testet Google ein System, das Verleger für ihre Inhaltsbeiträge belohnt, soweit diese in KI-gestützten Zusammenfassungen, im AI Mode und in Gemini verwendet werden. Rund 100 digitale Verleger sind dabei. Einige Zahlungen liegen unter 1.000 Dollar. Der Text von Ars Technica vom 30. September beschreibt das ganze Vorhaben als frühen Versuch, der nicht wie beabsichtigt funktioniert. Was Google darauf antwortete, führt die Akte nicht aus.
Dem stehen die Zugriffszahlen gegenüber.
Ein Rückgang der Google-Suche um 40 Prozent im Jahresvergleich für Verleger wurde am 24. September gemeldet. Frühere Berichte von März 2026 beschrieben, dass einige kleine Websites einen Rückgang von 60 Prozent sahen, wobei kleine Verleger am härtesten getroffen wurden. Ein kartellrechtlicher Schriftsatz von Februar 2026 argumentierte, Google entziehe den Verlegern Traffic. Keine dieser Zahlen stammt in der Akte von Google selbst, und sie betreffen unterschiedliche Zeiträume und unterschiedliche Gruppen von Websites. Sie sollten deshalb nicht zusammengerechnet werden.
"Der aktuelle Datenaustausch zwischen Zulieferern und Lieferketten besteht aus Wochen des Hin- und Herschickens von PDFs." Diese Zeile stammt von Trace.Space-CEO Janis Vavere, aus einem Tech.eu-Text über Hardware-Engineering, und sie hat nichts mit Verlagswesen zu tun. Sie wird hier nur zitiert, um festzuhalten, dass die Akte kein zitierfähiges Statement von irgendeinem Verleger oder Google-Manager zu den Zahlungen für AI Overviews enthält.
Dieses Fehlen ist wichtig. Wenn die einzigen belastbaren Zahlen aus ungenannten Quellen stammen, die über andere Medien weitergegeben wurden, dann ist die Geschichte eine Sammlung von Schätzungen, keine gesicherte Darstellung.
Die juristische Tür, vorerst geschlossen
Reuters und The Business Times meldeten die Abweisung am 1. Oktober. Forbes brachte dieselbe Entwicklung. Die Einordnung von Search Engine Journal ist am nützlichsten: Der Richter erkannte den Schaden für Verleger an, wies die kartellrechtlichen Ansprüche aber dennoch zurück, was ein enges Ergebnis ist. Die Erklärung von Press Gazette, dass mit Google kein formeller Handel geschlossen wurde, deutet darauf hin, dass die Ansprüche an der Struktur der Beziehung scheiterten und nicht daran, ob ein Schaden entstanden ist.
Chegg und Penske Media können Berufung einlegen. Die Akte sagt nicht, ob sie es tun werden.
Unterdessen berichtete Digiday am 1. Oktober, dass Verleger die generative Engine Optimization, GEO, vom Experiment zum Geschäft machen. Das ist die praktische Antwort: Wenn der Suchverkehr fällt und das Geld für KI-Antworten dünn ist, versuchen Verleger, in den KI-Produkten selbst sichtbar zu werden. Das ist eine andere Wette, und sie verlangt von Google keinen Scheck.
Warum das Timing für Google unangenehm ist
Google hat jetzt ein Gerichtsurteil zu seinen Gunsten und ein Zahlungsprogramm, das Schätzungen von außen auf etwa ein Zehntel eines Prozents der Werbeeinnahmen beziffern. Verleger haben eine abgewiesene Klage und einen schrumpfenden Traffic-Kanal. Keine der beiden Seiten hat einen Anreiz, die aktuelle Regelung als stabil zu beschreiben.
Die Akte enthält weder Googles eigene Erklärung zu den Zahlungen noch eine Zahl dafür, was das Programm insgesamt kostet. Sie sagt auch nicht, wie viele der rund 100 Verleger unter der Marke von 1.000 Dollar liegen oder wie hoch die größten Zahlungen sind. Diese Lücken sind so sehr die Geschichte wie die Zahlen selbst.
Klar ist aus den neuesten Berichten nur ein schmalerer Befund. Am 1. Oktober wurden die Klagen abgewiesen. Am 30. September schrieb Ars Technica, dass das Zahlungsvorhaben ins Stocken gerät. Am 29. September nannte The Information die Teilnehmerzahl nahe 100. Verleger, die von AI Overviews einen Lizenzmarkt erwartet hatten, haben jetzt ein Gerichtsurteil, ein kleines Pilotprojekt und eine fallende Traffic-Kurve, mit denen sie arbeiten müssen.
Quellen
7- 01Gears of War E-Day is an uncharacteristically CPU-heavy Unreal Engine 5 gameEN
- 02Trace.Space launches Trinity to tackle hardware engineering's next bottleneckEN
- 03Valor, Atreides, and Sequoia back AI startup Flow Engineering at $750M valuationEN
- 04OpenAI and Synopsys team up to build an AI model that designs chips like a seasoned engineerEN
- 05The Robot Report parent Arrowfly launches AI for Engineers platformEN
- 06Anatomy of a (Postgres) Search EngineEN
- 07Launching Vespper DOCX MCPEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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